Autoreninterviews

Interview mit Rainer Wekwerth

Lieber Herr Wekwerth, in vielen Rezensionen liest man von Ihren wundervoll ausgedachten Charakteren und ihrem grandiosen Schreibstil. Wie fühlen Sie sich, wenn Sie so etwas lesen? Und wie haben Sie das Schreiben „gelernt“?

Danke für das schöne Kompliment. Ganz ehrlich man fühlt sich großartig. Ich bin zufrieden, dass es mir gelungen ist den Leser zu berühren. Darum geht es beim Schreiben und es ist einfach ein gutes Gefühl, zu wissen, man hat gute Arbeit geleistet.

Das Schreiben habe ich durch das Schreiben gelernt, ich habe aber auch schon immer viel gelesen. Der Rest ist wohl das, was man Talent nennt.

Wie ist Ihnen überhaupt die grundsätzliche Idee zum Jugendfantasyroman Damian gekommen?

Schon seit Jahren schwebte mit ein Kampf zwischen Gut und Böse vor. Ein ultimativer, endgültiger Kampf, bei dem sich jeder entscheiden muss, auf welcher Seite er steht. In diesen Strudel der Ereignisse wollte ich zwei Liebende stellen, die bereit waren für ihre Liebe zu kämpfen und zu sterben. Lara und Damian zeigen aber auch auf, dass wir alle unser Schicksal selbst in Händen halten und sind somit hoffentlich Beispiele für junge Menschen.

Nun erscheint ja im nächsten Jahr ein zweiter Teil. Endet damit die Geschichte oder dürfen die Leser noch weitere Fortsetzungen erwarten?

Die Geschichte endet mit Band 2. Von Anfang an war mir bewusst, dass es zwei Bücher braucht, um die ganze Geschichte zu erzählen. Wenn sie aber erzählt ist, gibt es keinen Grund weiter Bände zu schreiben.

Was erwartet uns im nächsten Buch?

Hoffentlich genauso viel Spannung wie im 1.Teil und ich kann versprechen, dass es einige Überraschungen geben wird.

Viele Fantasybücher, die auch in der normalen Welt spielen, spielen in London oder anderen ausländischen Metropolen. „Damian – Stadt der Engel“ spielt in Berlin. Hat es das Schreiben einfacher oder komplizierter gemacht, das Ganze in einer deutschen Stadt spielen zu lassen? In einer Stadt, die viele Leser kennen, in der natürlich aber auch die Recherche einfacher ist als in irgendwelchen ausländischen Metropolen.

Berlin ist eine faszinierende Stadt, die man als Autor nur mit anderen Augen entdecken muss. Wenn man genau hinsieht und die Phantasie ein wenig spielen lässt, gibt es keinen besseren Schauplatz für diese Geschichte. Mit ausländischen Metropolen soll Geschichten oft Flair und Atmosphäre gegeben werden. Eine gute Geschichte braucht das nicht, sie kann praktisch überall spielen, denn es kommt auf die Figuren an.

Was fasziniert Sie an Engeln?

Ihre bedingungslose Liebe zu den Menschen. Sie sind wahrhafte Krieger des Lichts, aber stets voller Anmut und innerer Schönheit. Ich hoffe und glaube, dass es sie wirklich gibt. Vielleicht nicht unbedingt so, wie ich sie beschreibe, aber dennoch unter und bei uns.

Waren Sie selbst an der Entstehung des Buchtrailers beteiligt?

Der Trailer war meine Idee. Ich habe auch das Drehbuch dazu geschrieben.

Hatten Sie Einfluss auf die Covergestaltung von Damian?

Nein. Und das ist gut so, denn die Grafikerin hat ganze Arbeit geleistet und ein wunderschönes Cover entworfen, das die Stimmung im Buch perfekt rüberbringt.

Welche Buchprojekte (außer Damian Teil 2) haben Sie in nächster Zeit geplant?

Dazu kann ich noch nichts Konkretes sagen, denn derzeit konzentriere ich mich auf den 2. Teil von „Damian – Die Stadt der gefallenen Engel“.

Sie bieten ja auch online Schreibkurse an. Wie darf man sich so etwas vorstellen und welche Voraussetzungen sollte man dafür mitbringen?

Eine Erläuterung zu den Schreibkursen würde den Rahmen dieses Interviews sprengen. Alles Wichtige hierzu findet man auf www.kreatives-schreiben.net. Mitbringen sollte man Leidenschaft und Disziplin.

Welches sind Ihre Lieblingsautoren bzw. Lieblingsbücher?

Dan Simmons. Er ist ein begnadeter Autor. Mein Lieblingsbuch ist aber „Die Brautprinzessin“ von William Goldman.


Was hält ihre Familie und Freunde von dem Erfolg und haben diese ihre Bücher insbesondere ihr Jugendbuch Damian gelesen?

Alle freuen sich mit mir über den Erfolg von Damian. Die meisten haben meine Bücher, also auch Damian gelesen, aber es sind auch ein paar Lesemuffel darunter, die kein Buch in die Hand nehmen würden. Ich mag sie trotzdem.

Woher nehmen Sie die Ideen für Ihre Romane?

Das weiß ich nicht. Sie sind plötzlich da und wollen erzählt werden.


Ist Schriftsteller ihr Hauptberuf?

Ja.


Wie haben Sie ihre Berufung erkannt?

Ich hatte keine Wahl. Diese Leidenschaft hat mich ausgesucht, nicht umgekehrt. Ich würde auch schreiben, wenn ich kein Geld dafür bekomme. Hauptsache jemand liest meine Bücher und findet sie gut.

Ist es einfach sich in die unterschiedlichen Genre einzuschreiben?

Für mich schon, denn so bleibe ich neugierig und habe Freude am Schreiben. Immer die gleichen Themen und Genre würden mich langweilen. Ich liebe Herausforderungen.

Werden Sie auch weitere Romane unter Ihren bisher bekannten Pseudonymen veröffentlichen?

Voraussichtlich nicht.

Wie versetzen Sie sich in die unterschiedlichen Stimmungen? Hilft Ihnen Musik dabei oder absolute Stille? Oder gibt es andere Möglichkeiten um Situationen nicht nur zu beschreiben, sondern auch zu durchleben?

Wenn ich schreibe, bin ich tief in meiner Welt. Ich brauche keine Musik oder andere Methoden. Ich schreibe das erste Wort und bin da.

Eine Frage mal ganz ab von Thema rund ums Buch: haben Sie eine Meinung zu S21 und wie erlebt man die Proteste in Stuttgart?

Ich bin gegen Stuttgart 21, da ich denke das ganze Geld hätte sinnvoller für andere Projekte eingesetzt werden können. Wie alle hier in und um Stuttgart bin ich überrascht von der Vehemenz mit der sich die Bürger gegen dieses Großprojekt wehren. Das hätte ich uns Schwaben gar nicht zugetraut.

Herzlichen Dank Herr Wekwerth für dieses ausführliche Interview!

Die Gewinnerin des signierten Buches ist: Sabrina K.

©Tine Schweizer

 

meine Rezension zu Damian

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Ein Kommentar zu „Interview mit Rainer Wekwerth

  1. Dafür möchte ich mich auch noch mal ganz ♥lich bei dir und Herrn Wekwerth bedanken…das war mein erstes signiertes Buch und ich habe mich so sehr gefreut 😉

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