Tag-Archiv | Jeanine Krock

Auflösung des Gewinnspiels mit Jeanine Krock

Zahlreiche Einsendungen hab ich wieder erhalten und die Auslosung war dadurch natürlich wieder sehr spannend!

Hier die Auflösung:

a) in welchem Verlag ist die Novelle Himmelsschwingen gerade erschienen
HEYNE Verlag
b) welche Bücher wurden von Jeanine Krock in diesem Verlag veröffentlicht?
Flügelschlag, Wind der der Zeiten und eben jetzt auch Himmelsschwingen

und die glückliche Gewinnerin ist

Kerstin M.

Herzliche Glückwünsche!!!!

_______________________

Meine Rezensionen zu

Interview mit Jeanine Krock

 

Rezension – Jeanine Krock ~ Himmelsschwingen

Jeanine Krock – Novelle: Himmelschwingen

ISBN: 978-3-453-52899-4   9. Januar 2012

Preis: 5,99 Euro 160 Seiten Verlag: Heyne

Als es hieß, dass es zu Flügelschlag eine Vorgeschichte gibt, war ich sehr gespannt. Mit Novellen habe ich mich aber bisher noch nicht auseinandergesetzt gehabt und wollte natürlich den Unterschied zum Roman wissen.

Jeanine Krocks Erzählung von Iris und dem Engelsgeneral Samjiel ist voller Gefühl und Spannung. Engel dürfen nicht lieben? Genau das verlangen aber ihre Regeln. Wer doch den Gefühlen nachgibt, der wird von Luzifers Schergen, genauso wie von dem Himmlischen Heer gejagt. Und Samjiel allen voran. Bis er plötzlich seine Gefühle entdeckt…

Die Autorin beschränkt sich hier natürlich hauptsächlich um diese beiden Engelsprotagonisten, aber auch die Umgebungsbeschreibung, sowie die der wenigen anderen Personen ist sehr gelungen.

Das Ende ist gewöhnungsbedürftig, schön und doch anders als gedacht…. Es war ein ganz besonderer Showdown. Der Leser wurde eingeladen mitzufiebern, zu hoffen und bangen, sowie einfach den Atem anzuhalten, als es zum Ende hingeht.

Wenn man die Zeit dazu hat, kann man dies wunderbar an einem Zug durchlesen und braucht diese Welt nicht zu verlassen!

Eine wunderbare Liebesgeschichte mit ungewöhnlichen Protagonisten.

Abgerundet wird diese Novelle durch ein Interview mit der Autorin und einer kleinen Leseprobe von Flügelschlag!

©Tine Schweizer

Information:
Eine Novelle ist eine kürzere Erzählung in Prosaform, mit mittlerer Länge.
Mehr dazu auf Wikipedia

Weitere Rezensionen:

Krock, Jeanine

 

[Neu im Regal] Himmlische Post

Heute habe ich wirklich Himmlische Post erhalten


Jeanine Krock´s Novelle „Himmelschwingen“ ist bei mir eingetroffen, zusammen mit einem kleinen Engelchen, der mich immer wärmen soll.

Himmelsschwingen spielt von der Handlung her VOR Flügelschlag!

Und wenn ich ehrlich bin, habe ich gerade schon ein paar Seiten gelesen und werde gleich weiterlesen, sobald es mir die Zeit erlaubt. Schon jetzt bin ich gespannt wie es weitergeht…

 

Ein zweites Buch ist auch angekommen, allerdings eher für meinen großen Sohn! Dieser hat gerade die beiden ersten Bände dieser Trilogie von Peter Freund  gelesen und für ihn als Überraschung gibt es heute dann den 3. Teil!

Antworten und gewinnen mit Jeanine Krock

Zum heutigen Erscheinungstermin von der Jeanine Krock´s Novelle “Himmelsschwingen“ ist es wieder an der Zeit für ein neues Gewinnspiel.

Beantwortet mir folgende Fragen und ihr kommt in den Lostopf für folgenden tollen Doppelgewinn.

Ihr könnt nicht nur die Neuerscheinung von Himmelsschwingen gewinnen, sondern gleich mit dazu noch Flügelschlag. Beide Bücher persönlich für euch von der Autorin signiert.

