Audiobookrezension – Sabine Kornbichler ~ Im Angesicht der Schuld

Sabine Kornbichler – Im Angesicht der Schuld

Audible.de - Audiobook – gekürzte Fassung 04 Std 47 Min

Lübbe Audio 2006 – Sprecherin: Nana Spier

Preis: 13,95 Euro - Hörprobe

Nach dem ich gerade erst vor ein paar Tage meinen ersten Krimi von Sabine Kornbichler gelesen hatte, war ich begeistert ein Audiobook von einem ihrer Werke zu finden. „Im Angesicht der Schuld“ war schnell runter geladen und sofort war ich mittendrin im geschehen. So richtig kann ich es gar nicht in ein Genre einordnen, denn natürlich ist es ein Krimi, aber auch ein Roman für Frauen um Liebe, Leid, Trauer und Leben.
Die Hauptprotagonistin Helen Gaspary war mir von Anfang an sympathisch und auch ihr Mann Gregor hat mich schnell für sich eingenommen. Daher konnte ich auch den Schmerz und die Trauer von Helen nachvollziehen, als die Polizistin von ihrer Türe stand und den Tod von Gregor verkündete. Das Helen nicht an einen Selbstmord glauben konnte, war auch nach dem kurzen Einblick in Gregor´s Wesen für mich verständlich und glaubwürdig.

Sabine Kornbichler hat hier einen sehr einfühlsamen, aber doch auch spannenden Roman erschaffen, der den Leser/Hörer mit auf die Reise nach dem Täter und Motiv nimmt. Dabei werden viele überraschende Wendungen eingebaut. Ein Täter ist für den aufmerksamen Leser/Hörer schnell gefunden, doch ist es wirklich diese Person? Wie wird Helen mit diesem Verlust fertig?

Die Gefühle der trauernden Ehefrau sind sehr tief nachempfunden. Gefallen hat mir sehr, dass sie aber nicht alleine auf der Welt da steht, sondern sich hier zeigt auf welche Menschen man sich auch in der Not verlassen kann. Das einzige was ein wenig kurz kam, war die Beziehung zu ihrer Tochter Jana. Die einzelnen Szenen waren schon vorhanden und liebevoll, aber fast zu wenig meines Erachtens. Aber hier liegt wohl der Unterschied auch zwischen Krimi und Frauenunterhaltung.

Das mir Helen gleich sympatisch war und der ganze Roman wirklich gelungen umgesetzt wurde, ist auch ein Verdienst der Sprecherin Nana Spier! Sie hauchte den Figuren Leben ein und so konnte man meistens die verschiedenen Personen auch auseinanderhalten.

Ein Kriminalroman, der nicht nur den Kriminalfall im Auge hat, sondern aus der Sicht der Hinterbliebenen schildert, wie von dieser Seite alles empfunden wird. Wer sich darauf einlässt wird eintauchen in die Welt der Helen Gaspary und ihrem Weg die Wahrheit zu erfahren und die Gefühle erleben, mit diesem Verlust umzugehen. Ein Taschentuch in der Nähe zu haben, kann ich nur empfehlen.

Keiner meiner gewohnten Happy End Romane und doch bleibt am Ende das Gefühl zurück, sich nun von einer guten Freundin verabschieden zu müssen, deren Weg man eine Weile begleiten durfte.

©Tine Schweizer

 

Rezension: Das Richterspiel

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