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Audiobookrezension – Gabriella Engelmann ~ Küss den Wolf

Gabrielle Engelmann – Küss den Wolf

gesprochen von Josefine Preuß

gekürzte Fassung: 03 Std 07 Min Preis: 9,95 Euro bei Audible.de

Anbieter: Der Audio Verlag (2012)

Hörprobe

Mit „Küss den Wolf“ veröffentlichte die Autorin Gabriella Engelmann ihren vierten Märchenhaften Roman. Die bisherigen im ARENA Verlag erschienen Jugend-Romane „Cinderella undercover“, „“Weiß wie Schnee, rot wie Blut, grün vor Neid“ sowie „Hundertjahre ungeküsst“ haben nicht nur bei den jungen Lesern, sondern auch bei den Erwachsenen mit Erfolg eingeschlagen.

Gabriella Engelmann nimmt sich auch dieses mal eines der Grimmsche Märchen als Grundlage um es in die heutige Zeit zu transportieren. Um welches es sich hier bei handelt ist sehr deutlich „Rotkäppchen“. Natürlich dürfen hier das Rotkäppchen in Form der jungen modernen Pippa nicht fehlen, die Großmutter spielt selbstverständlich auch eine große Rolle, wir finden einen Wolf im Schafspelz, sowie einen Helden.

Sehr gelungen vereint die Autorin hierbei, mit ihrer zauberhaften Sprache das alte Märchen mit der modernen Zeit, ohne dass sie dabei die Grundgeschichte zu sehr verändert. Im Gegenteil, schnell erkennt man die jeweiligen Rollen der Protagonisten aus den alten Märchen, dieses mal jedoch verbunden mit Internet, Handy, Blog´s und was sonst noch im 21. Jahrhundert dazu gehört.

Sehr gerne verfolgte ich Pippa mit ihrer großen jugendlichen Verliebtheit. Was dem ganzen noch mehr Pepp verliehen hat, waren die kleinen Wesen aus der Anderswelt wie „Holla, die Waldfee“. Sie ist eine meiner Lieblingsfiguren in dieser Geschichte..

Sehr gut konstruierte die Autorin auch wieder die Spuren zum „bösen Wolf“. Unheimliche Zwischenspiele ließen die Hintergründe seines Tun´s noch lange im Dunklem.

Als Fan ihrer Bücher freut es mich sehr der Zwergen WG wieder begegnet zu sein :-)

„Küss den Wolf“ war das erste dieser Jugendreihe von der Autorin, welches ich nicht gelesen sondern gehört habe. Josefine Preuß verlieh gekonnt den passenden Ton zu diesem Märchen. Die Atmosphäre war sehr angenehm und die verschiedenen Figuren sehr schnell auseinander zu halten und auch an die jeweilige Stimmung passte sie sich sehr gut an.

Fazit: eine sehr gelungene Transformation des alten Märchens in die moderne Gegenwart. Geeignet für junge Leser ab 12 genauso wie für junggebliebene Erwachsene.

Derzeit schreibt die Autorin wieder an einem neuem Roman, allerdings keinen Märchen sondern für die „großen“ Leser. Es geht wieder auf die Insel Sylt.

©Tine Schweizer

 

Rezension – Lian Tanner ~ Goldie Cox 02: Die Stadt der Lügen

Lian Tanner – Goldie Cox ~ Die Stadt der Lügen

City of Lies

ISBN: 978-3-401-06661-5 Preis: 14,99 Euro HC 300 Seiten

Ersterscheinungsdatum/D: 09.09.2011 Verlag: Arena

Altersempfehlung: ab 10 Jahre

 

 

Die Wartezeit ist vorbei…

Der Jugendroman – Goldie Cox von Lian Tanner geht in die nächste Runde.

Das Mädchen Goldie Cox hat schon im „Museum der Diebe“ einen starken, abenteuerlichen Start gehabt. Und genau so geht es auch gleich im 2. Band weiter. Spannend und abenteuerlich! Während sie vor der großen Entscheidung steht, als 5. Hüter des Museums anzutreten oder abzusagen, wird die kleine Schwester von ihrem besten Freund entführt. Goldie und Krötenrotz machen sich sofort auf die Verfolgung und landen in der Stadt Spoke. Doch so einfach ist es gar nicht, die Wahrheit herauszufinden. Denn in der Stadt findet das Festival der Lügen statt…

Gleich von Anfang an, war ich wieder gefangen zwischen den Zeilen und habe nur ungern unterbrochen. Lian Tanner hat einen sehr guten Schreibstil, der gut verständlich ist und dennoch nicht langweilig wirkt. Die Überraschungen waren immer strategisch gut eingearbeitet und somit wurde der Spannungsbogen interessant geflochten.

Das einzige kleine Manko: Im Gegensatz zum ersten Teil erwartet hier die Leser ein Cliffhanger. Die aktuelle Geschichte an sich ist fertig erzählt, doch wird der Leser darauf vorbereitet, dass damit die Gefahr nicht vorbei ist. Nun ist natürlich die Spannung wieder groß, wie es mit Goldie Cox und ihren Freunden weiter gehen wird.

Hoffen wir, dass der dritte Teil nicht allzulange auf sich warten lässt. Ein Jugendbuch, das ich für Kinder ab 10 Jahren empfehlen würde. D

Das Cover ist passend zum ersten Teil “Goldie Cox – Das Museum der Diebe” ansprechend gestaltet worden.

Die Autorin Lian Tanner lebt in Australien. Bevor sie freiberufliche Theater- und Kinderbuchautorin wurde, arbeitete sie als Lehrerin, Sozialarbeiterin, Busfahrerin, Journalistin, Lektorin, Jonglourin und Schauspielerin.  Es dauerte eine Weile, bis sie merkte, dass diese Jobs nur eine Vorbereitung dafür waren, Schriftstellerin zu sein. Heute wohnt sie mit ihrer Katze am Strand von Süd-Tasmanien. (Quelle: Buch)

©Tine Schweizer

Rezension – Krystyna Kuhn – Das Tal 2.1 Der Fluch

Krystyna Kuhn – Das Tal 2.1 (Der Fluch)

Etwas zwiegespalten bin ich nach Beendigung, dieser lang erwarteten Fortsetzung zurückgeblieben.

Die Art und Weise wie es präsentiert wurde ist wirklich gut gemacht. Die Haupterzählerin dieses mal ist Rose, welche mittlerweile schon im 2. Jahr auf dem College ist.