 

a) in welchem Verlag ist die Novelle Himmelsschwingen gerade erschienen

b) welche Bücher wurden von Jeanine Krock in diesem Verlag veröffentlicht?

 

Sendet eure Antworten an schweipa@web.de Einsendeschluss: 15.01.2011 23.59 Uhr Betreff Gewinnspiel Krock!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!!!

 

 

 

Rezension – Jeanine Krock ~ Flügelschlag

Als Juna, eine junge Tierärztin, eines Abends den verletzten Arian in ihrem Schlafzimmer vorfindet, ändert sich ihr Leben für immer. Denn Arian ist nicht nur gefährlich schön, sondern auch ein gefallener Engel – auf die Erde gesandt, um das Verschwinden der Schutzengel aufzuklären. Doch seine Ankunft blieb auch den dunklen Mächten nicht verborgen und so schwebt Juna plötzlich in höchster Gefahr.

Liebe, Verrat, Gut und Böse alles wird durcheinander gemixt und der Cocktail ist eine interessante mitreisende Mischung – und es ist manchmal schwer das richtige zu erkennen. Den wer definiert was Gut und was Böse ist. Werden gefallene Engel automatisch böse? Müssen Dämonen nur schlechtes tun? Und Engel nur gutes? Welten und Ansichten verschieben sich.

Zwei Protagonisten auf der Suche nach sich selbst und ihrer Herkunft. Alle Personen, egal ob gut oder böse, Dämon, Engel, Fee oder Mensch sind detailliert beschrieben und nachvollziehbar.

Mit Filmreifen Beschreibungen werden wir an verschiedene Orte auf unserer Welt, wie auch in Himmel und Hölle entführt.

Trotz (oder vielleicht gerade deswegen) einiger Länge des Romans ist es faszinierend wie Jeanine Krock es schafft diese eigene vielschichtige und komplexe Welt zu erschaffen und in sich ein rundes schlüssiges Bild zu zeichnen. Keine Frage bleibt offen und noch zum Schluss hin bringt sie einen grandiosen Höhepunkt zustande.

Während des Lesens war ich mich oft nicht sicher, ob ich überhaupt Luft geholt habe. Zeiten dazu gab es nur wenig, denn sofort ging es rasant weiter. Dadurch das die Kapitel sehr lang sind fordert jedes für sich auch seine Zeit, so dass es zum „Zwischendurchlesen“ weniger geeignet ist.

Im Grunde enthält dieser 720 Seiten starke Roman zwei Teile die sich ergänzen, welche aber ineinanderübergehn.

Im zweiten Teil dominiert der Marquis, ein Dämon sehr lange und gerade hier ist man hin und her gerissen zwischen: Grundsätzlich ablehnen, denn er ist ein Dämon oder ihn einfach total sympathisch finden. Hier schaffte es die Autorin sich nochmal zu steigern und den Leser weiter im Bann zu halten.

Fazit: ein himmlisch-dämonischer Roman in dem die Grenzen verschoben und verwischt werden. Viele Sympathische Protagonisten und tolle Szenen. Die Erotik ist vorhanden und bleibt doch eher im Hintergrund. Trotz zugegebenermaßen einiger Länge dieses Romans und der einen oder anderen kleinen Schwachstelle einfach lesenswert. Eine Verfilmung dieses Buches würde mich richtig interessiern, denn es ist so lebendig geschrieben, das man sich das fast schon vorstellen kann, wie es auf einer großen Kinoleinwand aussehen würde.

Das engelhafte Klappcover alleine ist schon ein Hinkucker für sich.

