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Audiorezension – Gisa Pauly ~ Inselzirkus (Ein Sylt-Krimi)

Gisa Pauly – Inselzirkus

ISBN978-3-86231-050-0

Preis: 19,99 Euro 4 CD´s 324 Minuten

Der Audio Verlag

Originalausgabe  Piper Verlag

Sylt ruft – Mamma Carlotta kommt! Schwiegersohn, Kommissar Erik Wolf, und Enkel freuen sich auf ihre resolute italienische Oma, die wie jeden Sommer zum Pastakochen anreist. Doch diesmal findet sie sich unverhofft als Statistin in einer Telenovela wieder. Als erst ein Klatschreporter, dann der Chef der Filmproduktionsfirma ermordet wird, nimmt Mamma Carlotta die Mörderjagd in die Hand und mischt mit mediterranem Temperament und frecher Schnauze die friesisch-kühle Inselbevölkerung auf. Witzige Krimiunterhaltung – nicht nur für Sylt-Fans!

Mama Charlotta, was für eine Protagonistin! Voller wärme und fast schon in ihrer eigenen Welt lebend, spielt die gebürtige Italienerin bei Gesa Pauly eine besondere Hauptrolle.

Der Krimi selber ist eher als leicht und vor sich hin bummelnd ein zuordnen. Der eingeflochtene Humor, trägt jedoch zu unterhaltsamen Stunden bei und Mama Charlotta wächst einen schnell ans Herz. Sie ist ungewöhnlich und Bauernschlau.

Die Sprecherin Katharina Thalbach konnte ich sehr gut mit „Mama Charlotta“ identifizieren. Bei anderen Figuren fiel mir das jedoch schwerer.

Insgesamt gesehen hat mich dieser Roman gut unterhalten, jedoch ist die Spannung eher auf der Strecke geblieben. Die überraschenden Wendungen, sowie vor allem die interessanten Protagonisten haben vieles jedoch wieder wett gemacht.Eine leichte, lockere und kurzweilige Urlaubslektüre.

©Tine Schweizer

Rezension – Jennifer Estep ~ Mythos Academy 1: Frostkuss

Jennifer Estep – Frostkuss

ISBN: 978-3-492-70249-2 Preis: 14,99 Klappcover 365 Seiten

Originaltitel: Touch of Frost / 2011

Deutsche Erstveröffentlichung März 2012 im IVI Verlag

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Was für ein Kompliment gibt es den am größten für einen Roman? Ich denke eines davon ist einfach, dass man es innerhalb kürzester Zeit lesen musste und gar nicht aufhören konnte.

Obwohl mich „Jennifer Estep´s – Mythos Academy 1: Frostkuss“ an eine andere bekannte Jugendakademiereihe erinnerte hat sie es jedoch geschafft ihren eigenen Stil zu kreieren und mit ihrem Auftakt zu beeindrucken und mich zu überzeugen.

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Wir tauchen ein in die unglaubliche Welt der Gwen Frost. Nach dem Tod ihrer Mutter wird sie in die Mythos Academy geschickt um dort mehr über ihre Gabe zu lernen Jedoch unterscheidet sie sich so von den anderen, dass sie keinen Anschluß bekommt. Zudem geschieht noch ein grausamer Mord und wirft ihr ganzes Weltbild fast um.

Die Autorin hat eine faszinierende Welt erschaffen aus Realität, fantasy, griechische Sagenwelt. All dies geschieht mit einem flüssigen und starkem Schreibstil, der den Leser sofort in den Bann zieht. Teilweise werden die Szenen so spannend erzählt, dass man den Atem anhalten muss.

Die Hauptcharaktere sind gut ausgearbeitet, haben teilweise einen mysteriösen Hauch, starke Ausstrahlung und einen guten Wiedererkennungswert.

Zum Cover sei gesagt, das es wunderschön ist. Leider vermisse ich hier die purpurgrauen Augen, welche immer wieder im Roman erwähnt werden. Als Anhang wurde nicht nur Gwen´s Stundenplan gehängt, sondern auch ihr erster Aufsatz. Zudem bekommen neugierige Leser schon einen Einblick in den 2. Teil Frostfluch, welcher im August 2012 erscheinen wird.

Frostkuss ist ein spannender, unterhaltsamer und mystisch angehauchter Auftaktroman für die jungen Leser. Erschienen im neuem Jugendprogramm ivi (www.lesen-was-ich-will.de) aus dem Hause Piper.