Immer wieder in verschiedene Zeiten und Abschnitte ihres Lebens hin und her gewechselt. Dazwischen finden wir, anscheinend total zusammenhangslos zu Rose ihrer Geschichte, ein Tagebuch von Dave Yellad, welcher Anfang des vergangenen Jahrhundert im Tal gelandet war und seine Abenteuer und Erlebnise niederschrieb.

Wir tauchen ein in die Geschichte von Rose, welche immer schon alleine durch ihre Glatze ungewöhnlich schien. Hier erfahren wir natürlich auch, wie es dazu kam. Wieder wird bewiesen, dass man vor der eigenen Vergangenheit nicht davon laufen kann. Doch das Auflösen der Rätsel erfolgte mit wirklich überraschenden Wendungen, vielen Hinweisen und einem großen Knall.

Dennoch bin ich irgendwie mir nicht ganz sicher. Es ist gut, ja wirklich! Doch fehlte mir irgendwas, ohne dass ich dies genau benennen könnte. Vielleicht weil ich eher das Gefühl habe, dass wir erst am Anfang neuer Wege stehen. Es ist wie, wenn man genau weiß, dass nun eine spannende Szene im Film kommt und dann wird plötzlich die Pause eingeschaltet. Man sitzt wie auf Kohlen und möchte wissen, wie es weitergeht. Wie entwickeln sich diese schon angedeuten Passagen, was lässt sich die Autorin als nächstes für ihre Protagonisten einfallen?

Bei weitem ist dieser Teil nicht so düster, wie schon gewohnt. Aber es hat doch was mitnehmendes, vor allem Rose Geschichte ist nicht unbedingt so leicht weg zustecken.

Die Spannung ist kunstvoll aufgebaut. Der rote Faden rollt sich nach und nach ab, begleitet von einem weiteren, der parallel läuft. Die eine Geschichte ist abgeschlossen, aber der rote Faden will sich mit dem nächsten Teil verbinden.

Wir Leser dürfen also gespannt sein, was uns „Das Tal“ und das „Grace-College“ in Zukunft noch zu bieten hat.

Das Cover ist in ähnlicher Aufmachung wie die ersten Bände. Allerdings ist die Grundfarbe braun. Somit wird auch äußerlich darauf hingewiesen, dass wir nun in einem neuem Abschnitt gelandet sind. Noch ein Hinweis am Rande: Der Klapptext gibt nur teilweise wieder, was wirklich in diesem Band passiert. Robert erscheint hier nämlich nur als kleine Nebenrolle.

Die Fortsetzung “Das Tal 2.2 Das Erbe” erscheint im Februar, gefolgt von “Das Tal 2.3 Die Jagd” im Mai und enden tut die 2. Season mit Band 4 “Die Entscheidung” vermutlich im August 2012. Somit erwartet uns ein düsteres, aber bestimmt spannendes Halbjahr.

©Tine Schweizer

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ISBN: 978-3401066073 Preis: 9,99 Euro Verlag: ARENA Altersempfehlung (Amazon) ab 14 Jahre

Jugendbuchrezension – Gabriella Engelmann ~ Cinderella undercover

Gabriella Engelmann – Cinderella undercover

Gabriella Engelmann´s Märchenwelt der Moderne geht in die nächste Runde.

Dieses mal bietet das Märchen von Cinderella ihre Grundlage und wurde wiedermal faszinierend umgesetzt. Die Autorin hat ihre eigene Geschichte drauf gesetzt, bei der man wieder nur mitbangen konnte.

Hauptprotagonistin ist die liebenswerte Cynthia, die nach dem Tod ihrer Mutter sich mit ihrem Vater durchs leben schlägt. Doch dann kommt die neue Stiefmutter ins Haus und mit ihr 2 Stiefschwestern, welche mit Cynthia keineswegs zurechtkommen. Nicht fehlen darf natürlich der junge Held in dieser Geschichte.

Wiedermal mit eigenen Worten brachte die Autorin ihr Märchen in das moderne Zeitalter mit all ihren Vor- sowie Nachteilen. Hierbei findet sie genau die richtige Mischung aus eigener Dichtung und anlehnung an das Ursprüngliche Märchen. Ihr Schreibstil bleibt dabei leicht und locker und somit lässt sich das Buch in einem Rutsch wunderbar weglesen. Ihre Protagonisten sind einfach lebensnah beschrieben, sympathie sowie Abneigung lässt sich schnell fassen. Das Ende kam wieder viel zu schnell und ich bin schon sehr gespannt, welches Märchen sie als nächstes in die heutige Zeit transportiert.

Gabriella Engelmann beweist hierbei wieder, dass sie nicht nur wunderbare Erwachsenenliteratur schreiben kann, sondern auch Bücher die jüngere und ältere Leser begeistern.
©Tine Schweizer

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ISBN:978-3401066851 Preis: 13,99 Euro Seiten:  284 Ersterscheinungstermin: August 2011

Verlag: ARENA  Altersempfehlung ab 14 Jahre

Interview mit Gabrielle Engelmann

Rezensionen von weiteren Büchern der Autorin

Schluss mit lustig

Inselzauber

Eine Villa zum verlieben

Wolkenspiele
Jugendbücher

Hundert Jahre ungeküsst

Weiß wie Schnee, Rot wie Blut und Grün vor Neid

 

Rezension – Gabriella Engelmann ~ Hundert Jahre ungeküsst

Ein Buch mit Gänsehautfaktor inklusive.

Jeder kennt das Märchen von Dornröschen, die 100 Jahre geschlafen hat bis ein tapferer Ritter kam um es zu befreien. Doch dieses Märchen ist schon alt und die Ritter auf den weißen Rössern so gut wie ausgestorben.

Doch was wäre, wenn sich dieses Märchen wiederholen würde. Heute in unserer modernen Welt? Das ist nicht möglich? Doch ist es. Wie Gabriella Engelmann in ihrem neuen Jugendroman „Hundert Jahre ungeküsst“ und auf ihre fantastische Art zeigt.

Kurz nach Rosalies Geburt wurde über sie ein Fluch verhängt. Das bewegte ihre Eltern dazu, sie sehr behütet aufwachsen zu lassen. Doch nun möchte sie auf ihren eigenen Beinen stehen. An ihrem 17. Geburtstag soll sich dieser Fluch erfüllen und dieser nähert sich in großen Schritten. Doch Rosalie glaubt nicht an Flüche. Das Leben selbst ist aufregend genug, mit einer neu Ausbildung, einer frischen Liebe und einer neuen Wohnung, in der es auch noch Spukt.