Jeanine Krock wurde in Braunschweig geboren und war unter anderem in Frankreich, Griechenland sowie Großbritannien als Model-Bookerin und Costumiére tätig. Zudem hat sie im Musical Theater und als Relocation Consultant gearbeitet. Nach den großen Erfolgen ihrer düster-romantischen Romane “Der Venuspakt” und “Die Sternseherin” lebt und arbeitet sie inzwischen als freie Autorin in Norddeutschland

©Tine Schweizer

_____________________________________________________________________________________________________

ISBN: 978-3-453-52707-2 Preis: 14,00 Euro Verlag: Heyne

Interview mit Jeanine Krock

weitere Bücher der Autorin

Licht&Schatten-Reihe

Der Venuspakt (Band 1)

Die Sternseherin (Band 2)

Blutkristall (Band 3) (erscheint 2011 bei Egmont-Lyx)

Fortsetzung ist geplant


Interview mit Jeanine Krock

Liebe Frau Krock, herzlichen Dank das Sie sich die Zeit nehmen für dieses Interview. Vor kurzem ist Ihr neuester Roman „Flügelschlag“ erschienen. Damit begeben Sie sich auf eine neue Ebene der paranormalen Romane.

Liebe Fragende, herzlichen Dank für dieses überwältigende Interesse. Zum Glück habe sich einige Schwerpunkte herauskristallisiert, auf die ich mich konzentrieren werde …

Wie kamen Sie auf die Idee über Engel zu schreiben, was ist so faszinierend an Engeln und Vampiren und was hat sie dazu inspiriert von Vampiren zu Engel als Hauptprotagonisten zu wechseln?

Ich mag das Mysthische und magische Geschöpfe wie Feen, Zauberinnen, Drachen und eben auch Vampire lagen mir schon immer am Herzen.

Die Idee zu Flügelschlag kam mir vor einigen Jahren beim Betrachten einer außergewöhnlichen Luzifer-Statue in Liège (Belgien). Sie verlangte einfach danach, dass ich mich näher mit ihr beschäftigte und irgendwann war die Zeit für meine Geschichte eines gefallenen Engels reif. Also habe ich dem Agenten von der Idee erzählt und wenig später fand das erste Treffen mit meiner Lektorin bei Heyne statt.

Spielt hier womöglich ein gewisser „Glaube“ an solche Wesen eine Rolle?

Ob ich abends unters Bett schaue, um sicher zu gehen, dass dort nichts Unheimliches auf mich lauert? ‘lacht’

Nein, aber während ich über meine Figuren schreibe, erwachen sie zum Leben und mit ein bisschen Glück geschieht dieses Wunder später auch bei den Leserinnen und Lesern.

Wie lange haben Sie an „Flügelschlag“ geschrieben und gearbeitet?

Das ist schwer zu sagen. Wie erwähnt, gab es die Idee dazu schon länger. Im letzten Jahr war ich in Glasgow (wo ein Großteil der Story angesiedelt ist) und bevor ich mit dem Schreiben begann, habe ich mich – wann immer ein bisschen Zeit dafür war – intensiv mit dem Engelmythos beschäftigt. Insgesamt dürfte ich so etwa zwei Jahre für die Vorbereitung und das Schreiben gebraucht haben.

Für welche Zielgruppe haben Sie dieses Buch konzipiert und wie würden Sie jemanden „Flügelschlag“ empfehlen, warum er dieses Buch lesen sollte?

Ehrlich gesagt, ich weiß es nicht. Ich schreibe auf, was mir in meinen Fantasiewelten begegnet und sehe mich deshalb mehr als … Wortfinderin. Der Begriff gefällt mir. Sagen wir mal so: Ich finde die hoffentlich passenden Worte für längst vorhandene Geschichten und das Marketing überlasse ich den Verlags-Profis.

Kürzlich hat mich eine Kritikerin gefragt, ob ich rot werden kann. Dies wäre so eine Situation. Ich fände es ein bisschen peinlich, mein Buch anzupreisen wie einen saftigen Apfel auf dem Markt. Wenn es denn sein müsste, dann würde ich womöglich murmeln: ‘Das ist das Beste, was ich bisher geschrieben habe.’ Das sage ich aber immer. ‘lacht’

Arbeiten Sie schon an einem neuen Projekt? Wird es eine Fortsetzung der „Licht & Schatten“ Reihe geben? Gibt es schon einen Erscheinungstermin für „Der Blutkristall“ beim Egmont-Lyx Verlag?

Dreimal „Ja“. Ich arbeite derzeit an einer Fortsetzung der „Licht & Schatten“-Reihe, die 2011 erscheinen soll.

