Autoreninterviews

Interview mit Sophie Benning

Liebe Frau Benning, vielen Dank dafür, das Sie sich die Zeit nehmen um alle Fragen zu beantworten.

Für Tines Bücherwelt mache ich das gerne. Ich finde die Seite toll und lese sie regelmäßig.

Sie schreiben sehr witzige Liebesgeschichten, wie aus dem Leben gegriffen. Haben Sie den auch wirklich Anlehnung an selbst erlebtes mit eingearbeitet?

Ich habe viele Jahre in WGs gelebt und so manche Begebenheit aus der Zeit hat ihren Platz im Buch gefunden, vieles habe ich mir aber auch einfach so zusammen gesponnen. Eines ist jedoch völlig autobiografisch: ich bin damals auch wegen eines Freundes, der bei mir auf der Couch übernachtet hat, aus meinem möblierten Zimmer rausgeworfen worden und habe dann mit Freundinnen meine erste WG gegründet.

Woher nehmen Sie ansonsten die Ideen für diese humorvollen Liebesgeschichten?

Das ist schwer zu präzisieren. Eigentlich kommen die von überall her. Manchmal liest man etwas Verrücktes in der Zeitung und denkt dann „um die Ecke“ und schon ergibt sich eine völlig komische Situation. Oder ich spinne mit einer Freundin herum und wir werfen uns die Ideen-Bälle zu. Zum Glück habe ich auch eine Lektorin, mit der ich gut herum spinnen kann.

Inspirieren Menschen aus Ihrer Umgebung Sie für ihre Charaktere?

Ganz sicher. Ich liebe es, im Café oder in der Kneipe zu sitzen und Leute zu beobachten. Auch Zug fahren eignet sich hervorragend,

Aber es passiert eigentlich nie, dass ich jemanden 1:1 in eine Geschichte packe.

Wieviel von Ihnen steckt in Emma?

Das werde ich oft gefragt und ich glaube, diese Frage können meine Freunde eher beantworten als ich. Ich weiß es wirklich nicht.

Die Titel Ihrer Bücher „Kann man Hormone dressieren?“ und „Was, wenn Mr. Right links abbiegt?“ heben sich von der Masse ab und sind sehr einfallsreich. Haben Sie bei der Titelauswahl ein Mitspracherecht oder werden die Titel vom Verlag ausgesucht?

Ich hatte von Anfang an Fragen dieser Art über den Kapiteln stehen und das Prinzip haben wir dann auch für das Titelkonzept übernommen.

Der erste Titel kam praktisch direkt aus dem Manuskript, die anderen Titel entstanden beim Brainstormen.

Der Verlag hat aber immer das letzte Wort bei diesen Sachen.

Im Herbst erscheint der dritte Band, können wir uns danach auf weitere Romane über Emma und Co. freuen, oder ist danach Schluss?

Nach dem dritten Band ist mit Emma & Co erst mal Schluss, denn „Wie entliebt man sich unsterblich?“ rundet die Geschichte gut ab.

Im Herbst 2011 erscheint aber ein neuer Einzelband. Und alle Leserinnen, die bisher genölt haben, dass ihnen meine Bücher bisher nicht dick genug sind, dürfen sich auf einen richtigen Schmöker freuen.

Haben Sie schon weitere andere Bücher in Planung?

– O ja, es spukt mir noch eine Menge im Kopf herum.

Wie sind Sie zum Schreiben gekommen? Gabs es hier einen entscheidenden Moment, oder jemand der Sie dazu inspiriert hat?

Zum Schreiben kam ich per Zufall. Ich hatte eine Menge Ideen und irgendwann habe ich mich hingesetzt und den Wirrwarr mal geordnet.

Können Sie sich vorstellen in anderen Genre zu schreiben?

Aber klar! Im Augenblick arbeite ich an einem Thriller.

Haben Sie leicht einen Verlag für ihre humorvollen Bücher gefunden?

In dem Fall hatte ich einfach Glück: Der Verlag fand mich. Eine Lektorin kannte meine Texte, wusste von meiner Vorliebe für Chicklit und

so bekam ich diese Chance.

Wie schafft man es, einen Verlag für sich zu begeistern?