Gut ich gebe zu, ganz kurz zwischen drin dachte ich, es geht gar nicht weiter… Doch dann, ja dann kaum ausgedacht – kam die Gänsehaut und diese ging bis zur letzten Seite nicht mehr weg. Noch eine Weile danach, standen die Häarchen aufrecht. Taschentücher mussten reihenweise her und ich war froh, daheim auf meiner Couch zu sitzen und nicht mitten in der überfüllten Sbahn.

Dieses moderne Märchen wurde zwar als Jugendbuch verkauft, aber wie die klassischen Märchen ist es genauso für die „großen“ Kinder geeignet. Rosalie´s Leben war gut nachzuvollziehen und sie war eine sehr sympathische Hauptprotagonistin. Der Held René war nicht ganz so klassisch wie man es sich so denkt. Einfach mit Ecken und Kanten. Die Sprache war sehr flüssig und man konnte das Buch in einem Zug durchlesen. Auffallend war jedenfalls die sehr jugendliche Sprache.

Ein modernes Märchen mit großen Gefühlen und Romantik.

©Tine Schweizer

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ISBN:978-3401064895 Preis: 13,99 Euro Verlag: Arena

ab 12 Jahre, 274 Seiten

wer noch gerne mehr moderne Märchen der Autorin lesen möchte, dem kann ich

Weiß wie Schnee, Rot wie Blut und Grün vor Neid

empfehlen.

Weitere Romane der Autorin:

Inselzauber

Eine Villa zum verlieben

Wolkenspiele


Audiobookrezension – Lian Tanner ~ Das Museum der Diebe

Das Museum der Diebe kenne ich ja schon als Buch (hier gehts zu meiner Rezension) Nun habe ich es als Hörbuch mir bei Audible.de runter geladen gehabt und bin fast noch begeisterter.

Auch mein 11 jähriger Sohn ist fasziniert von diesem Jugendroman.

Der Sprecher Peter Kaempfe hat es genial umgesetzt. Jeder Person mit eigenem Unterton und fast bildlich erwachen die Protagonisten und Szenen zum leben. Es gibt nur wenige Sprecher, die diese Kunst so fantastisch beherrschen.

Die Pausen wurden kunstvoll und passend gesetzt, so dass immer der Spannungsbogen gehalten wurde.

Ein spannendes Jugendbuch, welches durch einen fantastischen Sprecher noch mehr Lebendigkeit verliehen bekommen hat, als es der Autor eh schon vermochte. Symphatie und gemeine Untertöne lassen sich sofort heraushören und der Sprecher macht diesem Buch alle Ehre.

©Tine Schweizer

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diese Audiobook kann bei Audible.de runtergeladen werden

für 13,95 € im Einzelkauf oder 9,95 € im Flex-Ab

06 Std 39 Min gekürzte Fassung

Sprecher Peter Kaempfe

Hörprobe

Herausgeber: Audioliono OHG 2011


Rezension – Krystyna Kuhn ~ Das Tal: Season 1.4 Prophezeiung

Lange habe ich darauf gewartet, dass die Reihe „Das Tal Season 1“ sein Ende nimmt. Nun habe ich die letzte Seite geschlossen und weiß nicht was ich schreiben soll. Krystyna Kuhn hat hier eine Serie geschaffen, die sich von vielen anderen Unterscheidet und die von Buch zu Buch neue Überraschungen hervorbringt.

Schriftstellerisch war es im gewohnten flüssigen und flottem Tempo gehalten. Die Spannung wurde immer weiter aufgebaut und wir sind wieder mittendrin statt nur dabei.

Dieses mal haben wir wieder eine kleine Gruppe, die im Mittelpunkt steht. Katie, Robert und David schließen sich zusammen um Ben zu helfen. Der ist total durchgedreht und hat nur wirres Zeug geredet. Nach einem total Zusammenbruch schwebt er in Lebensgefahr. Nur die drei können sein Leben retten und machen sich auf die Suche nach der Ursache für sein Verhalten. Dabei entdecken sie vieles, was noch mehr Fragen aufwirft.

Genau das ist es, was mich irritierte im Laufe des Buches. Ich habe das Gefühl am Ende mit mehr Fragen dazustehen, als Antworten. Natürlich werden hier Antworten gefunden, aber viele neue tauchen auf. Anstatt einen Abschluss zu finden, habe ich hier das Gefühl am Beginn einer neuen Reihe zu stehen.

Am meisten Erfahren wir hier über Katie und über ihre Vergangenheit. Robert bleibt immer noch ein Buch mit sieben Siegeln. Über David erfahren wir auch hier recht wenig.

Das ist keineswegs schlecht, denn ich bin eindeutig ein Fan dieser Reihe geworden. Dieses Buch ist wieder anders als die anderen. Nicht so düster und nicht so extrem in den Wendungen. Die Spannung bleibt durchgehend erhalten. Abwechslung brachten auch die Notizen der verschwundenen Studenten.

Empfehlenswert für jeden Fan der Tal-Serie. Jeder der diese Serie noch nicht kennt, dem empfehle ich allerdings beim 1. Teil anzufangen. Nun hoffe ich, aufgrund des Cliffhangers am Ende das wir nicht lange auf Season 2 warten müssen.

©Tine Schweizer

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ISBN: 978-3-401-06532-8 Preis: 9,95 Euro Verlag: Arena

Das Tal 1.1 Das Spiel

Das Tal 1.2 Die Katastrophe

Das Tal 1.3 Der Sturm

Das Tal 1.4 Die Prophezeiung

 

Interview mit Rainer Wekwerth

Lieber Herr Wekwerth, in vielen Rezensionen liest man von Ihren wundervoll ausgedachten Charakteren und ihrem grandiosen Schreibstil. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie so etwas lesen? Und wie haben Sie das Schreiben “gelernt”?

Danke für das schöne Kompliment. Ganz ehrlich man fühlt sich großartig. Ich bin zufrieden, dass es mir gelungen ist den Leser zu berühren. Darum geht es beim Schreiben und es ist einfach ein gutes Gefühl, zu wissen, man hat gute Arbeit geleistet.