Egmont-Lyx wird „Der Blutkristall“ (Teil III der Reihe) im Programm Frühjahr/Sommer 2011 haben und ich darf bereits verraten, dass dass ich den Coverentwurf als Schreibtischhintergrund auf meinem Computer installiert habe, weil er mir so gut gefällt. Im Wechsel übrigens mit dem Flügelschlag-Cover und einem gewissen Julen, dem atemberaubenden Dunkelelf, der es immer wieder darauf anlegt, mich vom Schreiben seiner neuen Story abzulenken.

Könnten Sie sich allgemein vorstellen, ein Buch in einem anderen Genre als Fantasy zu schreiben? Vielleicht irgendwann ein Buch über das Modebusiness?

Aber ja! Ich glaube jeder Autor träumt manchmal von einem Ausflug in andere Gefilde. Ideen habe ich da einige. Mich fasziniert unter anderem die Kostüm- und Kulturgeschichte ungemein und dementsprechend bietet sich natürlich auch historischer Stoff an. Ein Buch ausschließlich über das heutige Mode- und Model-Business plane ich derzeit nicht, lieber nutze ich meine Erfahrungen in diesem Bereich für andere Romane.

Haben Sie auch schon Freunde und Familie als Vorlage mit eingearbeitet?

Um Himmels Willen, nein! Nun ja, vielleicht … ein bisschen. Es bleibt nicht aus, dass Autoren sich an realen Personen orientieren, wenn sie realischtische Charaktere entwerfen wollen. Das Problem ist nur: sobald man zu nahe an der Realität bleibt, dann wird die Figur häufig von den Lesern als unglaubwürdig empfunden.

Ich weiß nicht, was dabei im menschlichen Gehirn geschieht, aber die Dramaturgie in Büchern und auch Filmen folgt eben zumeist anderen Regeln, als die Dramaturgie des Lebens.

Was mögen Sie lieber – Reihen/Serien oder in sich abgeschlossene Romane.

Um diese Frage als Schriftstellerin ordentlich beantworten zu können, müsste ich viel mehr Erfahrung mit beidem haben.

Zum Glück bin ich aber auch Leserin und da mag ich es oft recht gern, auch beim nächsten Buch in eine Welt eintauchen zu können, in der ich mich bereits gut auskenne. Es liest sich dann leichter und die Figuren sind vielleicht sogar alte Bekannte. Ein großer, abgeschlossener Fantasy-Roman erfordert beim Lesen häufig mehr Konzentration. Die fremde, magische Welt, die Helden, die Story … All das kann sich in einer Reihe langsamer entwickeln, als in einem einzigen Buch.

Ich mag im Genre-Bereich beides gern. Die Serien oder Reihen-Romane sind dann oft für unterwegs oder um vor dem Einschlafen im Bett noch ein bisschen zu lesen. Und die anderen hebe ich mir für lange Abende am Kamin auf – oder wohin auch immer man sich mit einem guten Buch zurückziehen mag. Dazu eine gute Tasse Tee oder ein Glas Wein, leise Musik im Hintergrund und dann so richtig abtauchen.

Welches Ihrer Romane liegt Ihnen persönlich am meisten am Herzen und warum?

Immer der Roman, an dem ich gerade schreibe. Darauf konzentriere ich mich, an bereits veröffentlichen Geschichten kann ich ohnehin nichts mehr ändern.

Bisher hat jedes Ihrer Bücher ein wunderschönes und einzigartiges Cover. Welches ist davon ihr Lieblingscover?

Erst einmal herzlichen Dank für das Kompliment! Das Cover von „Der Venuspakt“ bei Ubooks war seinerzeit sicher ein Trendsetter. Die Lyx-Cover der Licht & Schatten-Reihe sind, wenn man sich das Gesamtprogramm ansieht, sehr ungewöhnlich und Heyne hat mit ‘Flügelschlag’ ebenfalls einen neuen Trend gesetzt, ich finde es wunderschön.

Wie viel Einfluss haben Sie auf die Covergestaltung Ihrer bisher erschienen Bücher? Würden Sie sagen, dass die Covergestaltung einen erheblichen Einfluss auf das spätere Marketing eines Buches hat?

