Buchmenschen 5 Fragen an...

[Buchmenschen] 5 Fragen an… Sandra Vogel

Würden Sie sich den Lesern kurz vorstellen?

Mein Name ist Sandra Vogel und ich bin die „Piepmama“ des piepmatz Verlages. Ich betreibe meinen Verlag als Ein-Frau-Unternehmen seit knapp 2 Jahren. Natürlich habe ich auch viele fleißige freiberufliche Mitarbeiter, die mir ein wenig helfen. Durch die Ausbildung zur Grafik-Designerin kann ich vieles im Verlag selber erledigen, wie z.B. das Buchdesign und die Werbung.
Außerdem betreibe ich noch das Lesungsportal http://www.werliestwannwo.de, auf dem man kostenlos nach Lesungen in ganz Deutschland suchen und seine eigenen natürlich auch kostenlos eintragen kann. Hier sind schon einige bekannte Verlage wie der loewe Verlag, der Sauerländer Verlag und emons mit dabei.

Welche Aufgabe haben Sie in ihrem Verlag und wie dürfen wir uns Ihre Arbeit vorstellen?

Ich bin und mache eigentlich alles 🙂 ich betreue die eMails, lese Manuskripte, schreibe Zu- und Absagen, gebe Manuskripte ins Lektorat (das wird dann also nicht von mir gemacht), setze die Texte, gestalte das Buch (Cover, Umschlag, Satz), mache Werbung (Gestaltung von Lesezeichen, Postkarten, Lesungsorganisation, etc.), nehme Bestellungen entgegen, verpacke und verschicke die Bücher, kontaktiere Buchhandlungen, betreue den Facebook- und twitter-Account des Verlages, vertrete den Verlag auf Messen und und und 🙂
Mein Arbeitstag beginnt um 9 Uhr, da schaue ich erstmal nach Facebook, twitter und den eMails. Dann kommen die neuen Bestellungen dran. Wenn diese verpackt sind, widme ich mich einem der anstehenden Projekte. Das sind nicht nur Buchprojekte. Als Grafikerin habe ich auch einige Grafikaufträge wie Website-, Logo-, Visitenkarten- und Briefbogengestaltungen, die mein zweites Standbein bilden. Zwei Mal im Jahr organisiere ich einen Poetry Slam bei mir in der Stadt, der auch sehr viel Arbeit bedeutet, jedoch auch sehr gut besucht ist. Feierabend habe ich eigentlich nie, ich versuche ihn mir dann je nach Auftragslage selber irgendwie “aufzudrängen” 🙂

Wie sind sie zu Ihrem  Beruf gekommen?

Eigentlich wollte ich nach der abgeschlossenen Berufsausbildung zur Grafik-Designerin und der Berufserfahrung in Werbeagenturen den Weg in die Selbstständigkeit als Grafikerin einschlagen. Da meine Großeltern auch einen Verlag betreiben und ich in diesem schon oft mitgeholfen habe, fragten sie, ob ich ihn nicht übernehmen wolle, da sie ja auch nicht mehr die Jüngsten seien. Diesen Plan nahm ich dann in Angriff. Zwei Standbeine zu haben ist als Selbstständiger nie schlecht. Leider klappte die Übernahme des Verlages doch nicht wie gewünscht und ich änderte mein Konzept kurzerhand auf piepmatz Verlag und Design um.

Wie wirkt sich ihr Beruf auch auf ihr privates Leseverhalten aus?

Ohje, das ist ganz schlimm. Ich komme fast gar nicht mehr zu „normalen“ Büchern. Selber kaufe ich mir gar keine mehr, ich bekomme jedoch oft welche geschenkt. Mein SUB (Stapel ungelesener Bücher) wächst und wächst, sodass ich mir am Wochenende oft die Zeit nehme und mir ein privates Lesevergnügen gönne 🙂

Sie reisen auf eine einsame Insel und können nur 3 Bücher mit in den Koffer nehmen. Was ist dabei?

Da ich Bücher selten zweimal lese, werden es wohl drei Bücher von meinem SUB sein, die ich noch nicht kenne und interessant finde 😉

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