Autoreninterviews

Interview mit Michelle Raven / Michaela Rabe

Liebe Frau Raven, Sie waren viel in den USA. Welche Gebiete dort haben Ihnen am besten gefallen und wohin würden Sie gerne nochmal wollen?

Eigentlich hat mir alles sehr gut gefallen, aber besonders hat es mir der Westen der USA angetan und da besonders der Südwesten. Ich mag sehr gerne die trockeneren Gebiete und interessante Gesteinsformationen. Ziele, die ich öfter aufsuche, sind daher z.B. der Grand Canyon und der Arches National Park. Mir gefällt aber auch der nördlichere Westen, dort ist der Yellowstone National Park ein häufiges Ziel.

Sie veröffentlichen Ihre Bücher mal unter Michaela Rabe, mal unter Michelle Raven. Ist es notwendig den „deutschen“ Namen abzuändern um im Fantasybereich Erfolg zu haben?

Ich habe mir damals mein Pseudonym ausgesucht, als mein erstes Buch – ein Romantic Suspense – veröffentlicht wurde. Ich wollte einen Namen haben, der zu meinen Geschichten passt, und da sie meist in den USA spielen, fand ich ein englisch klingendes Pseudonym am passendsten. Allgemein sind amerikanische Autoren im Unterhaltungsbereich bei deutschen Lesern sehr angesehen und gerade auch im Bereich Romantic Suspense und Romantic Fantasy fast ausschließlich vertreten. Es schadet also sicher nicht, wenn der Name englisch klingt. Wobei sich das mittlerweile auch etwas zu wandeln scheint. Ich habe mir das Pseudonym 2002 wie gesagt nicht deswegen ausgesucht, aber heute kann ich sagen, dass es zumindest kein Fehler war, ein englisch klingendes zu wählen.

Wann schreibt Michaela Rabe?

Ich schreibe abends nach der Arbeit, meist versuche ich, auf zwei Seiten pro Wochentag zu kommen und am Wochenende auf fünf Seiten pro Tag – also zwanzig Seiten pro Woche. Generell gesagt schreibe ich fast jede freie Minute, wenn ich nicht gerade bei der Arbeit bin, unterwegs, esse oder schlafe.

Wie vereinbaren Sie das Schreiben mit Ihrem Beruf?

Ich arbeite ganztags als Leiterin einer Museumsbibliothek und habe dort viel zu tun, sodass das Schreiben nur während meiner Freizeit stattfinden kann. Alle anderen möglichen Freizeitbeschäftigungen treten dann in den Hintergrund. Eigentlich funktioniert dieses zweigeteilte Leben ganz gut, nur manchmal wünschte ich mir, ich hätte einfach mal ein paar Tage wirklich frei und könnte etwas ganz anderes tun. Das mache ich dann, wenn ich z.B. in die USA reise. Während dieser Zeit schreibe ich keine einzige Zeile.

Welche Umgebung und Bedingungen brauchen Sie beim Schreiben?

Eigentlich brauche ich dazu nur Ruhe und eine relativ neutrale Umgebung, in der ich nicht ständig versucht bin, mir irgendetwas anzuschauen. Meist sitze ich also einfach mit meinem Laptop am Sekretär oder am PC im Arbeitszimmer.

Wie lange brauchen Sie für ein neues Buch?

Derzeit plane ich dafür immer ein halbes Jahr ein, in dem ich das Buch schreibe und überarbeite. Die Ideen dazu sammele ich meist schon, während ich noch an einem anderen Projekt arbeite und nach diesem halben Jahr folgt dann noch der Verlagsprozess mit dem Lektorat und der Korrektur der Druckfahne. Das dauert meist auch noch etwa einen Monat.

Schreiben Sie gerade an einem neuen Projekt?

Ich schreibe immer, weil ich derzeit zwei Bücher pro Jahr veröffentliche. Also ja. 🙂

Haben Sie vor, mehr über Griffin zu schreiben, evtl. in einem eigenen Projekt?

Das ist genau das Projekt, an dem ich gerade arbeite … Erscheinen wird es dann vermutlich irgendwann gegen Ende 2010.

Woher kommen die Ideen für die Fantasybücher?

Das ist eine schwierige Frage. Wie bei meinen Romantic Suspense-Büchern kann ich nämlich nicht genau sagen, woher die Ideen kommen. Sie sind einfach irgendwann da. Zumindest die Grundidee, die ich dann immer weiter ausbaue. Katzen haben mich schon immer fasziniert und so war es ganz logisch für mich, dass ich Raubkatzen als Gestaltwandler gewählt habe. Der Gedanke, selber mal etwas mit paranormalen Elementen zu schreiben, kam aber eindeutig, nachdem ich Nalini Singhs Psy/Changeling-Reihe entdeckt habe. Die Bücher haben mich sehr fasziniert.

Welche Fantasy/Paranormale Bücher stehen bei Ihnen im Regal?

Die Bücher von Nalini Singh und die ersten paar Bücher von J.R. Ward. Dann habe ich noch von Allyson James die Dragon-Trilogie gelesen und habe gerade die Lords of the Underworld-Serie von Gena Showalter angefangen. Und Christina Dodds Darkness-Reihe. Das sind bisher alle Paranormals. Ich lese eigentlich lieber Romantic Suspense.

Mit Ghostwalker haben Sie die ersten Schritte in die Welt des Paranormalen getan. Ist Ihnen das schwer gefallen?

Es war eindeutig eine neue Herausforderung, weil ich vorher nicht wusste, ob ich die paranormalen Elemente ‚realistisch‘ beschreiben können würde. Deshalb habe ich extra nicht eine völlig neue Welt gebastelt, sondern mich soweit möglich an die reale Welt gehalten. Zugleich bin ich auch meiner bisherigen Genre-Richtung spannender Liebesroman treu geblieben und habe mit dem Paranormalen ein neues Element hineingemischt. Ich denke, damit eignet sich die Reihe auch gut für Leser, die gerade erst in das Genre Romantic Fantasy einsteigen und es einfach einmal ausprobieren wollen.

Können Sie sich noch an Ihr allererstes Lieblingsbuch erinnern?

Ich denke, das werden die Camelon Bücher von Martin Eisele gewesen sein.

Welches Buch ist ihr ältestes aus Ihrem Leben?

Oh, das kann ich gar nicht sagen, das werden irgendwelche Pixi-Bücher gewesen sein.

Gab es ein Buch, welches Sie als Kind gar nicht mochten?

Daran kann ich mich auch nicht mehr erinnern, wahrscheinlich werde ich das sofort wieder verdrängt haben, als es mir nicht gefiel.

Welches Buch lesen Sie gerade?

Derzeit lese ich von Christina Dodd ‚Scent of Darkness‘.

Bitte ergänzen Sie: Träume sind….

… dazu da, dass man sie ernst nimmt und versucht, sie zu erreichen.

Vielen Dank Frau Raven das Sie sich Zeit genommen haben um die Fragen zu beantworten. Wir wünschen Ihnen ein erfolgreiches und gesundes Jahr 2010.

Bitte, gern geschehen. Ich bedanke mich für die vielen interessanten Fragen und hoffe, sie befriedigend beantwortet zu haben. Ich wünsche Ihnen und allen Lesern ein schönes Weihnachtsfest und einen guten Start in das neue Jahr.

Die Gewinnerin des signierten Buches ist Kerstin M.

©Tine Schweizer

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Rezension zu

Ghostwalker – Die Spur der Katze

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