Das Schreiben habe ich durch das Schreiben gelernt, ich habe aber auch schon immer viel gelesen. Der Rest ist wohl das, was man Talent nennt.

Wie ist Ihnen überhaupt die grundsätzliche Idee zum Jugendfantasyroman Damian gekommen?

Schon seit Jahren schwebte mit ein Kampf zwischen Gut und Böse vor. Ein ultimativer, endgültiger Kampf, bei dem sich jeder entscheiden muss, auf welcher Seite er steht. In diesen Strudel der Ereignisse wollte ich zwei Liebende stellen, die bereit waren für ihre Liebe zu kämpfen und zu sterben. Lara und Damian zeigen aber auch auf, dass wir alle unser Schicksal selbst in Händen halten und sind somit hoffentlich Beispiele für junge Menschen.

Nun erscheint ja im nächsten Jahr ein zweiter Teil. Endet damit die Geschichte oder dürfen die Leser noch weitere Fortsetzungen erwarten?

Die Geschichte endet mit Band 2. Von Anfang an war mir bewusst, dass es zwei Bücher braucht, um die ganze Geschichte zu erzählen. Wenn sie aber erzählt ist, gibt es keinen Grund weiter Bände zu schreiben.

Was erwartet uns im nächsten Buch?

Hoffentlich genauso viel Spannung wie im 1.Teil und ich kann versprechen, dass es einige Überraschungen geben wird.

Viele Fantasybücher, die auch in der normalen Welt spielen, spielen in London oder anderen ausländischen Metropolen. „Damian – Stadt der Engel“ spielt in Berlin. Hat es das Schreiben einfacher oder komplizierter gemacht, das Ganze in einer deutschen Stadt spielen zu lassen? In einer Stadt, die viele Leser kennen, in der natürlich aber auch die Recherche einfacher ist als in irgendwelchen ausländischen Metropolen.

Berlin ist eine faszinierende Stadt, die man als Autor nur mit anderen Augen entdecken muss. Wenn man genau hinsieht und die Phantasie ein wenig spielen lässt, gibt es keinen besseren Schauplatz für diese Geschichte. Mit ausländischen Metropolen soll Geschichten oft Flair und Atmosphäre gegeben werden. Eine gute Geschichte braucht das nicht, sie kann praktisch überall spielen, denn es kommt auf die Figuren an.

Was fasziniert Sie an Engeln?

Ihre bedingungslose Liebe zu den Menschen. Sie sind wahrhafte Krieger des Lichts, aber stets voller Anmut und innerer Schönheit. Ich hoffe und glaube, dass es sie wirklich gibt. Vielleicht nicht unbedingt so, wie ich sie beschreibe, aber dennoch unter und bei uns.

Waren Sie selbst an der Entstehung des Buchtrailers beteiligt?

Der Trailer war meine Idee. Ich habe auch das Drehbuch dazu geschrieben.

Hatten Sie Einfluss auf die Covergestaltung von Damian?

Nein. Und das ist gut so, denn die Grafikerin hat ganze Arbeit geleistet und ein wunderschönes Cover entworfen, das die Stimmung im Buch perfekt rüberbringt.

Welche Buchprojekte (außer Damian Teil 2) haben Sie in nächster Zeit geplant?

Dazu kann ich noch nichts Konkretes sagen, denn derzeit konzentriere ich mich auf den 2. Teil von „Damian – Die Stadt der gefallenen Engel“.

Sie bieten ja auch online Schreibkurse an. Wie darf man sich so etwas vorstellen und welche Voraussetzungen sollte man dafür mitbringen?

Eine Erläuterung zu den Schreibkursen würde den Rahmen dieses Interviews sprengen. Alles Wichtige hierzu findet man auf www.kreatives-schreiben.net. Mitbringen sollte man Leidenschaft und Disziplin.

Welches sind Ihre Lieblingsautoren bzw. Lieblingsbücher?

Dan Simmons. Er ist ein begnadeter Autor. Mein Lieblingsbuch ist aber „Die Brautprinzessin“ von William Goldman.


Was hält ihre Familie und Freunde von dem Erfolg und haben diese ihre Bücher insbesondere ihr Jugendbuch Damian gelesen?

Alle freuen sich mit mir über den Erfolg von Damian. Die meisten haben meine Bücher, also auch Damian gelesen, aber es sind auch ein paar Lesemuffel darunter, die kein Buch in die Hand nehmen würden. Ich mag sie trotzdem.

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Romane?

Das weiß ich nicht. Sie sind plötzlich da und wollen erzählt werden.


Ist Schriftsteller ihr Hauptberuf?

Ja.


Wie haben Sie ihre Berufung erkannt?

Ich hatte keine Wahl. Diese Leidenschaft hat mich ausgesucht, nicht umgekehrt. Ich würde auch schreiben, wenn ich kein Geld dafür bekomme. Hauptsache jemand liest meine Bücher und findet sie gut.

Ist es einfach sich in die unterschiedlichen Genre einzuschreiben?

Für mich schon, denn so bleibe ich neugierig und habe Freude am Schreiben. Immer die gleichen Themen und Genre würden mich langweilen. Ich liebe Herausforderungen.

Werden Sie auch weitere Romane unter Ihren bisher bekannten Pseudonymen veröffentlichen?

Voraussichtlich nicht.

Wie versetzen Sie sich in die unterschiedlichen Stimmungen? Hilft Ihnen Musik dabei oder absolute Stille? Oder gibt es andere Möglichkeiten um Situationen nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu durchleben?

Wenn ich schreibe, bin ich tief in meiner Welt. Ich brauche keine Musik oder andere Methoden. Ich schreibe das erste Wort und bin da.

Eine Frage mal ganz ab von Thema rund ums Buch: haben Sie eine Meinung zu S21 und wie erlebt man die Proteste in Stuttgart?

Ich bin gegen Stuttgart 21, da ich denke das ganze Geld hätte sinnvoller für andere Projekte eingesetzt werden können. Wie alle hier in und um Stuttgart bin ich überrascht von der Vehemenz mit der sich die Bürger gegen dieses Großprojekt wehren. Das hätte ich uns Schwaben gar nicht zugetraut.

Herzlichen Dank Herr Wekwerth für dieses ausführliche Interview!

Die Gewinnerin des signierten Buches ist: Sabrina K.