Jennifer Estep ist immer auf der Suche nach der nächsten Idee für einen Fantasy-Roman. Neber der Mythos Academy schreibst sie Paranormale Romance und Urabn Fantasy für erwachsene Leserinnen. Ihre Bücher sind in den USA bereits Bestseller.

„Touch of Frost“ wurde bei den RITA Awards in der Kategorie „Young Adult Romance“ nominiert.

© Tine Schweizer

Audiobookrezension – Kim Schneyder ~ Hilfe, ich bin reich!

Kim Schneyder – Hilfe, ich bin reich!

Ein Lottogewinn, was würde man damit wohl machen. Das denkt sich auch die junge Molly, bis es eines Tages soweit ist. Doch ist es wirklich nicht einfach, diesen Geheim zuhalten.

Beim hören des Audiobooks schwankte ich zwischen Sympathie und „ich könnte sie durch schütteln“ für die überspannt und überdrehte Molly. Sie wirkt oft sehr naiv. Die Sprecherin Irina von Bentheim (Sex and the City Sprecherin) hat die Gabe genau dies hervorzuheben und so mit der jungen Dame noch mehr Leben ein zuhauchen. Manchmal war es mir echt schon zu viel des ganzen und ich überlegte, das ganze abzubrechen. Aber andererseits hat die kleine Böse-Stimme in mir mich immer weiter hören lassen. Wie oft sie wohl noch auf die Schnauze fällt?

Einige Szenen waren zum herzhaft lachen, andere zum Augenverdrehen über die Protagonistin. Bis zum Ende hin hatte ich Schwierigkeiten wirklich mit ihr warm zu werden. Ob es durch die Stimme noch verstärkt wurde, kann ich nicht genau sagen. Aber dies ist nicht auszuschließen.

Ein kurzweiliger Roman, mit einer hyperaktiven nervigen Protagonistin, die zum Ende hin doch noch ihr Potenzial entwickelt. Die Lachmuskulatur wird dennoch gut trainiert. Obwohl vieles vorhersehbar ist, gibt es ab und zu doch überraschende Wendungen.

©Tine Schweizer

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Diese Audiobook kann bei Audible.de exklusiv in ungekürzter Fassung heruntergeladen werden

ungekürzte Fassung 08 Std 42 Min

Preis: 9,95 Euro

Sprecherin: Irina von Bentheim

Anbieter Audible GmbH 2011

Hörprobe

Audiobookrezension – Nicola Förg ~ Irmi Mangold 03: Hüttengaudi

Nicola Förg – Hüttengaudi

Die Hörbücher um die Kriminalkommissarin Irmi Mangold von Nicola Förg haben alle eines gemeinsam. Jedes dieser drei wurde von einer anderen Sprecherin eingelesen. Dieses mal hat die Schauspielerin Michaela May die Rolle bekommen. Sie liest mit angenehmer Stimme und in vielen Situationen passte sie sehr gut. Dennoch als Irmi Mangold konnte ich sie mir wenig vorstellen.. Vielleicht eben deswegen, weil mir die Sprecherin des ersten Teiles Julia Fischer immer noch angenehm im Ohr liegt. Eine Mischung aus diesen beiden Sprecherinnen, wäre wohl meine Wunschvorstellung dieser Vertonungen.

Die Geschichte an sich ist wieder recht einfach gestrickt, obwohl auch das Ende mal wieder Überraschungen in sich birgt. Insgesamt gefällt es mir wieder besser, als der 2. Teil. Leider werden manche Andeutungen vom Privatleben der Kommissarin aus den ersten beiden Teilen nicht weiter ausgeführt oder weiter gewoben.. Das fehlt mir dann doch! Jedoch lernen wir mehr über ihre Vergangenheit kennen, was natürlich auch interessant ist. Ob einiges durch das kürzen des Hörbuches weggefallen ist, was die ganze Serie noch abrunden würde, kann ich leider nicht sagen.

