Buchmenschen 5 Fragen an...

[Buchmenschen] 5 Fragen an… Andrea Ehrmann (Andrea Tillmanns)

Würden Sie sich den Lesern kurz vorstellen?

Ich arbeite nach Studium und Promotion an der RWTH Aachen seit vielen Jahren an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach. Neben diesem „Brotberuf“ arbeite ich seit rund fünfzehn Jahren als Autorin und fast ebenso lange auch immer wieder für verschiedene Verlage als Lektorin und Korrektorin. Während ich für meine eigenen Bücher meinen Mädchennamen Tillmanns beibehalten habe, arbeite ich „hinter den Kulissen“ inzwischen unter meinem neuen Namen Ehrmann.

 

 

Welche Aufgabe haben Sie in ihrem Verlag und wie dürfen wir uns Ihre Arbeit vorstellen?

Ich habe schon für viele Verlage und Autoren gearbeitet. Die meisten kennen mich als Autorin und sprechen mich daher per Mail oder persönlich an, ob ich ein Manuskript korrekturlesen könne. Je nachdem, in welchem Stadium sich dieses Manuskript befindet, ist die Arbeit recht unterschiedlich: Manche Texte, die ich von Verlagen bekomme, sind so gut wie „fertig“, und bis auf einige beim Satz entstandene Fehler oder andere Kleinigkeiten ist nichts mehr zu ändern. Anderen Manuskripten merkt man an, dass dem Autor bzw. der Autorin noch ein wenig die zeitliche Distanz für eine kritische Überarbeitung fehlte – hier ist eher ein gründliches Lektorat erforderlich. Je nachdem, wie viel geändert werden sollte, geht das Manuskript durchaus auch mehrfach hin und her, bis es reif für eine verlagsunabhängige Veröffentlichung oder auch für die Verlagssuche ist.

Ich versuche, mir jeden Tag ein Zeitfenster zwischen dem Jobs in der Hochschule und dem als Autorin freizuhalten – zum Glück lassen sich die beiden freiberuflichen Tätigkeiten gut kombinieren, sodass sich bei bevorstehenden Terminen in einem der beiden Bereiche normalerweise etwas mehr Zeit für die jeweilige Aufgabe freischaufeln lässt.

Davon abgesehen arbeite ich aus ganz praktischen Gründen am liebsten am PC – meine Handschrift kann ich meist selbst später nicht mehr lesen …

 

Wie sind sie zu Ihrem  Beruf gekommen?

Ich hatte schon in der Grundschule immer das Bedürfnis, sorgfältig mit der deutschen Sprache umzugehen, und habe damals bereits meine Mitschüler und Mitschülerinnen verbessert. Da war es nur die logische Folge, dass ich später, während des Studiums, die Texte meiner Kommilitonen und Kommilitoninnen korrigiert habe und bald auch bei der Zeitung, für die ich damals gearbeitet habe, für das Korrektorat zuständig war. Ebenso ist meine jetzige freiberufliche Tätigkeit eigentlich eine logische Ergänzung meiner Arbeit als Autorin und hat sich auch daraus – bzw. aus den Erfahrungen und den Kontakten, die ich als Autorin habe – ergeben.

 

Wie wirkt sich ihr Beruf auch auf ihr privates Leseverhalten aus?

Überhaupt nicht. Über Fehlerhäufungen in Büchern habe ich mich immer schon geärgert.

 

Sie reisen auf eine einsame Insel und können nur 3 Bücher mit in den Koffer nehmen. Was ist dabei?

Auf alle Fälle mein Narnia-Sammelband, den ich immer noch nicht im Original gelesen habe. Dann das Italienisch-Lehrbuch, in dem ich endlich mal über das vierte Kapitel hinauskommen möchte. Und last but not least – der aktuelle Duden, falls ich mir bei der Formulierung der Flaschenpost-Urlaubsgrüße unsicher sein sollte 😉

www.andrea-ehrmann.de

©Tine Schweizer

 

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