Interview mit Daniel Bielenstein

Lieber Herr Bielenstein, herzlichen Dank, dass Sie sich die Zeit nehmen um die Fragen der Leser zu beantworten.

Ihre Schriftstellerische Karriere begann ja erst mit Kurzgeschichten, danach seit 2003 mit Unterhaltungsromanen, bis sie derzeit aktuell bei Jugendromanen angekommen sind. Was hat sie dazu bewogen das Genre zu Wechseln?

Eigentlich ist nur ein weiteres Genre hinzugekommen, nämlich die Jugendbücher. Die zu schreiben war schon immer mein Wunsch. Aber natürlich schreibe ich auch weiterhin Erwachsenenbücher – die letzten zwei unter meinem Pseudonym Philip Tamm!

Ist es einfacher einen Unterhaltungsroman zu schreiben, oder ein Jugendbuch?

Es macht erstaunlicherweise kaum einen Unterschied. Jedes Buch hält seine ganz eigenen Herausforderungen parat – und meistens kristalisieren die sich erste während des Schreibens heraus.

Woher stammen Ihre Grundideen zu Ihren Romanen? Reine Fiktion, Beobachtung anderer Menschen oder oder?

Eine Mischung aus allem. Oft sind es ganz kleine Momente, Eindrücke, Erfahrungen – und dann denke ich: Wow, das könnte ein Roman werden. Bis es dann wirklich soweit ist, folgt natürlich noch eine Menge Arbeit.

Verarbeiten Sie beim Schreiben auch immer ein paar eigene Erlebnisse mit ein?

Ja, immer. Allerdings filtere und verändere ich sie natürlich.

Ist es schon mal passiert, das sich Bekannte, Freunde, Verwandte in Ihren Büchern wiedergefunden haben?

Ja, aber merkwürdigerweise nie in den Figuren, bei denen ich selbst an die jeweilige Person dachte! Dadurch habe ich viel über die Selbst- und Fremdwahrnehmung von Menschen gelernt.

Was macht eine Geschichte zu einer Geschichte, die dann nicht nur Sie, sondern auch Ihre Leser interessiert?

Ich glaube, das ist mein Talent, das ich über Dinge schreibe, die auch viele andere Menschen interessieren. Ich habe von Lesern oft gehört, dass sie sich und ihre Lebensfragen in meinen Büchern wiederfinden.

Wie lange Schreiben sie an einem neuen Roman?

Unterschiedlich. Vom ersten getippten Wort bis zum fertigen Roman vergeht etwa ein Jahr.

Gibt es einen Platz, an dem Sie am liebsten schreiben?

Zuhause am Schreibtisch! Andererseits, ein wenig Abwechselung tut gut, darum bin ich regelmäßig auf Mallorca.

Sie sind Journalist und Autor. In welchem Bereich schreiben sie denn lieber? Kann man das überhaupt vergleichen?

Es ist doch recht unterschiedlich, ob ich schriftstellerisch oder journalistsich arbeite. Aber die beiden Felder befruchten sich gegenseitig. Unter dem Strich arbeite ich lieber an einem Roman.

Was hat den Ausschlag gegeben, das Sie zum Schreiben angefangen haben?

Das ist schwer zu sagen, denn es ist schon lange her. Ich denke mal, dass ich schon immer ein guter Beoabachter war. Und die vielen Eindrücke mussten einfach irgendwohin – am bessten also aufs Papier.

Können Sie sich noch an Ihren ersten Schreibversuch erinnern und was ist daraus geworden?

Es war eine Kurzgeschichte, die ich mit vierzehn Jahren geschrieben habe. Ich habe sie damals Freunden vorgelesen, denen sie gut gefallen hat. Jetzt liegt sie gut verwahrt in einer Schublade.

Wie war denn Ihre Zeit als Teenager?

Wild! Ich habe viel Unsinn gemacht und das Leben in vollen Zügen genossen.

Denken Sie, das es Teenager heute schwerer haben, als zu Ihrer Jugendzeit?

Nein. Die Probleme sind andere geworden, aber nicht mehr und nicht weniger.

Lesen Sie genauso gerne, wie sie Schreiben?

Ja, ich bin ein leidenschaftlicher Leser und kann mir ein Leben ohne Bücher nicht vorstellen.

Welche Genre lesen sie privat am liebsten?

Ich bin ein Querbeet-Leser, vom Krimi über die Love-Story bis zum Entwicklungsroman. Ab und zu tauche ich in „dicke Schinken“ ein, dann wieder faszinieren mich kurze, knackige Romane. Ich denke mal, die Abwechselung ist wichtig beim Lesen.

Haben Sie ein Lieblingsbuch?

Nein, nicht direkt, weil zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Bücher für mich wichtig waren. Aber es gibt einige Bücher, denen ich wunderbare Leseerlebnisse verdanke.

Wer hat Ihnen als Kind Geschichten erzählt?

Ich bin an verschiedenen Orten auf dieser Welt in sehr exotischer Umgebung aufgewachsen – darum hat mich das Leben schon früh mit vielen Geschichten verwöhnt.

Arbeiten Sie schon einem neuen Projekt und wohin soll uns dies entführen? Wann können wir uns auf ein neues Buch von Ihnen freuen?

Im Moment entsteht wieder ein Love-Comedy-Roman, der nächstes Frühjahr erscheinen soll. Außerdem habe ich gerade einen weiteren Jugendroman meiner „Jordan“-Reihe fertiggestellt. Erscheinungstermin ist Februar 2011

Was kann Sie so richtig auf die Palme bringen?

Da gibt es leider so einiges, denn ich rege mich nicht ganz selten auf. Sagen wir es mal so: Unaufmerksame, rücksichtslose Mitmenschen bringen mich in Rage!

Wer ist der wichtigste Mensch in Ihrem Leben, Herr Bielenstein?

Ich denke, dieser Mensch weiß das genau!

Welchen Tip können sie all denen geben, die gerne ein Buch veröffentlichen würden?

Haben Sie Geduld und glauben Sie an sich selbst! Und dann gehen Sie mit Ihren Geschichten an die Öffentlichkeit, lesen Sie vor, gehen Sie zu Slams oder Veranstaltungen und schauen Sie, wie die Menschen auf Ihre Arbeit reagieren.

 

Die Gewinnerin der beiden signierten Bücher ist Bettina K.

Herzliche Glückwünsche!

© Tine Schweizer

 

 

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