Alle drei zusammen gesehen, sind die Krimis eher leichte Kost, sympathische Charaktere mit kleinen Schwächen, viele Eigenschaften der Bayrischen Landbevölkerung mit Wiedererkennungswert. Eine gute kurzweilige Unterhaltung mit erfrischenden Dialogen für entspannende Stunden zwischendurch!
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Dieses Audiobook kann bei Audible.de heruntergeladen werden

gekürzte Fassung 05 Std 10 Min

Preis: 11,95 Euro

Sprecherin: Michaela May

Anbieter: HörbucHHamburg 2011

Hörprobe

Autorentalk mit Juliane Koreleski

Nachdem nun die letzen Aktionen alles Fragen waren, die ihr zu beantwortet hattet ist es diesmal wieder umgekehrt. Die Autorin Juliane Koreleski wartet gespannt auf eure zahlreichen Fragen.

copyright privat

Juliane Korelski, geboren 1979 in Halle/Westfalen, absolvierte nach dem Abitur eine Ausbildung zur Buchhändlerin und arbeitete bis zum Herbst 2006 in diesem Beruf. Aus Begeisterung für Geschichte entschied sie sich für das Studium der Geschichte und Antike Kulturen an der Universität Düsseldorf. Sie lebt und arbeitet in Düsseldorf. (Quelle: Piper)

Gerade erst im März erschienen ist ihr neuester historischer Roman: Die Rose der Kreuzritter.

Sendet eure Fragen bis zum 17.04.2011 um 23.59 Uhr an schweipa@web.de Betreff Autorentalk Koreleski.

Unter allen Einsendern wird ein persönlich signierter Roman der Autorin verlost!

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Rezension – Tracy Buchanan ~ Sternenwandler

Es gibt Bücher die gut unterhalten und es gibt Bücher die mehr als das tun. Sie entführen in eine andere Welt, obwohl wir immer noch im hier und jetzt bleiben. Sie faszinieren und sie fesseln.

Genau dies hat „Sternenwandler“, der Debütroman von Tracy Buchanan mit mir gemacht.

Anfangs erinnerte es mich ein wenig, an ein anderes deutsches Jugendbuch. Aber bald schon war dieser Eindruck vorbei und ich bin ganz und gar in dieser Geschichte versunken.

Tori ist ein normales 16jähriges Mädchen, was nicht gerade ein harmonisches Zuhause hat. Cam begegnet sie das erste mal, als sie von ein paar Jungs bedrängt wurde, und er sie beschützen wollte.Doch seine Gestalt hatte nichts mit dem Jungen zu tun, den sie später noch kennenlernen sollte.

Tori verliebt sich in Cam und beide erleben das auf und Ab der Gefühle, sowie ein Abenteuer nach einander, als sie sich auf die Suche nach Cam´s entführten Bruder machen.

Was sie dabei alles entdecken bringt sie mehr als einmal in Lebensgefahr!

Die Autorin hat es wirklich fertig gebracht in der Masse von Gestaltwandler und paranormalen Welten ihre eigene, gut durchdacht,Geschichte zu Entwickeln. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und durch einen packenden Spannungsaufbau – welcher mit einem unvorhersehbarem Ende schloß, nimmt sie den Leser für sich ein.

Sie erzählt lebensnah, mitfühlend und sehr fesselnd. Die Charaktere sind wirklich, ehrlich und unbeschreiblich. Obwohl die beiden Hauptprotagonisten erst 16jahre alt sind, haben sie eine Art miteinander umzugehen, die begeistert. Die Entwicklung der beiden ist gut nachvollziehbar.

Dazu passend dieses hinreißende Cover! Hier ist ein perfekter Jugendroman zu finden, der auch die Erwachsenen Leser faszinieren wird. Ein absolutes Lesehighlight!

Hoffentlich müssen wir nicht allzulange auf die Fortsetzung warten!

Tracy Buchanan studierte Englische Literatur in London und schrieb als Journalistin für diverse Magazine. Heute arbeitet sie für die britische Open University sowie die BBC und lebt mit ihrem Mann und ihrem Jack-Russell-Terrier Archie in Buckinghamshire. »Sternenwandler« ist ihr erster Roman.

©Tine Schweizer

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ISBN:
978-3492259453 Preis: 9,95 Euro Verlag: Piper

Gesammeltes in Kürze *wersglaubt*

Die Woche war voll mit Terminen und anderem, was mich davon abgehalten hat immer das zu schreiben, was ich gerade wollte. Also bekommt ihr das ganze jetzt gesammelt auf einen Schlag:

Zum ersten natürlich die Auflösung des Gewinnspiels „Fragen und Antworten“ mit Annette Eickert.