Ich glaube schon, dass ein attraktives Cover viel für ein Buch tun kann. Darum sollte man die Gestaltung ruhig den Designern überlassen. Wenn mir allerdings etwas wirklich nicht gefällt, dann möchte ich schon gehört werden. Zum Glück war dies bisher aber eher die Ausnahme.

Wie und wo schreiben Sie am liebsten? Gibt es einen bestimmten Ort, an dem Sie besonders gut schreiben können?

Ich brauche einen klaren Kopf, eine gute Tasse Tee mit Milch und Zucker sowie einen zufriedenen Hund unter meinem Schreibtisch. Längere Zugfahrten auf bekannten Strecken funktionieren bei mir erstaunlicherweise auch gelegentlich.

Jedes Jahr für einige Wochen im Jahr an einem abgelegenen Ort (irgendwo an der Küste bei mittleren Temperaturen) konzentriert arbeiten zu können, und das im Wechsel mit städtischem Leben, randvoll mit (Sub-)Kultur und guten Freunden, die bereitwillig Ideen oder Texte diskutieren und entwickeln – das ist mein Wunschtraum.

Haben Sie ein Grundkonzept fertig, bevor Sie anfangen, oder lassen Sie sich vom Geschriebenen inspirieren?

Ohne Konzept geht gar nichts. Zuerst einmal lässt sich kaum ein Verlag darauf ein, wenn man ihm eine vage Idee verkaufen will. Das Exposé muss Hand und Fuß haben. Ich sehe es als Gerüst der Story. Dazwischen lasse ich dann allerdings meiner Fantasie freien Lauf.

Wie ist das Gefühl, nach getaner Arbeit das Manuskript beim Verlag einzureichen?

Ich bin natürlich aufgeregt, wie meine Geschichte aufgenommen wird, aber mit der Abgabe beim Verlag ist es nicht getan. Nun beginnt der zweite Teil meiner Arbeit: das Lektorat.

Wenn man lange an einer Geschichte geschrieben hat, wachsen einem da die Protagonisten ans Herz?

Sehr sogar. Es ist ein bisschen, als würde ich in ein fernes Land auswandern. Mein Leben geht weiter, aber einige lieb gewonnene Freunde lasse ich auf unbestimmte Zeit zurück.

Sie haben einen interessanten Lebenslauf. Wie kamen Sie zum schreiben und war es schon länger Ihr Wunsch Schriftstellerin zu werden?

Der Grundstein wurde sicherlich in frühester Kindheit gelegt, als meinen Vorlesern (beide Eltern und meine Großmutter) langsam die geeigneten Geschichten ausgingen. Da habe ich eben begonnen, mir neue Abenteuer meiner Lieblingshelden auszudenken.

Zum Schreiben kam ich aber erst viel später. Ich saß nach einem Sportunfall vorübergehend im Rollstuhl und der Himmel drohte mir auf den Kopf zu fallen. So etwas kann auch bei robusteren Charakteren zu Schwermut führen und weil ich vorher beim Phantom der Oper gearbeitet hatte, war mein Hang zu theatralischen Erzählungen bereits recht ausgeprägt. Also tippte ich meine Erinnerungen in die Schreibmaschine – hey, das war im letzten Jahrhundert! – und steckte das Ergebnis in eine Schublade. Drei Umzüge später fiel mir das Manuskript wieder in die Hände. 2003 erschien mein erster Roman.

Erfolg bringt auch Neid mit sich. Lob und Kritik gehen außerdem Hand in Hand. Wie gehen Sie mit Kritik um?

Wahrscheinlich normal. Es kommt letztlich darauf an, um welche Art von Kritik es sich handelt und wie sie vorgetragen wird.

Konstruktive Kritik ist eine großartige Sache. Geeignete Testleser und Lektoren sind Meister darin. Auch sie schmerzt natürlich, besonders wenn sie zum Umdenken auffordert. Am Ende ist es jedoch immer ein gutes Gefühl, etwas dazugelernt zu haben.

Haben Sie Tipps für angehende Jungautoren?

