Autoreninterviews

Interview mit Gesa Schwartz

Liebe Frau Schwartz, es freut mich, dass Sie wieder bereit sind, die Fragen der Leser zu beantworten. Seit ihrem letztem Interview sind jetzt 2 ereignissreiche Jahre vergangen. Mittlerweile haben Sie nicht nur den 2. Teil von Grim veröffentlicht, sondern auch eine ganz neue Trilogie „Nephilim“ auf den Weg gebracht. Hätten Sie sich vorher gedacht, dass sie solche Erfolge haben würden? Wie fühlen Sie sich dabei?
Nein, damit konnte ich gar nicht rechnen, und umso schöner ist es daher jetzt für mich.

Wie haben Sie sich gefühlt, als sie den Deutschen Phantastik Preis (fürs beste deutsche Romandebüt)  erhalten haben?
Das war ein sehr schönes Gefühl. Mir bedeutet der DPP viel, weil er von denjenigen vergeben wird, die ich mit meinen Geschichten erreichen möchte: den Lesern.

Auf der Buchmesse waren sehr viele Menschen, die ihre Bücher signiert haben wollten. Waren Sie nicht erschlagen von den ganzen Menschen und tut nach einer Weile nicht die Hand weh?
Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Menschen zu meiner Signierstunde gekommen sind, da konnte ich mögliche Schmerzen in der Hand gut verkraften.

Kann man so große Signierstunden als Autor genießen?
Ich finde es immer schön, meinen Lesern persönlich zu begegnen, und ich fand auch die Signierstunde sehr spannend, wenngleich natürlich für längere Gespräche dort keine Zeit war. Aber dafür gibt es ja auch noch andere Gelegenheiten, beispielsweise nach meinen Lesungen.

Sie sind gerade sehr fleißig am schreiben, hatten Sie auch schonmal eine Schreibblockade, wo sie über nichts mehr schreiben konnten? Und wenn ja, was machen Sie dagegen?
Eine Schreibblockade im eigentlichen Sinn hatte ich noch nicht. Es gibt allerdings durchaus Phasen, in denen es mir schwer fällt, an einem Text zu arbeiten, und das kann ganz verschiedene Gründe haben. Manchmal ist das Außen zu stark, manchmal treten auch innerhalb der Geschichte selbst Probleme auf. Dann versuche ich, wieder zu ihrem Kern zu finden und ihre Stimme zu hören.

Was inspiriert Sie beim schreiben?
Das kann alles sein, Bilder, Musik, Gespräche, Menschen, die Natur – das Leben.

Wie lange brauchen Sie für ein neues Buch?
Etwa ein Jahr.

Obwohl die Trilogie um Grim noch nicht abgeschlossen ist, haben sie schon Nephilim geschrieben. Was hat Sie dazu bewegt, diese Geschichte anzufangen?
Ich hatte ein Bild im Kopf, von dem ich sofort wusste, dass es nicht in Grims Welt gehört, ein Bild, das mächtig genug war, um sich sehr schnell auszubreiten und weitere Bilder zu produzieren – und mit ihnen das Bedürfnis, die Geschichte kennenzulernen, die dahinter steckt. Welches Bild das war, werde ich nicht verraten, um nichts vorwegzunehmen, aber ich freue mich sehr, dass eines der weiteren Bilder das Motiv auf dem Cover des Buches ist. LYX hat mich sowohl bei GRIM als auch bei den Nephilim stark in den Entstehungsprozess eingebunden, so konnte ich dazu beitragen, dass Cover und Text eine Einheit bilden, und es ist schön, dass eines der ersten Bilder, die ich zu der Geschichte im Kopf hatte, nun auch für den Leser mit das Erste sein wird, was er von der Geschichte sieht.

Wird im dritten Teil Lyskian ebenfalls eine Rolle spielen neben Grim und Mia, wie schon im 2. Teil Theryon? Über ihn weiß man sehr wenig.
Ja, das wird er.

Wird es nach dem 3. Grim Teil wirklich ein Abschied von den Figuren sein, oder werden wir sie evtl woanders wieder treffen?
Möglicherweise wird es kein Abschied für immer sein.

Haben Sie noch Zeit selbst zu lesen und wenn ja welche Autoren/Bücher?
Zur Zeit lese ich gerade Kafkas Tagebücher, sozusagen zu Recherchezwecken.

Erhalten Sie Unterstützung aus dem Familien/Freundeskreis?
Ja, und dafür bin ich sehr dankbar.

Leben Sie immer noch in einem Zirkuswagen?
Ja.

Reisen Sie immer noch gerne in der Welt herum?
Nein, nicht gerne – ich liebe es! 🙂

Sie haben ungewöhnliche Kostüme und Fingerring! Entwerfen Sie diese selber oder woher bekommen Sie diese? Entspricht das ihrem alltäglichem Stil, also das außergewöhnliche?
Ich bin leider schon viel zu lange nicht mehr zum Nähen gekommen. Aber im digitalen Zeitalter ist es zum Glück gar nicht mehr so schwer, außergewöhnliche Kleidung zu finden. Im Alltag kleide ich mich dem Anlass entsprechend (beispielsweise wäre ein Reifrock auf dem Hundeplatz eher unpassend ;)), allerdings ist meine Kleidung nie eine Kostümierung, sondern Ausdruck meines Inneren – oder jedenfalls eines Teils davon. Man begegnet mir also auch in meinem Alltag so, wie man mich während öffentlicher Auftritte treffen kann.
©Tine Schweizer

Interview vom 12.04.2010

Grim Das Siegel des Feuers

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Ein Kommentar zu „Interview mit Gesa Schwartz

  1. Hallo Tine,

    sehr interessant und aufschlussreich diese Interview, hat mir so sehr gut gefallen.
    Weiter so und LG…karin

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