©Tine Schweizer

 

meine Rezension zu Damian

Rezension – Andreas Eschbach ~ Black Out

Christopher ist auf der Flucht. Gemeinsam mit der gleichaltrigen Serenity ist er unterwegs in der Wüste Nevadas. Irgendwo dort draußen muss Serenitys Vater leben, der Visionär und Vordenker Jeremiah Jones, der sämtlicher Technik abgeschworen hat, nachdem er erkennen musste, welche Gefahren die weltweite Vernetzung mit sich bringen kann. Doch eine Flucht vor der Technik – ist das heute überhaupt möglich? Serenity ahnt bald, auf was und vor allem auf wen sie sich eingelassen hat. Denn der schwer durchschaubare Christopher ist nicht irgendjemand. Christopher hat einst den berühmtesten Hack der Geschichte getätigt. Und nun ist er im Besitz eines Geheimnisses, das dramatischer nicht sein könnte: Die Tage der Menschheit, wie wir sie kennen, sind gezählt.

 

Black Out ein Thriller für die jungen Leser. Genau das verspricht dieser Roman und er hält es auch. Teilweise etwas Endzeitmässig anmutend hat der Autor einen spannenden Plot mit Überraschenden Wendungen erschaffen.

Uns wird die andere Seite der Medallie gezeigt, die entsthet mit der technologisierung der Welt. Keineswegs ist es von der Hand zu weisen, dass es genau so eines Tages geschehen könnte. Die jungen Leser werden zum nachdenken angeregt, während sie dem Wettkampf mit der Zeit folgen.

Christopher ist auf der Flucht, auf der Flucht von genau dem, was er geholfen hatte zu entwickeln.

Gemeinsam mit ein paar Aussteigern versucht er den Fortschritt aufzuhalten.

Der Autor versteht es flüssig zu schreiben. Die Geschichte geht rasant vorwärts und wechselt immer mal wieder die Sichtweisen der Protagonisten. Es wird sofort in das Geschehen eingestiegen. Die Kapitel ist sind eher kurz, die Schrift größer und die Seiten recht dick. Das Cover eher düster.

Mit fehlte noch ein Tick mehr Spannung, vielleicht lag es daran, dass ich die Zielgruppe der jungen Leser schon hinter mich gelassen hat. Aber dennoch war es ein Buch, das nicht aus der Hand gelegt werden wollte durch einen flüssigen und spannenden Schreibstil, mit einer guten Story. Im Mittelpunkt

Ein gut geschriebener Jugendthriller, der mit Black Out den Anfang einer Reihe gefunden hat.

Andreas Eschbach wurde 1959 in Ulm geboren, ist verheiratet und Vater eines Sohnes. Während seinem Studium in Luft- und Raumfahrttechnik wechselte er in den EDV Bereich, und arbeitete als Softwareentwickler.

Schon mit 12 Jahren hat er zum Schreiben angefangen. 1995 veröffentlichte er seinen ersten Roman, dem viele weitere folgen sollte. Er erhielt für seine Werke schon verschiedene Preise und Auszeichnungen. Seit 2001 veröffentlicht der ARENA Verlag seine Jugendthriller.

2003 zog er mit seiner Frau in die Bretagne, wo er heute noch lebt.

©Tine Schweizer

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ISBN: 978-3401060620 Preis: 17,95 Euro Verlag: Arena Altersempfehlung: ab 12 Jahre

Autorentalk mit Krystyna Kuhn

Ein gutes und gesundes neues Jahr wünsche ich euch allen. Hoffe doch sehr, dass ihr alle gut und heil rüber gekommen seit?

Gleich am Anfang des Jahres möchte ich euch wieder eine besondere Autorin im Autorentalk vorstellen. Fragt diesmal Krystyna Kuh, was ihr immer schon von ihr wissen wolltet. Im letzten Jahr kamen 3 Teile von der Jugendthriller Serie „Das Tal“ bei Arena Verlag heraus und wurden – nicht nur bei den jugendlichen Lesern – begeistert aufgenommen. Nun dürfen wir uns im Februar auf den vierten Teil freuen.

Krystyna Kuhn wurde 1960 als siebtes von acht Kindern in Würzburg geboren. Sie studierte Slawistik, Germanistik und Kunstgeschichte und arbeitete als Redakteurin. Seit 1998 ist sie freischaffende Autorin und schreibt mit großem Erfolg Thriller. Ihre Romane bei Arena wie „Schneewittchenfalle“ oder „Dornröschengift“ wurden allesamt zu Bestsellern. Krystyna Kuhn lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt.

Sendet eure Fragen an die Autorin bis zum 09. Januar 2011 23.59 Uhr an tinesbuecherwelt@web.de Betreff Krystyna Kuhn.

Unter allen Einsendern wird ein Buch der Autorin verlost.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Auslosung des 3. 24-h-Advent-Gewinnspiels

Es ist soweit….

die Lose des verlängerten 3. 24-h-Advent-Gewinnspiels wurden gezogen. Es waren wieder knapp 200 Emails die eingegangen sind und ich bin herzlich froh nicht diejenige sein zu müssen, die entscheidet. Dieses mal war mein Mann die „Glücksfee“.

Die Gewinner sind:



Nina W./Hamburg

 

Susanne Sch./Landshut

Emma S./Kassel

Ich gratuliere herzlich allen Gewinnern!

Nächsten Sonntag ist dann – wie erwartet – der 4. Advent und natürlich startet dann auch das 4. 24-h-Advents-Gewinnspiel. Diesmal hoffentlich pünktlich :-)

24-h-Adventsgewinnspiel 3. Advent inkl Verlängerung

Ihr lieben, die Technik hat mich im Stich gelassen. Eigentlich sollte heute Nacht um 0.00 Uhr das Gewinnspiel automatisch starten. Natürlich war ich gerade diesmal nicht online um es zu überprüfen und auf Grund Fußballturnier und heimischen Christkindlmarkt ist es mir jetzt gerade erst aufgefallen.

Dafür entschuldige ich mich natürlich und werde das Gewinnspiel verlängern.

 

Es läuft daher ab sofort bis Montag, 13.12.10 24.00 Uhr

Advent, Advent ein Lichtlein brennt…

erst eins

dann zwei

dann drei


 

Natürlich wollt ihr wissen, was es zu gewinnen gibt?

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Hinter dem 3. Adventslichtlein verbirgt sich

 

 

 

die Edelstein Trilogie von Kerstin Gier


 

Unter allen Einsendern wird je ein Exemplar von


Rubinrot, Saphirblau und Smaragdgrün

verlost!

