Autoreninterviews

Interview mit Gesa Schwartz

Liebe Frau Schwartz, Sie haben mit Grim – Siegel des Feuers – einen Roman im Genre der Fantasy geschrieben. Können Sie sich auch vorstellen, ein Buch in einem anderen Genre zu schreiben?

Meine Geschichten entwickeln sich aus sich selbst heraus, also ohne dass ich zuvor ein Genre festlege. Daher könnte ich mir gut vorstellen, auch in anderen Genres zu schreiben. Das hängt ganz davon ab, welche Geschichten bei mir anklopfen und erzählt werden möchten.

Wie sind sie gerade auf Gargoyle´s in der Hauptrolle gekommen. Dies sind ja eher ungewöhnliche Figuren. Gibt es evtl sogar ein Buch oder Film, der Sie besonders dazu inspiriert hat?

Inspiriert hat mich ein Bild, das mir eines Nachts einfiel: eine dunkle Gestalt mit gewaltigen Schwingen hoch über den Dächern von Paris, die sich mir mit dem Namen Grim vorstellte. Bei ihm handelt es sich um einen Gargoyle und während ich ihn auf seinem Abenteuer begleitete, lernte ich die vor den Menschen verborgene Anderwelt und ihre Bewohner kennen. Gargoyles sind für mich ein Symbol für das Schattenhafte und Geheimnisvolle in unserer Realität, das mich schon immer fasziniert hat und dem wir viel mehr Beachtung und Bedeutung zukommen lassen sollten.

Wie lange spielen Sie schon mit dem Gedanken ein Buch mit und über Gargolye´s zu schreiben?

Seit dem Moment, da ich Grim über den Dächern von Paris sah. Er nannte mir seinen Namen und von dem Augenblick an wusste ich, dass ich seine Geschichte erfahren und erzählen wollte.

Das Buch spielt in Paris, haben sie zu dieser Stadt eine besondere Beziehung?

Paris ist eine im wahrsten Sinne des Wortes phantastische Stadt. Für mich ist es unmöglich, in Paris zu sein, ohne zu einer Geschichte inspiriert zu werden, und ich stimme Mia absolut zu, wenn sie denkt: Jede Stadt hat einen bestimmten Duft. Aber den Duft der Sehnsucht findet man nur in Paris. Darüber hinaus ist Paris als Geburtsstadt der gotischen Wasserspeier natürlich auch ein ideales Setting für meine Geschichte.

Wie viel von Ihnen steckt in Mia? Hat sie eine ganz eigene Persönlichkeit, oder stecken Eigenschaften von Ihnen mit in der Figur?

Mia hat – wie jede meiner Figuren – eine vollkommen eigenständige Persönlichkeit. Dennoch steckt möglicherweise auch das ein oder andere von mir selbst in ihrem Charakter, ebenso wie auch in meinen anderen Figuren. Was das aber sein könnte, überlasse ich der Spekulation des Lesers.

Wie kommt man auf diese außergewöhnlichen Namen, die in Ihrem Roman zu finden sind? Diese sind ja oft auch sehr schwer auszusprechen.

Ich warte, bis die Figuren mir ihren Namen nennen. Das ist ein Prozess, der sich nicht beschleunigen lässt. Manche Figuren entscheiden sich sehr schnell zu diesem Schritt, andere beobachten mich eine Weile, ehe sie sich mir anvertrauen. Wenn ich erst den Namen eines Charakters kenne, halte ich in gewisser Weise den Schlüssel zu seinem Inneren in den Händen.

Schreiben Sie schon an einer Fortsetzung von Grim? Und soll es davon mehrere Bände geben? Bis wann können wir mit der Veröffentlichung rechnen?

Gerade schreibe ich an einem weiteren Abenteuer von Grim und Mia. Es wird voraussichtlich im kommenden Frühjahr erscheinen.Ob es danach noch weiter geht, hängt auch davon ab, ob Grim nach dieser Geschichte noch Lust verspürt, sich auf ein weiteres Abenteuer einzulassen.

Würden Sie uns schon einen kleinen Einblick in die Fortsetzung geben?

Es bleibt spannend in der Welt der Schatten und es wird auch etwas düsterer und actionreicher. Grim und Mia werden mit Gegenspielern konfrontiert, die jene im ersten Abenteuer in vielerlei Hinsicht um Einiges übertreffen werden…

Wie war das Gefühl, das erste eigene Buch in gebundener Form in die Hand zu nehmen (vor allem ein so schön gestaltetes)?