Das ist gar nicht so einfach, denn das Autorenangebot ist ja enorm. Wichtig ist es, sich vorher mit dem Verlag in Verbindung zu setzen und erstmal anzufragen, ob überhaupt Interesse besteht. Auf gar keinen Fall sollte man einfach etwas schicken.

Geschickter ist es aber, sich einen Agenten zu suchen, der das Manuskript prüft und es dann, wenn er überzeugt

ist, bei den Verlagen anbietet. Wenn man keinerlei Verlagskontakte hat, ist das der bessere Weg.

Haben Sie jemals Literatur über die Kunst des Schreibens gelesen? Und wenn ja, welches dieser Bücher würden Sie empfehlen?

Es gibt ein paar Bücher, die ich wirklich empfehlen kann.

„Wort für Wort“ von Elisabeth George gehört auf jeden Fall dazu. (Das Buch ist bei Goldmann erschienen und kostet 12 €)

George schafft es, Grundlagen verständlich rüber zu bringen und bringt auch viele Textbeispiele und Buchempfehlungen.

„Über das Schreiben“ von Sol Stein. Das ist bei 2001 erschienen.

Und das Buch „Das Leben und das Schreiben“ von Stephen King.

Sind Sie der Meinung, dass es ein „Geheimnis der Schriftstellerei“ gibt und wenn ja, welches ist das Ihrer Meinung nach?

Es gibt vor allem viele Mythen um das Schreiben. Aus der Reihe: die Ideen, der Plot und alles drum herum fliegen einem einfach zu.

Das ist Quatsch. Schreiben ist harte Arbeit, auch wenn es witzige Texte sind. Und man kann – und muss eine Menge Handwerk lernen.

Über Sophie Benning findet man nichts näheres (auch kein Foto) im Internet. Woran liegt das?

Da ich auch in der Kinder- und Jugendbuchbranche unterwegs bin, hat der Verlag sich gewünscht, dass ich diese Bücher unter Pseudonym schreibe. Daher ist Sophie Benning noch ein recht unbeschriebenes Blatt ((-:


Lesen Sie viel in Ihrer Freizeit oder konzentrieren Sie sich eher auf das Schreiben?

Ich lese in meiner Freizeit sehr, sehr viel. Und schreibe eigentlich jeden Tag.

Was sind Ihre Lieblingsschriftsteller?

Ui, da kann ich nur eine Auswahl treffen.

Krimis lese ich u.a. gerne von Val McDermid, Ian Rankin, Michael Connelly, Fred Vargas, John Sandford, Jeaffrey Deaver, Stephen King,

Ansonsten mag ich Margaret Atwood, John Irving, Anna Gavalda, Anne Tyler, John Updike, Claudie Gallay, Martin Sutter, Janet Evanovich,

Philippe Grimbert, um nur einige zu nennen…

Welche Bücher sollten Ihrer Meinung nach in keinem Bücherregal fehlen?

Die, die man liebt. Und das wird bei jedem anders aussehen…

Haben Sie ein Hobby, welches Sie intensiv betreiben, oder sammeln Sie etwas?

Ich wühle mit Begeisterung im Garten herum. Gerade Tätigkeiten wie Unkraut jäten machen das Hirn schön frei. Außerdem koche und laufe ich für mein Leben gerne.

Welche Wohnform finden Sie persönlich jetzt am besten? WG oder alleine?

Mittlerweile eine WG, wo jeder seinen Bereich hat. Also eher eine Hausgemeinschaft.

Sehen Sie die Chance in nächster Zeit ihren Mr. Right zu finden?

Ehrlich gesagt: ich habe ihn bereits gefunden ((-:

Wie wichtig ist Ihnen Freundschaft? Lieber viele Freunde oder weniger, aber dafür gute Freunde?

Gute Freunde sind mir wahnsinnig wichtig. Und es müssen keine Horden sein. Lieber einige wenige sehr gute.

Bitte ergänzen Sie: Hoffnung ist…. gibt es immer, wenn man gute Freundinnen hat!!!!

Die Gewinnerin des signierten Exemplars ist: Amanda F.


Der 3. Teil „Wie entliebt man sich unsterblich“ erscheint im September 2010

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2 Kommentare zu „Interview mit Sophie Benning

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