 

von Kerstin Gier persönlich signiert mit gewünschtem Namen versehen und mit einem von ihren berühmten Stempeln versehen!

DAS GEWINNSPIEL ist BEENDET

Bitte schreibt mir also bis Montag, 13.12.2010 24.00 Uhr eine Email mit eurer Adresse. Betreff 3. Advent. Solltet ihr schon das eine oder andere Band besitzen dürft ihr mir das auch schreiben.

Aus allen Einsendungen werden die 3 Gewinner ausgelost!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Interview mit Carina Bargmann

Liebe Frau Bargmann, Sie haben schon sehr jung Ihren ersten Roman veröffentlicht und mit Sayuri eine wunderbare Fantasygeschichte für junge Leser in die Buchläden gebracht. Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Buch?

Einige Charaktere hatte ich schon länger im Kopf. In Zusammenarbeit mit dem Verlag hat sich die Geschichte zu den Charakteren entwickelt. Die Inspiration dafür hab ich aus dem Alltag genommen. Aber ich kann sie an keinen Ereignissen in meinem Leben fest machen. Eine Geschichte entwickelt sich vom ersten Gedanken bis zum ersten Satz, den ich aufschreibe, noch häufig, während ich sie im Kopf ausarbeite. Dabei kann mich alles beeinflussen, was mir in der Zeit begegnet.

Hat es lange gedauert, bis Sie die Zusage vom Arena Verlag bekamen? Oder überhaupt bis sich ein Verlag für eines Ihrer Manuskripte interessierte?

 

Ich hatte zuerst einen Agenten, bevor ich mich an einen Verlag wandte. Mein Agent hat den Kontakt hergestellt und mir den Verlag vermittelt. Die Zusage vom Verlag kam, kurz nach der Kontaktaufnahme. „Sayuri“ ist erst im Anschluss entstanden. Die Arbeit mit dem Verlag zusammen hat mir großen Spaß gemacht. Es ist etwas ganz anderes, als seine Geschichten nur für sich und für ein paar Freunde zu schreiben.

 

Haben Sie sich direkt an den Verlag/die Verlage gewandt oder über einen Agenten?

Ich bin auf einen Agenten aufmerksam gemacht worden und habe ihn, nachdem ich es einmal bei einem Verlag probiert hatte, angeschrieben. Daraus ist eine wunderbare Zusammenarbeit entstanden, die mir großen Spaß macht!

Haben Sie bestimmte Schreibrituale?

Nein, ich hab keine Rituale. Aber ich höre meistens Musik, wenn ich am Laptop schreibe, und schaffe am meisten, wenn ich mich abends dran setzte.

War es schon immer Ihr Traum, irgendwann ein Buch zu veröffentlichen?

Anfangs nicht. Aber was heißt auch „immer“? Mit zehn Jahren habe ich darüber noch nicht nachgedacht. Mit vierzehn hatte ich erstmals den Traum vom Autorendasein. Damals hab ich ihn allerdings als utopisch verdrängt. Ganz ist mir das aber doch nicht gelungen. Und ich hab begonnen, mich über die Verlagswelt zu informieren.

Wann haben Sie angefangen ihre ersten Geschichten zu schreiben?


Erzählt habe ich schon immer viel. Die erste Geschichte, die ich am Computer geschrieben habe und die länger als fünf Seiten wurde, habe ich mit 13 Jahren geschrieben. Die Geschichte hatte am Ende über hundert Seiten. Das hat mir großen Spaß gemacht, deshalb hab ich weiter geschrieben und immer neue Geschichten erfunden.

Woher nehmen Sie die Ideen und Inspirationen?

Als Inspiration nutze ich alles, was mir in meinem Leben begegnet. Alles, was mich beeinflusst, beeinflusst auch meine Geschichten. Manchmal sind das Gespräche, manchmal sind das Zeitungsartikel und manchmal Bücher oder Filme. Die Eindrücke, Gefühle und Gedanken dazu verarbeite ich mal mehr, mal weniger in meinen Geschichten. Häufig passiert das auch unbewusst. Darüber denke ich nicht nach.

Ist Schriftstellerin ein Berufswunsch von Ihnen?

Sicher weiß ich das noch nicht. Ich werde immer schreiben, solange irgendein Freund sich dafür interessiert und meine Geschichten liest, aber ich möchte nicht nur in meinem Zimmer sitzen und schreiben, sondern auch ganz viel erleben. Und nach der Schule möchte ich studieren. Solange bleibt das Schreiben auf jeden Fall ein Hobby für mich.

Ist es schwierig sich in Ihrem Alter in der Welt der Autoren und Verlage durchzusetzen?

Dank meinem Agenten habe ich da überhaupt keine Probleme. Ich glaube auch, dass das Alter da nicht so sehr entscheidend ist. Vom Verlag und von meinem Agenten werde ich als Autorin ernst genommen, nur so kann die Zusammenarbeit funktionieren. Und dann macht das Zusammenarbeiten auch Spaß.

Wie haben Sie es zeitlich geschafft neben der Schule ein Buch zu schreiben?

Das ist eine Frage, die ich mir inzwischen auch manchmal stelle. Ich weiß es nicht. Ich kann einfach nicht anders als schreiben, wenn mir ein Gedanke kommt und ein Charakter durch den Kopf geistert. Dann beginne ich über ihn zu schreiben und habe auch die Zeit dafür, obwohl die Schule die höchste Priorität hat. Manchmal muss die Geschichte auch ein paar Tage liegen bleiben, bis die Klausuren und die Lernphasen vorbei sind. Das ist manchmal ganz schön schwierig.

Wie in Ihrer Biografie nachzulesen ist, interessieren Sie sich für die Japanische Sprache. Woher kommt Ihr Interesse an dieser? Was fasziniert Sie an der asiatischen Kultur? Es ist ja doch eher ungewöhnlich!

Japanisch-Unterricht wurde an meiner Schule angeboten und es hat mich interessiert, gerade weil es eher ungewöhnlich war. Ich fand es spannend, Schriftzeichen zu lernen und den Aufbau einer Sprache kennen zu lernen, die ganz andere Strukturen hat, als die deutsche Sprache. An der Kultur fasziniert mich vor allem der Spagat, den Japan zwischen Tradition und High-Tech schafft.