Lesen, schreiben, aufmerksam zuhören …Schreibgruppen sind eine tolle Sache, Literaturagenten werden immer einflussreicher und ganz wichtig: Verlage bezahlen ihre Autoren – nicht umgekehrt. Und zur Sicherheit wäre wahrscheinlich ein Deal mit Fortuna nicht verkehrt. Der Markt ist hart umkämpft und es gehört immer auch ein bisschen Glück dazu, um mit der richtigen Geschichte zum richtigen Zeitpunkt einen geeigneten Verlag zu finden.

Was bringt Sie zum lachen?

Situationskomik, manchmal auch ein bisschen Schadenfreude, glückliche Momente, die Freude eines anderen Menschen … Es gibt viele Gründe, um fröhlich zu sein. Finden Sie nicht auch?

Wie gehen Ihre Freunde, Bekannte und Familie mit Ihrerem Erfolg um?

Für Menschen in „ordentlichen Berufen“ kann die Freundschaft zu einer Autorin, glaube ich, ziemlich anstrengend sein. Sie sitzt ständig zu Hause, geht aber trotzdem selten ans Telefon; hockt stundenlang hinter verschlossener Tür und mitten im Gespräch starrt sie plötzlich Löcher in die Luft, murmelt dabei wirres Zeug und kramt anschließend hektisch nach ihrem Notizbuch …

Vom Rest bekommen die meisten Bekannten aber gar nicht so viel mit. Die Menschen in meinem direkten Umfeld natürlich schon, weil sie die Ups and Downs eines Autorenalltags täglich live miterleben. Zum Glück begleiten sie meinen „komischen“ Job mit Langmut und durchaus etwas Stolz.

Haben Sie literarische Vorbilder und was lesen Sie selber am liebsten?

Vorbilder habe ich keine, obwohl es viele Schriftsteller gibt, die ich für ihre Arbeit, ihr Engagement oder auch ihre Disziplin bewundere. Literatur ist Geschmackssache und es gibt so unendliche viele großartige Bücher, dass ich keine Empfehlung geben kann. Mit einem besonderen Buch ist es wie mit der Liebe: Es begleitet uns vielleicht nicht durch das gesamte Leben aber wir werden immer mit einem einzigartigen Gefühl daran zurückdenken.

Vielen Dank für Ihr Interesse und für die inspirierenden Fragen. Es hat mir viel Freude gemacht, sie zu lesen und zu beantworten.

Der Gewinnerin Sandra S. möchte ich ganz herzlich gratulieren!

Herzlichen Grüße

Ihre

Jeanine Krock

Rezension – Jeanine Krock ~ Der Blutkristall

Die Vampirin Vivianne Causantín lebt unerkannt unter den Menschen. Da sie nicht altert, muss sie bald wieder ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und eine neue Identität annehmen.
Auch vor ihrer eigenen Rasse hat sie ein großes Geheimnis, das es zu bewahren gilt. Sie ist die Schwester der mächtigen Vampire Asher und Kieran und im Besitz des legendären Blutkristall-Rubins. Doch das Familienerbstück, um das sich viele Legenden ranken, wird ihr plötzlich gestohlen.
Ihr bleibt nichts anderes übrig, als sich schnellstens auf die Suche nach dem Juwel zu machen und dabei so unauffällig wie möglich zu agieren. Dabei erhält sie Hilfe von unerwarteter Seite und schon bald steht ihr Herz in Flammen …

Vivianne ist die Schwester der beiden Causantín Brüder Kieran und Asher, welche wir in „Der Venuspakt“ und „Die Sternseherin“ näher kennen gelernt haben. Allerdings spielen diese beiden hier nur eine untergeordnete Rolle und man muss diese Bücher nicht gelesen habe, um sich in „Der Blutkristall“ einlesen zu können. Allerdings ist es natürlich nicht verkehrt diese Reihe in der richtigen Reihenfolge zu lesen, um alle Hintergründe genau kennenzulernen.

Erstmal habe ich mir schwer getan mich mit Vivianne anzufreunden. Sie vermittelt den Eindruck eines verzogenen gelangweilten (Vampir)Görs. Doch schnell entwickelt sie sich und als aufmerksamer Leser lernt man, welcher Charakter ihn ihr steckt. Mit Morgan und Cyron wird ihr hier zwei sehr Eindrucksvolle und sehr geheimnisvolle Begleiter zur Seite gestellt.