1.Wie heißen die beiden Bücher, die Annette Eickert bisher veröffentlicht hat?

Dem Großteil ist es nicht entgangen, dass die Autorin natürlich schon 3 Bücher veröffentlicht hat. Natürlich habe ich gelten lassen, wenn man die Ynsanter Bände als eines genannt hat.

Ynsanter Band – Seele des Feuers Band 1

Ynsanter Band – Seele des Feuers Band 2

Pech und Schwefel

2.Wie heißt die Kurzgeschichte, welche die Autorin in LeseBlüten Prosa veröffentlicht hat?

Feuer der Freiheit

Die Gewinnerin ist Claudia H./Weimar
Herzliche Glückwünsche!!!

Für alle die nicht gewonnen haben, noch der kleine Hinweis, dass bis morgen Sonntag 23.59 Uhr das Gewinnspiel mit Christa Kuczinski läuft.

Und dann heißt es nicht lange warten bis zum Valentienstag. An diesem Tag ist es bestimmt nicht schlecht mal vorbeizuhuschen :-)

Apropos Gewinnspiele: In letzter Zeit habe ich über Twitter gemerkt, dass so ein leichter Frust über Gewinnspiele einzieht. Daraufhin bin ich in mich gegangen, und habe überlegt, wie ich darauf reagiere. Aber andererseits, es ist ja keiner gezwungen mitzumachen und dass ich so kurzfristig hintereinander welche anbieten kann, ist auch eher selten.

Also TinesBücherwelt bleibt eine Plattform für vorwiegend Rezensionen, aufgelockert mit Interviews und Gewinnspielen rund um die Autoren dieser Welt (okay dank Sprachbarrieren meistens eher rund um den deutschsprachigen Raum). Und weiterhin wird der nur in den Lostopf gelangen, der die Antworten richtig hat und nicht wer Werbung für meinen Blog macht. Das ist natürlich jedem freigestellt zu tun, aber nur weil man es selber will und nicht weil´s dafür mehr Lose gibt.

♥♣♦

Aber ich verlose ja nicht nur gerne, sondern freue mich über jedes Buch was ich selber gewinne. Wer tut das wohl nicht? Und umso überraschter aber auch erfreut war ich, dass ich von Nightingdale´s-Blog ein Paket bekommen habe. Den Hauptgewinn mit einem signiertem Anne Hertz Buch – Sahnehäuptchen und einer Wundertüte voll feiner leckerer Sachen.


Herzlichen Dank ich freue mich wirklich sehr darüber!

(Inhalt: eine Tüte Süßes, ein großer Lolli, ein kleines Kistchen mit Traubenzuckerherzen, eine kleine Tafel Schokoloade, ein Magnet und ein Lesezeichenblock)

Auch mein Gewinn von Bastei-Lübbe ist angekommen: Das Hörbuch von „Der Menschenmacher“.


In den letzten Tagen hat sich meine Postbotin auch wieder viel Mühe gegeben und sich hierher geschleppt mit weiteren schönen großen Umschlägen/Kartons.

Heute kam z.b. ein orangefarbener Karton mit dem Lesetip von Droemer-Knaur:

Dank ein paar Mädels meiner Wanderbuchgruppe ist es nun endlich soweit gewesen und ich kann die Jahreszeiteintrilogie von Nora Roberts endlich als MEIN bezeichnen und habe heute die letzten beiden Bände bekommen. Hab extra mit dem lesen des ersten Bandes gewartet, bis ich diese beiden bekommen habe *freu*


Überraschungspost, sowie der Stand mit reduzierten Büchern hat mir auch folgenden Zuwachs gebracht:



Interview mit Kim Schneyder

Liebe Frau Schneyder,

herzlichen Dank, das Sie sich die Zeit nehmen, um alle Fragen zu beantworten.

Sie haben einen interessanten Lebenslauf und viele Berufe ausgeübt, Werbetexterin, Werbedesignerin, Eheberaterin, nun Schriftstellerin. Was kommt danach?

Gute Frage. Im Idealfall nur Schriftstellerin, würde ich spontan sagen. Vom Schreiben leben zu können, wäre natürlich ein Traum, aber da ich seit letztem Jahr wieder in einer Apotheke arbeite und dort eine ganz bezaubernde berufliche Familie gefunden habe, könnte ich mich davon auch nur sehr schwer wieder verabschieden.