Lesen Sie japanische Bücher bzw. sehen Sie sich japanische Filme an oder hatten Sie vielleicht sogar schon die Möglichkeit, Ihre japanischen Sprachkenntnisse direkt einzusetzen?

Nein. Ich habe Mangas eine Zeit lang begeistert gelesen und auch mal den einen oder anderen Film entsprechend gesehen. Aber meine Sprachkenntnisse haben noch nie Anwendung gefunden und inzwischen habe ich auch nicht mehr viel damit zu tun. Für meine Geschichten habe ich mich für japanische Namen entschieden, weil sie mir vom Klang gefielen und ihre Bedeutungen zu den Charakteren passten.

Wie stellen Sie sich Ihre Zukunft vor? Einen Beruf erlernen/studieren und nebenbei Bücher schreiben?

Ich möchte nach der Schule auf jeden Fall studieren. Schreiben werde ich nebenher auch, einfach, weil ich es nicht sein lassen kann. Ich bin gespannt, wie sich meine Hobbys mit einem Studium vereinbaren lassen.

Lesen auch in der Freizeit gerne Fantasyromane? Oder was ist Ihr bevorzugtes Genre?

Fantasyromane sind auf jeden Fall in der Überzahl, wenn ich einen Blick in mein Bücherregal werfe. Aber ich lese auch gerne Krimis oder historische Romane. Wichtig sind mir die Atmosphäre, der Schreibstil und die Charaktere in den Geschichten.

Haben Sie einen Lieblingsautor?

Es gibt mehrere Autoren, deren Werke ich gerne lese. Zum Beispiel Markus Heitz oder Christoph Marzi oder Ulrike Schweikert. Einen Lieblingsautoren, den ich schon immer gerne gelesen habe und von dem ich alle Bücher besitze, gibt es nicht.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?

In den letzten Wochen hatte ich wenig Zeit zum Lesen. Ich glaub, das letzte, was ich gelesen habe, war ein Geo-Artikel. Das letzte Buch müsste „Tartufo“ gewesen sein.

Was sagt Ihre Familie zu Ihrem Buch und dem Erfolg?

Sie freuen sich mit mir und sind stolz! Und das freut mich riesig. Erfolg macht nur Spaß, wenn man jemanden hat, mit dem man sich zusammen darüber freuen kann.

Hat sich der Umgang Ihrer Freunde zu Ihnen verändert?

Zum Glück nicht. Es gab um die Veröffentlichung ein bisschen mehr Gespräche darüber und Freude, aber der Umgang mit meinen Freunden ist der gleiche geblieben. Darüber bin ich froh. In der Schule bin ich nur eine Mitschülerin und das Schreiben ist ein Hobby, so wie jeder Mensch seine Hobbys hat. Das finde ich wunderbar so.

Wurden Sie oft von den Mitschülern angesprochen und was sagt Ihr Deutschlehrer zu dem Buch?

Meine Deutschlehrerin hat noch kein Wort darüber verloren. Ich bin froh, dass die Veröffentlichung im Unterricht für mich nichts verändert hat. Manchmal werde ich von Mitschülern darauf angesprochen, aber das ist eher seltener. Aber über Glückwünsche, Fragen oder einfach nur die Aussage: „Ich hab das Buch gelesen, es war toll!“ freue ich mich riesig.

Haben Sie während des Schreibens damit gerechnet, dass Sayuri ein solcher Erfolg wird?

Nein. Vielmehr habe ich mich immer mehr hinterfragt, als ich es fast zu Ende geschrieben hatte. Da kamen dann Zweifel und tausend Ideen, wie man es besser hätte machen können. Und mir fiel ganz viel auf, das ich plötzlich ungünstig oder ungeschickt fand. Ich wurde richtig kritisch und hatte fast schon Angst vor dem Fazit einiger Menschen, die mir sehr wichtig sind. Zu meiner Freude war das Feedback aller bisher aber wirklich positiv.

Arbeiten Sie schon an Ihrem nächsten Buch? Wenn ja, können Sie uns schon irgendetwas darüber verraten? Wird es mit Sayuri weitergehen, oder kommt etwas ganz eigenständiges heraus?

Meine nächste Geschichte wird eine ganz andere. Zu „Sayuri“ wird es keine Fortsetzung geben. Allerdings werde ich weiterhin Fantasyromane schreiben. Mehr möchte ich aber noch nicht verraten.

Was würden Sie jungen Menschen raten, die gerne Schreiben und ein Buch veröffentlichen wollen?

Ich würde raten, sich Leser zu suchen, die ehrlich und hart kritisieren. Nur durch Kritik kann man besser werden. Dann braucht man auf der einen Seite eine harte Schale, weil man die Kritik nie persönlich nehmen darf, aber man muss auch bereit sein, die Kritik anzunehmen. Das heißt nicht immer, dass man seine Geschichten oder Schreibstil ändern muss. Auch Kritik muss hinterfragt werden. Aber es gibt einem die Chance, sich zu verbessern. Und dann muss man am Ball bleiben und schreiben, schreiben, schreiben.

Herzlichen Dank für das Beantworten der Fragen!

©Tine Schweizer

Kerstin Gier las auf der Müncher Bücherschau

 

Im Rahmen des Literaturfestes München, findet derzeit vom 18. November – 05. Dezember 2010 die 51. Münchner Bücherschau statt.

Diese habe ich letzten Sonntag besucht und mir die kleine, aber feine Ausstellung angesehn. Natürlich blieb es nicht aus, dass auch der eine oder andere Buchwunsch auf meiner Liste landete :-) . Nicht nur für Erwachsene gab es viel zu entdecken, sondern ein großer Bereich für Kinder- und Jugendliteratur erwartete die großen und kleinen Besucher.

Hier mal ein paar Eindrücke:

Neue Bücher von Münchner Autoren und Autorinnen

achtung Lupe rausgeholt:


 

Aber ich war ja nicht nur wegen der Bücherschau dort, nein eigentlich gab es einen viel wichtigeren Grund für mich, genau an diesem Tag dort aufzuschlagen.

 

Kerstin Gier hat es nämlich endlich nach München geschafft :-) !!!

Wer mich kennt, weiß wie sehr ich Ihre Bücher schätze. Daher konnte ich mir diese Gelegenheit sie wieder persönlich zu Treffen und ihrer Lesung zu lauschen nicht entgehen lassen.