Das war ein zugleich großartiges und ganz unwirkliches Gefühl. Es ist sehr spannend zu wissen, dass GRIM nun von Menschen gelesen wird, die sich Gedanken um die Geschichte und meine Figuren machen und auf diese Weise dazu beitragen, dass das Buch zu dem wird, was es sein sollte: eine Geschichte, die erzählt und gelesen wird.

Haben Sie Einfluss auf das Cover gehabt?

Ich bin sehr dankbar dafür, dass der LYX-Verlag mich in den Entstehungsprozess der Coverentwicklung einbezogen hat. Für mich transportiert das Cover ebenso wie die Innenillustration hervorragend die Stimmung des Textes und ich bin sehr begeistert von der Gestaltung des Buches.

Haben Sie schon Pläne für andere Bücher, die nichts mit Grim zu tun haben?

Ich habe eine ganze Menge Ideen und Bilder im Kopf – mal sehen, welchen ich folgen werde.

Warum und wann haben Sie mit dem Schreiben angefangen?

Solange ich denken kann, habe ich Geschichten erzählt und sie aufgeschrieben, sobald ich dazu in der Lage war. Ich schreibe für die Geschichten, für den magischen Moment, da meine Figuren zum Leben erwachen und mich mitnehmen auf ihr Abenteuer, und für die Möglichkeit, den Leser auf eine Reise in eine ihm fremde Welt zu entführen, auf der er sich wie durch Zauberhand verwandelt, um dann auf diese Weise verändert in die äußere Welt zurückzukehren und so auch dieser ein neues Gesicht zu geben.

Liegen in Ihrer „Schublade“ noch andere unveröffentlichte ältere Werke?

Den Großteil davon würde ich eher Versuche nennen. Viel größer ist die Schublade in meinem Kopf, in der sich die Ideen für neue Geschichten tummeln.

Was war Ihr schönstes Erlebnis als Autorin?

Das ist immer wieder der Augenblick, in dem eine Figur beschließt, mir ihren Namen zu nennen, mich darum bittet, ihre Geschichte zu erzählen, und mich schließlich mitnimmt auf ihr Abenteuer.

Was fasziniert Sie am schreiben?

Wie ich schon sagte: Ich schreibe für die Geschichten, und sie sind es auch, die mich am meisten am Schreiben faszinieren. Es ist immer ein atemloser Moment, wenn eine Geschichte zum Leben erwacht und die Figuren mich mitnehmen in ihre Welt.

Woher nehmen sie die Ideen für ihre Geschichten? Wie sehr hat sie ihre Reise durch Europa und die dabei gesammelten Eindrücke bei ihrem Buch Grim beeinflusst?“

Ideen für Geschichten lauern überall und tauchen bevorzugt dann auf, wenn man sie nicht gebrauchen kann (zum Beispiel unter der Dusche oder während der Examensprüfung). Ich wurde schon von ganz verschiedenen Seiten inspiriert, von Musik, Bildern, der Natur, Menschen natürlich, Architektur und besonderen Kunstgegenständen. Oft ist es nur ein Gedankensplitter, der sich dann in meinen Kopf festsetzt und eines Tages zu einem ersten Bild und schließlich zu einer Geschichte wird. Meine Reise hat mich sehr beeinflusst, gerade auch, da mir die Recherche bei einem Roman sehr wichtig ist. Auf meiner Homepage (www.gesa-schwartz.de) kann man einen kleinen Einblick in die Hintergründe der Recherchearbeit gewinnen.

Nach Ihrer Reise duch Europa, hatten Sie nicht den Wunsch immer im Ausland zu leben?

Doch, den hatte und habe ich. Es gibt so viele schöne Orte auf der Welt, da fällt es mir schwer mir vorzustellen, für immer an einem Platz zu bleiben. Aber auch Deutschland hat sehr schöne Seiten, die ich noch entdecken möchte. Und wer weiß – vielleicht ziehe ich tatsächlich eines Tages ins Ausland.

Was hat Sie bei Ihrer Reise am meisten beeindruckt?