Wie kommt diese zahlreiche und teilweise so unterschiedliche Berufswahl zustande?

Das waren wohl Ergebnisse von unterschiedlichen Faktoren und Zufällen sowie sicher auch Ausdruck meiner unstillbaren Neugierde an frischen Erfahrungen. Rückblickend betrachtet liegt der Hauptgrund vielleicht aber darin, dass ich ein spontaner Typ bin und mich gerne neuen Herausforderungen stelle.

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Romane?

Die kommen von überall her. Wenn man Augen und Ohren offen hält, erhält man ständig neue Impulse, sei es durch Filme, Lesen, Erzählungen, Zeitungsberichte, Freunde, Verwandte. Durch unser modernes Informationszeitalter drängt sich einem der Nachschub regelrecht auf, und das größte Kopfzerbrechen bereitet mir eigentlich die Entscheidung, mit welchem Stoff ich mich das nächste Jahr über intensiver beschäftigen will.

Finden sich hier auch Ähnlichkeiten mit Familie, Freunden und Bekannten wieder?

Ja, aber mit Einschränkungen. Natürlich ergibt sich auch aus dem persönlichen Umfeld die eine oder andere gute Idee oder ausbaufähige Figur, wobei man als Autor aber speziell im familiären Bereich sorgfältig darauf achtet, niemanden erkennbar schlecht dastehen zu lassen, indem man ihn mit seinen speziellen Eigenheiten als Witzfigur in einem Buch darstellt.

Was fasziniert Sie so am Schreiben?

Hauptsächlich die Möglichkeit, in fremde Personen einschließlich deren Persönlichkeiten und Gefühlswelten zu schlüpfen, und in meinem Fall die wunderbare Aufgabe, Menschen zum Lachen zu bringen.

Könnten Sie sich vorstellen, in ganz anderen Genre zu schreiben?

Auf jeden Fall, und indirekt bin ich im Moment gerade dabei. Mein Mann (der mir bei meinen Büchern stets eine wertvolle Hilfe war und ist) arbeitet gerade an einem Projekt mit dem Zweiten Weltkrieg als Hintergrund, und ich bin dabei voll involviert, obwohl das eigentlich überhaupt nicht mein Genre ist. Abgesehen davon würde ich mich auch gerne selbst mal an einer Kriminalkomödie versuchen, aber da es sich dabei um ein Experiment mit schwer abzuschätzenden Erfolgsaussichten handelt, müsste dazu mein Bekanntheitsgrad noch ein bisschen zulegen.

Welche Autoren lesen Sie gerne?

Um diese Frage ausführlich zu beantworten, müsste ich sehr weit ausholen, lassen Sie sie mich daher auf die Frage nach meinen absoluten Favoriten reduzieren.

Auf dem Humorsektor finde ich Sophie Kinsella und Helen Fielding ganz groß, und aus deutschen Landen Kerstin Gier und Ildikó von Kürthy sowie Tommy Jaud (vor allem mit „Millionär“, weil mir noch nie eine derart witzige und zugleich treffende Darstellung eines Burnout-Syndroms untergekommen ist).

Auf dem Thrill&Crime-Sektor gibt es eine ganz Menge Hochkaräter, spontan fallen mir Stieg Larsson, Simon Beckett, Cody Macfadyan, Adler Olsen, Tess Gerritsen und Jo Nesbo ein, nicht zu vergessen Charlotte Link, Dan Brown und Paul Cleave.

Außerdem faszinieren mich Markus Zusak, Stephenie Meyer, Daniel Kehlmann, Bernhard Schlink, Iny Lorentz und natürlich die Dame mit dem direkten Draht zu meinem Herzen, Cecelia Ahern.

Aber wie gesagt, da gibt es noch viele, viele andere, sowie einige, die ich mir fest vorgenommen, aber noch keine Zeit dafür gefunden habe. Der Witz ist nämlich der, dass ich, seit ich selber schreibe, weit weniger Zeit zum Lesen finde als vorher, was ich sehr bedauere.

Können Sie sich noch daran erinnern, wo Sie davon erfahren haben, dass Ihr erstes Buch veröffentlicht wird?