Jeanine Krock lässt beim lesen sehr detailierte und beeindruckende Bilder der Städte wie Berlin und Paris vor dem inneren Auge entstehen. Auch die Protagonisten egal welche Rolle sie spielen (von den Hauptprotagonisten, übern Statthalter bis zu einfachen Vampiren), haben alle sehr verschiedene Persönlichkeiten.

Der flüssige Schreibstil macht es leicht sich in die Suche nach dem gestohlenen Blutkristall einzufühlen. Aber neben dieser aufregenden Suche erfährt man noch einiges mehr über Seelengefährten und vielen kleinen wie großen Geheimnissen von neuen Freunden, Feinden und Gefährten.

Die Romantik und Erotik spielen in diesem Teil nur eine fast nebensächliche Rolle, aber sie runden das Gesamtbild ab. Der Humor kommt auch nicht zu kurz und im letzten Drittel kommen sehr spannende unerwartete Wendungen ins Spiel.

Ein spannendes Lesevergnügen zum entspannen und genießen.

Bisher hat der Egmont-Lyx Verlag die ersten beiden Teil der Licht&Schatten REihe der Autorin neu aufgelegt. Ob der Blutkristall auch nochmal von Ihnen neu lektoriert und gestaltet wird, darauf kann man gespannt sein.

©Tine Schweizer

_________________________________________________________________________________________________________

ISBN: 978-3866081154 Preis: 12,95 Euro Verlag: Ubooks

Licht&Schatten Reihe

Teil 1: Der Venuspakt (Rezi)

Teil 2: Die Sternseherin (Rezi)

Teil 4: in Arbeit


Antworten und Gewinnen

Neuer Monat neues Glück.

Ab heute könnt ihr 3 Fragen zur Autorincopy by Jeanine Krock

Jeanine Krock

beantworten und dabei ein signiertes Exemplar von

Die Sternseherin gewinnen

Dafür müsst ihr diese Fragen, bis Sonntag 14.03.2010 um 23.59 Uhr beantworten und an schweipa@web.de Betreff: Gewinnspiel Krock senden.

1.Wie heißt Jeanine Krocks Hund und welche Rasse gehört er an?

2.Welcher Verlag legte die Licht&Schatten Reihe neu auf?

3.Wann soll der 4. Teil der Licht&Schatten Reihe erscheinen?

Viel Glück!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen! Bei mehreren richtigen Einsendungen entscheidet das Los!

BEENDET

Rezension – Jeanine Krock ~ Die Sternseherin

Die Feentochter Estelle kann die Gefühle der Menschen in ihrer Umgebung wahrnehmen. Sie muss jemanden nur berühren, schon kennt sie seine innersten Wünsche und Sehnsüchte. Diese besondere Gabe stürzt Estelle immer wieder in ein tiefes Gefühlschaos. Als sie dem attraktiven Julen begegnet, ist er der Einzige, dessen Geheimnisse sie nicht sofort erspüren kann. Eigentlich könnte er der perfekte Mann für sie sein. Doch Estelle fühlt sich zu dem Vampir Asher hingezogen, er in seinem Wesen alles vereint, was sie eigentlich ablehnt …

Mitreißend und verwirrend: beide Attribute verbindet dieser 2. Roman der Licht und Schatten Reihe.

Estelle, wurde im ersten Band eher als Randfigur erwähnt, dort wirkte sie wie eine starke selbstbewusste Fee, die ihre Familie schützen will. Schnell wird das am Anfang anders dargestellt. Die Feentochter wirkt eher verwirrt und uneins mit sich selbst, hat Visionen, die sie nicht kontrollieren kann. Ihre Abneigung gegen die Vampire ist hervorstechend.