Das kann ich gar nicht sagen, weil es so viele und verschiedene Eindrücke und Erlebnisse waren. Es war ganz großartig, Stätten wie Pompeji, die Akropolis oder Delphi zu besuchen, aber nicht minder interessant war es, die Menschen der unterschiedlichen Länder kennenzulernen und in ihre Kultur einzutauchen. Aber um ein Beispiel zu nennen: Niemals vergessen werde ich eine Nacht in Lissabon, während der ich durch die Stadt streifte und auf einmal auf einem kleinen Platz etliche Menschen sah, die zu klassischer Musik aus einem uralten Kassettenrekorder Tango tanzten. Einige trugen vornehme Garderobe, anderen sah man an, dass sie nur einen Sonntagsanzug besaßen und ihn zu diesem Anlass aus dem Schrank geholt hatten, und wieder andere trugen Alltagskleidung. Keiner von ihnen besaß viel Geld, das konnte man sehen. Sie tanzten schweigend und ich erinnere mich, dass ich am Rand stand und diese unwirkliche Szene betrachtete. Und ich dachte: So müssen Engel aussehen, wenn sie auf der Erde leben und tanzen würden. Das war ein sehr intensiver Augenblick für mich.

Haben Sie die Stationen Ihre Europa- Rundreise geplant oder mehr oder weniger dem Zufall überlassen, und wie finanziert man so ein Jahr ?

Ich habe die Reise sehr lange geplant, wobei ich zwischendurch auch spontanen Eingebungen gefolgt bin – das war ganz ähnlich wie das Geschichtenerzählen. Finanzieren konnte ich das Jahr, da ich neben meinem Studium gearbeitet habe und so Geld sparen konnte.

Glauben sie an Parallelwelten?

Ich glaube, dass mehr in der sogenannten Realität steckt, als wir ahnen – Dinge, die einmal ein Teil von uns waren, ein Teil unserer Kultur und unseres Menschseins, die wir vergessen oder verdrängt haben, weil sie keinen Platz mehr haben in unserer rationalisierten Welt.

Was tun sie gegen Phasen der Einfallslosigkeit?

Bisher habe ich solche Phasen noch nicht erlebt – sehr wohl aber Augenblicke totaler Erschöpfung und Rastlosigkeit. Dann begebe ich mich in die Natur oder widme mich der Kunst (nur nicht dem Schreiben) und warte darauf, bis ich mein inneres Gleichgewicht zurückerlangt habe bzw. wieder fähig werde, mich auszudrücken.

Sie leben in einem Zirkuswagen. Würden Sie uns verraten, wie es zu diesem ungewöhnlichem Wohnsitz gekommen ist. Ein Zirkuswagen stelle ich mir sehr bunt und phantasiereich, aber auch sehr entbehrlich vor.

Während meiner Reise habe ich erstmals mit voller Kraft erfahren, was ich zum Leben wirklich brauche. Nach meiner Rückkehr erschienen mir vier gemauerte Wände auf einmal merkwürdig beengt und vieles von dem, was ich früher für unentbehrlich gehalten hatte, war mir plötzlich wie eine drückende Last, eine Fremdbestimmung, die ich so nicht mehr wollte. Ich möchte meine Aufmerksamkeit auf die Dinge lenken, die für mich von Bedeutung sind, und daher ist mein Wagen genau der richtige Platz für mich: ein bisschen Zirkus in der Wüste unserer Welt.

Stehen sie mit Ihrem Wagen immer am selben Ort, oder wechseln Sie auch die Standorte?

Momentan steht mein Wagen an einem festen Ort.

War dieser ungewöhnliche Wohnort schon immer ein Traum von Ihnen?

Nein, eher eine ferne Idee, die ich für mich nie für möglich gehalten hätte. Erst, als ich mich getraut habe, meinen eigenen Weg mit allen Konsequenzen zu gehen, wurde auch der Wohnort ein passender Teil in dem Mosaik meines Lebens.

Wie gefällt Ihnen das "Nomadendasein" im Zirkuswagen und wie lange können Sie sich dieses
Leben noch vorstellen?

Es gefällt mir sehr gut, weil es mir in meiner jetzigen Lebensphase entspricht. Momentan kann ich mir nicht vorstellen, dauerhaft woanders zu leben, aber wenn ich bedenke, welche Veränderungen in meinem Leben allein in den vergangenen Jahren passiert sind, sollte ich mich da wohl lieber nicht festlegen.

Wie sehen Sie sich in 10 Jahren und welche Zukunftspläne haben Sie?