Falls Sie den Ort meinen, an dem ich mich aufgehalten habe, muss ich passen. Eigentlich vollzog sich das bei mir auch in mehreren Schritten. Ursprünglich gab es ja zwei große Verlage, die sich für „Frauen rächen besser“ interessierten, und Piper war dann einfach schneller. Deswegen konnte ich schon längere Zeit vor der eigentlichen Zusage davon ausgehen, dass das Buch veröffentlicht wird, aber ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie ich die Mail von Frau Dr. Krummacher erhielt. Ehrlich gesagt war ich ziemlich aus dem Häuschen.

Haben Sie dies gefeiert?

Nicht mit einer eigentlichen Feier, aber Alkohol wäre auch gar nicht nötig gewesen, ich bin auch so wochenlang mit einem dümmlichen Dauergrinsen im Gesicht durch die Gegend geschwebt.

Mittlerweile haben Sie einige Romane veröffentlicht. Ist es immer noch aufregend, wenn sie das Manuskript beim Verlag einreichen?

Nein, die Einreichung beim Verlag ist gar nicht das Spannende an der Sache. Der Verlag weiß ja mittlerweile, was er von mir erwarten kann, und auf das Thema und die Geschichte legt man sich schon im Vorhinein fest (im Regelfall legt man als Autor mehrere Exposés vor, und der Verlag trifft dann die Entscheidung).

Richtig spannend wird es erst, wenn ein Buch fertig ist und auf den Markt kommt. Man gibt natürlich bei jedem Projekt sein Bestes, und wenn man ein Jahr lang an einer Geschichte herumgefeilt hat, betet man geradezu, dass sie den Lesern auch gefällt. Hinter jedem Buch steht eine ganz eigene Entstehungsgeschichte, und dementsprechend entwickelt man eine sehr enge persönliche Bindung, beinahe vergleichbar mit einem Kind. Das sind dann jedes Mal nervenaufreibende Wochen, bis endlich die ersten Reaktionen erfolgen – umso größer dann natürlich die Erleichterung, wenn sie positiv ausfallen.

Wie sieht Ihr Arbeitsalltag aus?

Das lässt sich nicht verallgemeinern, weil es stark davon abhängt, ob ich gerade an einem neuen Buch arbeite oder nicht. Wenn das aber der Fall ist, kann man sich einen Kim Schneyder-Tag in etwa folgendermaßen vorstellen: Sechs Uhr Tagwache, Töchterchen wecken, Morgentoilette, Frühstück, Tochter zum Bus fahren, selbst in die Arbeit. 14 Uhr Tochter wieder vom Bus abholen, nach Hause, Essen kochen, Essen (!), vier bis fünf Stunden schreiben, Abendessen kochen, Essen (!), danach ein bisschen Zeit mit der Familie verbringen und gegen elf dann ab ins Bett…

Wo und wann schreiben Sie am liebsten?

Ausschließlich in meinem „stillen Kämmerchen“, das ist das Büro bei uns zu Hause, und da ich eher ein Abendmensch bin und morgens nur schwer in Schwung komme (geistig wie körperlich), schreibe ich bevorzugt am Nachmittag bzw. Abend.

Wenn Sie einen neuen Roman schreiben, wie gehen Sie dann vor? Gibt es schon ein Grundkonzept bis zum Ende, oder lassen Sie sich von der Geschichte inspirieren?

Beides trifft zu. Ein gut durchdachtes Grundkonzept ist unabdingbare Voraussetzung, will man eine intelligente Geschichte schreiben, deren Handlungsbogen sich vom Anfang bis zum Ende spannt. Aber natürlich beginnt einen im Zuge des Schreibens auch die Geschichte selbst zu inspirieren, vor allem kommt es immer wieder vor, dass manche Figuren ein gewisses Eigenleben entwickeln, sodass man ihre Gewichtung immer wieder anpassen und nachjustieren muss.

Gibt es ein Vorbild unter den Schriftstellern, dem Sie gerne folgen?

Grundsätzlich sollte man versuchen, seinen eigenen Stil zu finden und ihm auch treu zu bleiben. Dementsprechend vermeide ich es auch, andere Bücher zu lesen, wenn ich gerade am Text eines aktuellen Projekts arbeite, aber es lässt sich sicher nicht vermeiden, dass Stilelemente von Autoren, die einen besonders begeistert haben, in die eigenen Werke einfließen – ob sich das letztendlich positiv oder negativ auswirkt, muss der Leser entscheiden.