Lesungsbeginn: 15 Uhr

Schon um 14 Uhr hing eine große Traube Menschen mit erwartungsvollen Gesichtern vor dem „Kleinen Konzertsaal“ (welcher im übrigen schlappe 191 Leute fassen kann). Nachdem ich gehört hatte, dass die Lesung ausverkauft war, schlug ich auch schon meinen Platz dort auf. Wie erwartet waren viele junge Mädchen anwesend. Aber gottlob nicht nur :-)

Das ich eine gute Position hatte, merkte ich auch dann, als Kerstin kam. Sich durch das Gewühl schlängelnd in der Begleitung mehrer Damen, traff sie dann auch auf mich und wir konnten auch kurz einige Worte austauschen.

14.45 Uhr wurde der Startschuss gegeben und alle durften rein. Und das war keinesfalls so einfach, wie es sich liest. Zwischen allen, die rein wollten, passte nicht mal ein Blatt Papier mehr. Es wurde von hinten noch extra draufgedrängelt und das war keine sehr angenehme Erfahrung dort so extrem eingequetscht zu werden.

kleiner, wenn auch verschwommener Eindruck vom ausverkauften Saal

Karla bei der Arbeit

Ein Platz in der ersten Reihe war schnell gefunden und nach ein paar Worten mit den netten Mädels von www.radio-feierwerk.de und Karla von Lovelybooks, sowie meiner Nachbarin zur Rechten Seite, war es dann soweit. Einige einleitende Worte später betrat Kerstin Gier die Bühne.

Gewohnt charmant, witzig mit einem Hauch Ironie in der Stimme fing sie an zu erzählen und mit dem Puplikum zu agieren.

Wie ein paar Nachfragen ihrereseits ergaben, kannte doch ein Großteil der (zu 99,9% weiblichen)Anwesenden die Bücher schon (wesentlich weniger hatten übrigens die Lösung des Rätsels in Saphirblau gefunden). Auch der begleitende anwesende Vater wurde mit den rechten Worten bedacht (er könne ruhig schlafen, das störe sie nicht).

Mit unnacharmlicher liebenswerter Art brachte sie auch die Zuschauer dazu, sie nicht immer mit den roten Lichtern der Fotoapparate zu blenden. (Liebe Kerstin, dir zu liebe stelle ich auch KEIN Foto von links unten geknipst ein).

Aber zurück zum wesentlichen. Zuerst haben wir uns mit Ausschnitten von Saphirblau entführen lassen. Ich hätte echt noch länger zuhören können. Aber alle (natürlich auch ich) warteten gespannt auf Ausschnitte von Smaragdgrün. Und Kerstin enttäuschte uns nicht. Mit einem dicken Stapel des Manuskripts (was aber wohl nur knapp 1/3 des Gesamtwerks war) durften wir Einblicke in den Abschluss der Edelstein-Trilogie erleben.

Nach Beendigung, der von vielen Lachern begleiteten Lesung stand Kerstin noch den Zuhörern Rede und Antwort.

Unter anderem, dass sie weder Einfluss auf das Drehbuch von Rubinrot hat, noch die Schauspieler aussucht, noch weiß wann der Film wirklich erscheinen soll. Sämtliche Rechte an dem Filmwerk wurden abgegeben. (Anmerkunge Hier erfahrt ihr mehr: MEM Film)

Auch verriet sie, dass wir uns als nächstes auf eine romantische Komödie für Erwachsene freuen dürfen. Gut die jugendlichen Leser wird’s vielleicht nicht so freuen, aber ich fand die Aussicht sehr erbaulich.

Leider war alles viel zu schnell nach etwas mehr als einer Stunde zu Ende. Doch nicht ganz: vor dem Saal baute sich dann eine riiiiiiiiiesen Warteschlange auf um die mitgebrachten (oder dort gekauften) Bücher und Eintrittskarten signieren zu lassen.


Nachdem ich auch noch gut Zeit an diesem Tag hatte, habe ich es mir nicht nehmen lassen und mich ganz hinten angestellt. Gut das ich bedruckte Seiten zum ablenken dabei hatte, denn bei dieser Schlange dauerte es auch noch eine ganze Weile, bis ich an dem Signiertisch wieder angelangt war.

Ich bewundere Kerstin, die wirklich unermüdlich signierte, unterstützt von einer netten Dame, welche die Stempel in die Bücher druckte.

Später hatte ich  noch kurz – zwischen drei Interviews – Zeit mit ihre ein paar Worte zu wechseln. Und obwohl sie bestimmt müde war, lies sie sich das nicht anmerken, sondern war genauso lieb wie eh und je.

Es war ein langer, aber schön Tag für mich gewesen!


 

Mittlerweile wurde auch bekannt, das am 08. Dezember 2010 nun der 3. Edelsteinband Smaragdgrün im Handel erhältlich sein wird. Dieser Band wird die beiden Vorgänger von der Dicke her noch übertreffen: 450 Seiten erwarten alle gespannte Leser.

(Rubinrot 345 Seiten/Saphirblau 400 Seiten)

 

Wer nicht in München sein konnte, der hatte die Gelegenheit Kerstin Gier Live im Internet via Livestreamlesung von Lovelybooks zu erleben. Und hier kann man es sich nun auch noch so oft man will anschauen. Ich habs auch nochmal erlebt und bin überrascht, wie gleich und doch unterschiedlich es zur LiveLesung war. Aber natürlich kann das Internet nicht die Atmosphäre im Saal übertragen. Dennoch eine sehr gelungen Übertragung.

Wie ich erfahren habe, wird demnächst auch bei Radio-Feierwerk zu dieser Lesung eine Übertragung und Interview stattfinden.

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Mein Bericht über die Lesung 2009

Interview mit Kerstin Gier

Rezension zu

RubrinrotSaphierblau


Verkaufstart von Smaragdgrün

Das warten hat fast ein Ende
soeben kam der Newsletter von Arena Verlag mit folgendem Inhalt:
…wenn schon das dritte Lichtlein brennt …
hast du das grüne Buch verpennt!
Der Verkaufsstart von Kerstin Giers “Smaragdgrün” ist der 8. Dezember.
Bis dahin seid ihr herzlich eingeladen, dem Leseproben-Countdown im Arena Forum zu folgen. Ein erstes Stück Leseprobe findet ihr unter www.smaragdgruenlesen.de, die Leseprobe wird dann täglich im Forum fortgesetzt.