Besonders durch die Schicksalsschläge, die ich in den letzten Jahren erfahren habe, wurde mir eines bewusst: Das Leben lässt sich nicht planen und wenn man es doch versucht, fällt man umso härter, wenn es seine eigenen Wege geht. Das bedeutet natürlich nicht, das ich nicht plane, im Gegenteil. Aber ganz sicher weiß ich nur zwei Dinge: Ich möchte immer Geschichten erzählen und sie aufschreiben und ich wünsche mir, dass es auch in zehn Jahren noch Menschen geben wird, die sie hören möchten.

Haben Sie literarische Vorbilder?

Nein. Es gibt viele Schriftsteller, die ich sehr schätze, und einige, die ich bewundere. Aber es ist schwer, etwas Eigenes zu schaffen, wenn man ständig unerreichte Meister im Nacken sitzen hat, daher sind sie nicht meine Vorbilder im eigentlichen Sinn.

In der Beschreibung für Ihr erstes Buch „Grim“ steht, dass es sich um einen Fantasy-Roman handelt, der sich von anderen unterscheidet.

Wie würden Sie selbst Ihr Buch von den Lesern gesehen haben wollen? (Anmerkung: keine Schubladen-Einordnung bitte, sondern mich interessiert einfach nur Ihr Sichtweise als Autorin. Ob sie einfach tolle, spannende, faszinierende Geschichten erzählen möchten.)

Ja, genau das möchte ich. 🙂 Ich habe die Geschichte so erzählt, wie sie erzählt werden musste, und wenn Leser in Grims Welt eintauchen und mit meinen Figuren ihr Abenteuer erleben, um dann vielleicht verwandelt in die sogenannte Realität zurückzukehren, ist das schon mehr als genug. Ich weiß nicht, ob man immer in Kategorien denken sollte, denn ich befürchte, dass man damit häufig niemandem gerecht wird – nicht der zu beurteilenden Sache und erst recht nicht sich selbst. Ich wünsche mir, dass sich jeder Leser eigene Gedanken zu Grim macht, und möchte da nichts vorgeben.

Gab es eine Gemeinsamkeit, eine Grundtendenz in all den erzählten
Geschichten, die Sie auf Ihrer Reise durch Europa “gesammelt” haben?
 Damit sind nicht das klassische Motiv “Gut gegen Böse” gemeint.
Sondern  eher die eventuell in alten Geschichen verwobenen
mystischen Aspekte, ihre verborgenen Geheimnisse. Der hinter diesen
Geschichten stehende Versuch, die Welt zu erklären. Oder sie auch zu
verklären.

Eine sehr interessante Frage, über die man einiges schreiben könnte. Im Rahmen
 dieses Interviews würde ich es so formulieren: Alle Geschichten, die mir begegnet
sind,haben die Welt verwandelt – weil sie mich verwandelt haben und meine Welt
 durch meine Vorstellung entsteht. Dabei haben einige Geschichten die Welt erklärt,
manche verklärten sie und wieder andere ließen sie in sich zusammenstürzen wie
ein Kartenhaus, um sie dann ganz neu wieder aufzubauen. Jede Geschichte, die ich
 gefunden habe, birgt ein Geheimnis in sich, das – ob entschlüsselt oder
nicht – zu einem großen Ganzen beiträgt, das weniger erklärt werden kann als
erfühlt werden muss. Und noch eine letzte Gemeinsamkeit ist mir aufgefallen:
Jede Geschichte, die ich gesammelt habe, ist eine Zauberin gewesen, die jedes Mal
 aufs Neue, wenn ich in ihre Welt aus Buchstaben eintauchte, ein anderes
Kunststück zeigte mit denselben Worten. Und jedes Mal veränderte sie die Welt.
Diese Magie habe ich in allen Geschichten gefunden, und ich denke, dass sie aus
einer grundlegenden Sehnsucht unseres Daseins heraus entspringt –
der Sehnsucht nach dem Geheimnisvollen, nach Wundern und Poesie, die in
diesen Geschichten befriedigt
wird.

Oder anders gefragt, glauben Sie, dass Menschen ohne ihre kleinen und großen
Geheimnisse leben könnten?