Arbeiten Sie schon an Ihrem nächsten Roman und können Sie schon darüber etwas berichten?

Das Grundkonzept ist schon seit Längerem fertig, und die letzte Niederschrift wird im Frühjahr erfolgen. Viel darf ich noch nicht verraten, aber als Schauplatz habe ich diesmal Monaco gewählt, und da ich keine Berührungsängste mit großen Namen habe, werde ich den guten Albert in die Handlung mit einbauen und bei der Gelegenheit auch gleich die Erklärung liefern, weshalb er sich heuer nach jahrelangem Zögern so spontan für die Hochzeit mit seiner Charlene entschlossen hat.

Bis wann können wir mit einer neuen Veröffentlichung rechnen?

Geplant ist für den Herbst 2011, aber mittlerweile wird von Leserseite immer öfter der Wunsch nach einer Fortsetzung von „Im Bett mit Brad Pitt“ geäußert (wofür ich auch schon ein fertiges Konzept habe), möglicherweise gibt es also noch Veränderungen…

Haben Sie ein Mitspracherecht bei den Covern?

In letzter Zeit ja. Normalerweise ist die Covergestaltung ausschließlich Verlagssache, aber Piper war diesbezüglich sehr entgegenkommend und hat auf meinen Wunsch hin sogar diese entzückende neue Coverlinie für alle meine Bücher entwerfen lassen.

Werden Sie auf Lesereise gehen?

Das wird sich nicht ausgehen, weil ich einfach noch zu „klein“ bin und dementsprechend kein Budget dafür vorhanden ist. Und da Reisen bekanntlich Geld kostet…

Wenn Sie eine Hauptfigur sein könnten, welche wäre das?

Sie meinen, aus meinen Büchern? Das ist eine schwierige Frage, und da jede meiner Figuren immer auch ein Teil meiner selbst ist, kann ich mich nicht auf eine festlegen, ohne die anderen damit gleichzeitig auszuschließen. Gut gefallen würde mir aber eine Mischung: Ich hätte gerne den Witz und die Entschlossenheit von Heike, weiters die Liebe, die Sandra durch ihren Martin erfährt, dazu wäre Mollys Lottosechser ziemlich verlockend (den ich allerdings niemals geheim halten könnte), und da mich Los Angeles so fasziniert hat, würde ich schon sehr gerne und diesmal ohne finanzielle und terminliche Einschränkungen erneut eine Reise in die Stadt der Engel machen.

Drei Dinge, ohne die Sie verloren wären?

In schriftstellerischer Hinsicht mein Computer, wegen der Ideensammlung für weitere Buchprojekte einerseits und den ganzen Kontaktadressen andererseits.

Weiters mein Handy, wobei es beinahe schon faszinierend ist, wie abhängig man heutzutage von diesen Dingern ist.

Und sonst? Au backe, bleibt nur noch eines zur Auswahl… Okay, dann entscheide ich mich für einen Fernseher mit eingebauter Grillfunktion ;-)

Welche Anregungen haben Sie für junge Neuautoren?

Der wichtigste Tipp ist, dass man sich nicht erwarten darf, von seinen Büchern leben zu können, selbst wenn man einen guten Verlag findet. Der Markt ist dermaßen übersättigt und umkämpft, dass es nur ganz wenigen Glücklichen vorbehalten ist, zum Bestseller zu werden, und abgesehen von der eigenen Qualität spielen noch viele weitere Faktoren eine Rolle.

Sollte dennoch jemand den unbedingten Wunsch verspüren, Bücher zu schreiben, so kann ich ihm nur nahe legen, sich in Geduld zu üben. Das gilt schon für das Schreiben an sich, wobei man unbedingt ein gutes Konzept zur Hand haben sollte, bevor man sich an den eigentlichen Text macht, und in weiterer Folge umso mehr für die Verlagsuche, die zu einer wahren Odyssee werden kann. Ohne an dieser Stelle Werbung für ein bestimmtes Buch machen zu wollen, empfiehlt sich in jedem Fall das sorgfältige Studium eines Ratgebers für Erst-Autoren (wenn man im Internet ein bisschen herumstöbert, findet man garantiert etwas Geeignetes), bevor man den Sprung ins kalte Wasser wagt.

Und denjenigen, die sich letztendlich dafür entscheiden, drücke ich hiermit ganz fest die Daumen, dass es klappt!