Teilweise ist alles sehr verwirrend und sprunghaft von einer Szene zur nächsten. Nicht nur das sich plötzlich 2 Männer um Estelles Aufmerksamkeit bemühen und in ihr ähnliche Gefühle hervorrufen. Dazu halten noch beide ihr wahres Wesen geheim. Lange war ich hin und her gerissen, wer den nun das Rennen um ihre Gunst machen sollte. Julen ein sympathischer Junger Mann, ist er Freund oder Feind? Auf jedenfall würde ich gerne mehr von ihm erfahren. Oder ist Asher, welcher schon im ersten Band aufgetreten ist der richtige für Estelle? Nachdem dies Entschieden ist, überrennen sich die Ereignisse schon fast. Unerwartete Wendungen halten den Spannungsbogen gestrafft. Letztendlich wird alles zu einem Ende geführt, das aber die eine oder andere Überraschung noch bereithält. Es viel mir schwer wieder aus dieser Geschichte wieder aufzutauchen.

Die Erotik durfte natürlich nicht fehlen und war durch die Unentschlossenheit von Estelle zwischen den beiden Männern erstmal bestimmt und es knisterete gewaltig.

Durch die vielen geheimnisse schafft die Autorin einen zauberhaften Roman mit vielen unerwearteten Wendungen, die den Leser voll bei der Sache halten

Den ersten Teil „Der Venuspakt“ muß man nicht zwingend vorher gelesen haben. Dennoch schadet es bestimmt nicht um manche Feinheiten besser zu verstehen und nachvollziehen zu können.

Der Egmont-Lyx Verlag hat auch dieses Buch mit einem neuen wunderschönen Cover versehen.

©Tine Schweizer

__________________________________________________________________________________________________________
ISBN:
978-3-8025-8230-1 Preis: 8,95 Euro Verlag: Egmont-Lyx

Der Vernuspakt (Rezi)

Der Blutkristall

Rezension – Jeanine Krock – Der Venuspakt

Als die Fee Nuriya den Blick eines Fremden spürt, ahnt sie sofort, dass ihr Leben aus den Fugen geraten wird. Kieran ist ein Vampir und tötet jeden, der es wagt, die magische Ordnung zu stören. Doch die widerspenstige Feentochter berührt sein Herz. Als sie in Lebensgefahr gerät, verstößt Kieran selbst gegen die Regeln des Venuspakts, der den Frieden zwischen Feen und Vampiren seit vielen Jahrhunderten aufrechterhält …

Der Venuspakt ist der erste Band von der „Licht & Schatten“ Reihe von Jeanine Krock. Ursprünglich bei Ubooks erschienen, wurde es im neuen Gewandt 2009 bei Egmont-Lyx neu aufgelegt.

Erst war ich sehr kritisch, ob die Kombination Vampire und Feen, so erfolgreich ist. Doch die Autorin schafft diesen Spagat ohne Probleme. Durch die unterschiedlichen Sichtweisen der Personen findet man sich gut in die Gefühlswelten der Protagonisten ein. Die Fee Nuriya verleugnet ihre Herkunft sogut, das an ihr kein Magischer Hauch mehr zu erkennen ist. Kieran ist ein alter und mächtiger Vampir, der sich gar nicht von ihr angezogen fühlt. Keiner ahnt wie ihre Geschichte miteinander verbunden ist. Aber auch Nuriya´s Schwester Selena, der Werwolf Erik und viele andere finden hier ihren Platz.

Der Kampf mit sich selbst, mit ihrer eigenen Herkunft, das akzeptieren anderer Wesenarten hat es in sich. Doch das erkennen des Seelengefährten erfolgt erst nach vielen Verleugnungen des eigenen ichs.

Klischees werden hier auch bedient, wie das die Männer einfach dominieren wollen. Doch die Frauen sind nicht die untertänigen Weibchen, und entgegnen dieser Dominanz auf ihre jede eigene Art.

Das ganze Buch verspricht viel Spannung, so konnte ich mich kaum davon lösen. Die Autorin schafft es, hier ihre eigene Geschichte um die Mythologie der Vampire und Feen zu schaffen. Auch andere Wesen werden nicht ausgeschlossen.

Die Erotik ist nicht vorherrschend, doch anwesend und teilweise heftig

Die Haupthandlung ist abgeschlossen, doch das eine oder andere Geheimnis wartet noch darauf in den Folgebänden gelöst zu werden.

©Tine Schweizer

_________________________________________________________________________________________________________________________________

ISBN: Preis: Verlag: Egmont-Lyx

2. Teil Die Sternseherin