Rezension – Sonja Liebsch/Nives Mestrovic ~ Muttertier @n Rabenmutter

Sonja Liebsch/Nives Mestrovic – Muttertier @n Rabenmutter

Das Leben ist nicht immer einfach, und auch beste Freundinnen aus den Kindertagen können sich aus den Augen verlieren. Das müssen auch Maxi und Hanna feststellen. Doch aufgrund Internet und dem alten Gefühl der Verbundenheit finden die beiden Frauen sich wieder. Beide stehen mittlerweile im Familienleben und haben nicht nur das alltägliche Chaos gemeinsam, sondern auch die Suche nach Arbeit.

War alles anfangs eher nüchtern geschrieben, änderte sich dies rasant und es erwartete einen ein, humorvoller, aber sehr ehrlicher Roman über das Thema Mütter, Familie und Arbeit und natürlich über die Freundschaft.

Abwechselnd im kommen Hanna und Maxi zu Wort, die ihm Erzählstil ihre Sicht der Dinge darstellten. Gemixt mit ihrem Mailverkehr, der nochmal alles auflockerte und tieferes Gefühl in die ganze Geschichte rein brachte. Schnell kann man beide Protagonistinnen auseinander halten und ihre Persönlichkeiten – von zickig, witzig, direkt oder unsicher – kennen lernen. Als Mutter und Familienmanagerin ist der Wiedererkennungswert sehr groß. Das schmunzeln bleibt nicht auch, und ich denke es ist für jeden ein vergnügen dieses Buch zu lesen.

Ist man ein Muttertier oder eine Rabenmutter? Lässt sich das so einfach trennen?

Dieser Roman unterhält nicht nur sehr gut, sondern regt auch zum nachdenken an. Der Wiedererkennungswert wird für die meisten Mütter recht hoch sein. Doch ist es kein Klagebuch, nein es ist ein Roman, der Mutmacht zur Familie zu stehen. Ein Roman, der sehr gut unterhält und auch zum lachen, aber auch zum nachdenken einlädt. Denn man ist keineswegs ein schlechterer, oder dümmerer Mensch, wenn man erstmal ein paar Jahre für die Erziehung der Kinder daheim geblieben ist. Genauso wird einem deutlich, wie wichtig Freundschaft ist.

Dazu kommt noch Maxi´s Kolumne, die mit genauer Treffsicherheit die Freuden und Leiden des Mutterseins, der heutigen Zeit auf den Punkt bringt.

Abgerundet wird alles durch die Szenen im Gladbacher Dialekt von Lieschen, die mich als Bayerin doch amüsierten. Versteh ich nun, wie sich andere fühlen, wenn sie einen Boarischen Roman lesen. :-)

Die parallelen zum Leben der beiden Autorinnen, lassen sich nicht von der Hand weisen. Daher überlege ich natürlich, wieviel davon wirklich passiert ist. Das es die Webseite www.jobsformums.de wirklich gibt, ist natürlich noch ein weiterer Hinweis.

Der Schreibstil der beiden ist sehr angenehm leicht und flüssig zu lesen. Die 280 Seiten verfliegen wie im nu und am Ende hofft man, bald mehr von den beiden lesen zu können. Ob es eine Fortsetzung geben wird? Oder einen weiteren Roman álá Muttertier @n Rabenmutter? Ich will es hoffen…

©Tine Schweizer

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ISBN:978-3-839-211-502 Preis: 9,90 Euro Seiten 280 Ersterscheinungstermin: Februar 2011

Verlag: Gmeiner

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2 responses to this post.

  1. Hallo Tine,
    sehr schön geschrieben. Ich wra ja auch so begeistert und das als kinderlose Leserin *g*
    LG Ela

    Antwort

  2. Vielen Dank für diese Rezension! Liebe Grüße, Sonja und Nives.

    Antwort

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