Nein, im Gegenteil, ich denke sogar, dass wir uns selbst zugrunde richten, indem
wir die Welt – wie Michael Ende sagte – in eine Zivilisationswüste verwandeln, jedes
 Geheimnis in ihr wegerklären und alle Wunder abhäuten und zunichte machen. Ich
bin der Überzeugung, dass wir mehr sind als die Summe unserer Teile und uns
dagegen wehren sollten, nur Rädchen im Getriebe zu sein. Poesie und Phantasie
mögen auf den ersten Blick nicht zum alleinseligmachenden und an allen Ecken
bejubelten Fortschritt beitragen. In Wahrheit aber werden sie es sein, die uns
retten werden, wenn wir eines Tages erwachen und uns fragen, wo dieser
Fortschritt und dieser blinde Rationalismus eigentlich hinführen soll - wenn wir
feststellen, dass unser Leben, das wir uns erschaffen haben, nicht mehr lebenswert
 erscheint. Die Kraft der Phantasie ist die größte Stärke des Menschen. Wir sollten
sie für bessere Dinge nutzen als für die Ausbeutung unseres Planeten und die
 Ökonomisierung unseres eigenen Ichs.

Kommen Sie selber noch zum lesen und was sind ihre derzeitigen Lieblingsautoren?

In letzter Zeit komme ich leider immer weniger dazu, aber ein paar Seiten am Tag müssen immer sein. Lieblingsautoren im eigentlichen Sinn habe ich nicht, sehr wohl gibt es aber viele Schriftsteller, die ich bewundere, angefangen bei Goethe über Thomas Mann bis hin zu Michael Ende, Kafka oder Baudelaire. Alle an dieser Stelle aufzuzählen, würde jedoch zu weit führen.

Welches Buch haben Sie am meisten gelesen?

Immer wieder gelesen habe ich Kinderbücher, vor allem die von Astrid Lindgren. Mio, mein Mio habe ich beispielsweise schon sehr oft gelesen, und werde es auch in Zukunft noch oft tun. Aber in Bezug auf die Frage, welches Buch ich am meisten, d.h. am häufigsten gelesen habe, ist die Antwort vermutlich Frederick von Leo Lionni. Das habe ich bereits angeschaut, als ich noch nicht lesen konnte, und da das inzwischen leider schon eine ganze Weile her ist, hatte ich bei diesem Buch am meisten Zeit, es wieder und wieder zu lesen.

Sie schrieben, dass erst ein Agenturwechsel eine erfolgreiche Vermittlung Ihres Romans brachte.

Welches Gefühl war es, so lange mit einem Roman, einer Herzensangelegenheit warten zu müssen, bis dieser endlich veröffentlicht wird?

Es war nervenaufreibend und anstrengend und nicht nur einmal habe ich auf meinem Weg kurz davor gestanden, alles hinzuschmeißen. Aber letztlich waren es die Geschichten, die mich weitermachen ließen – und sie sind es bis heute.

Was hat Sie dazu bewogen hat die Agentur zu wechseln? Haben Sie die Bewerbungen für die anderen Agenturen mit gemischten Gefühlen geschrieben? Oder war die Entscheidung am Ende gar einfach? Evtl. sogar mit Schuldgefühlen?

Ich habe die Agentur gewechselt, da meine ehemalige Agentur sich vor allem auf Hochliteratur spezialisiert hat und somit nicht über die Kontakte verfügte wie eine Agentur, die sich hauptsächlich auf Fantasy konzentriert. Für mich war es kein leichter Schritt, aber ich habe mit meiner ehemaligen Agentur zuvor gesprochen und wir haben das Vertragsverhältnis einvernehmlich gelöst.

Was würden Sie Autoren raten, die auf der Suche nach dem richtigen Verlag sind?

Ich würde jedem raten, niemals den Glauben an sich selbst und vor allem an die Geschichten zu verlieren. Sie sind es, die zählen, das sollte man niemals vergessen, auch wenn es mitunter verdammt schwer sein kann. Außerdem rate ich dazu, den Weg über eine Agentur zu nehmen.

Bitte ergänzen Sie: Phantasie ist ….

lebensnotwendig.

Herzlichen Dank Frau Schwartz, das Sie sich Zeit genommen haben, die Fragen zu beantworten.

Das signierte Exemplar von Grim hat Nicole P. aus Österreich gewonnen!

©Tine Schweizer


Rezension zu Grim

2 Kommentare zu „Interview mit Gesa Schwartz

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