Mit welchem Mann wären sie denn gerne im Bett, außer Brad Pitt, platonisch gesehen natürlich!!!

Okay, also mal abgesehen von meinem Mann (der sowieso der ALLERBESTE ist und abgesehen davon auch ab und zu in solchen Foren stöbert…), und natürlich ganz platonisch gesehen wäre George Clooney mein Favorit. Der Mann hat etwas, das sich nur schwer in Worte fassen lässt, und die Vorstellung, mit ihm mal so richtig… über Kaffee zu reden zum Beispiel, das hätte schon was ;-)

Bitte ergänzen Sie: Bücher sind….

immer schon ein wesentlicher Teil meines Lebens gewesen, und je älter ich werde, desto mehr erkenne ich, dass ich ohne sie gar nicht mehr existieren könnte. (Des weiteren erkenne ich gerade, das ich bei der vorherigen Frage nach den drei Dingen, ohne die ich verloren wäre, etwas Wichtiges vergessen habe: Der Fernseher müsste neben eingebauter Grillfunktion auch noch über ein angebautes Bücherregal verfügen!)

Die signierte Ausgabe von “Im Bett mit Brad Pitt” hat Lars B. gewonnen. Herzliche Glückwünsche!

©Tine Schweizer

 

 

 

Autorentalk mit Kim Schneyder

Diese Woche begrüße ich im Autorentalk die Autorin Kim Schneyder, deren vierter Roman „Im Bett mit Brad Pitt“ gerade erschienen ist.

Kim Schneyder verbrachte ihre Kindheit in Deutschland und in der Schweiz. Nach einer pharmazeutischen Ausbildung war sie unter anderem als Werbetexterin, Werbedesignerin und Eheberaterin tätig. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer kleinen Tochter in Österreich.

Bis einschließlich Sonntag, 10.10.2010 um 23.59 Uhr könnt ihr eure Fragen an die Autorin stellen. Sendet eine Email an schweipa@web.de Betreff Kim Schneyder.

Unter allen Einsendungen wird der handsignierte Roman „Im Bett mit Brad Pitt“ verlost.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen!

Rezension – Kim Schneyder – Ich und er und null Verkehr

Erst ein Jahr ist Sandra mit Martin zusammen, und schon gibt es eine Krise. Sandra ist verzweifelt, doch beim Lesen eines Ratgebers kommt ihr die zündende Idee: Ab sofort werden sie und Martin die guten Tipps darin befolgen, dann wird es schon klappen mit der Beziehung. Martin lässt sich auf das Experiment ein – mit ungeahnten Folgen. Während er sich auf seine Wurzeln als steinzeitlicher Jäger besinnt, sich bedienen lässt und seine Freizeit am liebsten in der Kneipe verbringt, denkt sich Sandra: Das kann ich auch – werde ich eben zur Nesthüterin! Martin ist nicht gerade begeistert, als Sandra kündigen und möglichst bald schwanger werden will. Muss das sein? Und was ist mit dem Porsche, den sie sich bald hätten leisten können? Temporeich und witzig erzählt Kim Schneyder, Autorin des Überraschungserfolgs »Frauen rächen besser«, von einem Paar im Beziehungsdschungel, der jede Menge Stolperfallen bereit hält.

Auf Empfehlung hin, habe ich dieses Buch unbedingt lesen müssen und ich kann derjenigen nur Danken! Ein unterhaltsamer witzger Roman erwartete mich, der die Lachmuskulatur nur so anregte.

Keine Suche nach dem Traumprinzen erwartet einen, sondern die Geschichte nach dem Happy End. Dann wenn der Alltag sich in die Beziehung schleicht und man sich so langsam aber sicher kaum noch was zu sagen hat.

Sandra möchte nicht, dass es in ihrer Beziehung mit Martin so weitergeht und liest einen Beziehungsratgeber. Ihr Entschluss steht fest und gemeinsam mit Martin möchte sie den Ratschlägen folgen und damit wieder zusammenfinden.

Interessant macht es noch, das die Sichtweisen immer abgewechselt werden, so dass jede Seite ihre Stimme bekommt und beide verstanden werden können.

Ein kurzweiliger Roman mit gutem Unterhaltungswert!

©Tine Schweizer

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ISBN:
978-3492262415Preis: 8,95 Euro Verlag: Piper