Rezension – Andreas Franz ~ Julia Durant 01: Jung, blond, tot

Eine Serie mysteriöser Mädchenmorde beunruhigt die Bevölkerung von Frankfurt/Main. Alle Ermordeten sind blond. Der Mörder vergewaltigt seine Opfer, tötet sie und vollzieht sodann ein Ritual, bei dem er die Haare der Mädchen zu zwei Zöpfen mit roten Schleifchen bindet. Die Polizei steht vor einem Rätsel. Fast hilflos jagen Kommissarin Durant und ihre Kollegen scheinbar hinter einem Phantom her – bis ein nahezu unglaublicher Zufall den Täter enttarnt.

Andreas Franz versteht es die tiefste Schwärze in der Menschlichen Psyche zu beschreiben.

Junge, blonde Mädchen werden bestialisch ermordet und vergewaltigt. Kommisarin Durant wird bei der Mordkommision zu Hilfe geholt und versucht nun, zusammen mit ihren Kollegen schneller herauszufinden, wer der Mörder ist, als dieser wieder Morden kann. Dabei stolpern sie über die verschiedensten dunklen Geheimnisse der oberen Gesellschaftsschicht Frankfurts.

Die unterschiedlichsten Sichtweisen auf einzelne Personen erzählen einzelne Schicksale und Charakterzüge, wobei eigentlich kaum einer als wirklich sympathisch rüberkommt. Selbst die Hauptprotagonistin Julia Durant hat neben ihren Stärken viele Schwächen und sei es nur das dauernde Rauchen und Trinken.

Zynismus ist ein Wort, welches beim lesen dieses Krimis in den Sinn kommt. Andreas Franz beschönigt oder verherrlicht nichts. Während des Lesens dieses – auf einem Grundstock wahrer Begebenheit beruhenden Romanes – war ich hin und her gerissen. Soll ich es weiterlesen?

Denn das Thema ging mir doch recht nahe, oder leg ich es lieber zurück ins Regal. Aber genau das letztere konnte ich nicht. Das Buch zieht in seinen Bann. Keine leichte Koste, sehr Nerven zerreißend, extrem viele kleine „nebensächliche“ Details. Polizisten, die nicht gerade als Sympathie träger rüberkommen. Und doch ist es ein psychologisch sehr spannender, wenn auch angsteinflössender Kriminalroman, der einen nicht mehr loslässt. Die Suche nach dem Täter lässt in den Leser viele Verdachtsmomente aufkommen und wieder verwerfen, bis zu dem Moment, wo es einen Blick auf ihn selber gibt und seine Identität immer offener wurde.

 

Der Schreibstil ist geprägt von langen verschachtelnden, sehr detaillierten Sätzen, die wiederum von sehr kurzen abgewechselt wurden. Dies hat das lesen teilweise etwas erschwert.

Jung, blond tot ist der erste Roman der Julia Durant-Reihe und war der erste Krimi der von Andreas Franz veröffentlicht wurde und zwar Ende der 90iger Jahre.

©Tine Schweizer

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ISBN:978-3426617885 Preis: 9,95 Euro Verlag: Knaur

Julia-Durant-Reihe, Frankfurt:
1. Jung, blond, tot (1996)
2. Das achte Opfer
3. Letale Dosis
4. Der Jäger

5.Das Syndikat der Spinne

6. Kaltes Blut
7. Das Verlies
8. Teuflische Versprechen
9. Tödliches Lachen
10. Das Todeskreuz (Julia ermittelt erstmals zusammen mit Peter Brandt)
11. Mörderische Tage (
12. Todesmelodie 2011

Rezension zu

Peter-Brandt-Reihe, Offenbach:
1. Tod eines Lehrers (TB 2004)

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2 responses to this post.

  1. Wir haben mittlerweile alle Durant-Romane von A.Franz gelesen, ebenso wie die Peter-Brandt-Romane. Ich könnte jetzt auf Anhieb keins nennen, was nicht so gut war. Franz hat eine ganz besondere Art zu schreiben und die Leser in seinen Bann zu ziehen. Leider hat es vom letzten Buch bis jetzt vor ein paar Tagen erst erschienenen Teufelsleib sehr lange gedauert.
    Gruß Doro

    Antwort

  2. Posted by Sabine on 20. November 2010 at 16:15

    Ich taste mich so langsam an Andreas Franz ran…. Teufelsleib bekomme ich bald und vielleicht les ich die Durant-Bücher auch alle noch. Viele haben mir schon davon vorgeschwärmt.

    Antwort

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