Rezensionen 2013

Rezension – Maximo Duncker ~ Wer hier stirbt, ist wirklich tot

Maximo Duncker – Wer hier stirbt, ist wirklich tot

Leseprobe

ISBN: 978-3-442-37977-4 Preis: 8,99 Euro 320 Seiten

ebook ISBN: 978-3-641-08380-9 Preis: 7,99 Euro

Deutsche Erstveröffentlichung im November 2012 bei blanvalet

Kurzbeschreibung:

Wäre der Journalist Kai van Harm nicht vor knapp einem Jahr entlassen worden, hätte er jetzt nicht so viel Zeit. Hätte er jetzt nicht so viel Zeit, wäre er nicht ständig mit seinen Gedanken allein. Warum nicht ein Buch schreiben? Die Sehnsucht nach einem Neuanfang führt van Harm erst ins proletarische Neukölln, später in sein Landhaus in Brandenburg. Doch statt friedvoller Joggingrunden bei Sonnenaufgang erwarten ihn entflammte Gotteshäuser, vegetarisch gesinnte Antifas, ein Todesfall und allerlei skurrile Verwicklungen, wie es sie nur in der Provinz geben kann …

Prädikat Provinzkrimi lässt eine bestimmte Erwartung im Leser hochkommen. Leicht, unterhaltsam, mit etwas Spannend, außerdem urige Protagonisten. Gepaart mit dem Titel „Wer hier stirbt ist wirklich tot“ versprach dieser Roman eine kurzweilige humorvolle Unterhaltung zu werden.

Allerdings hat sich meine Erwartung nicht erfüllt. Was der Leser hier findet, sind Ereignisse, die nicht zu Ende geführt wurde Einen Hauptprotagonisten, der einfach nur seltsam und nicht nachvollziehbar war. Lange komplizierte Sätze, gespickt mit Fremdwörter dazu diverse politische Andeutungen,

Das Lesen hat sich als schwierig herausgestellt, die Konzentration musste immer wieder aufs wesentliche gelenkt werden, diese zu finden, viel allerdings schwer. Der Autor verliert sich in Details, die vom eigentlichen Geschehen ablenken und Verwirrung stiften. Der Spannungsbogen bleibt flach, obwohl es natürlich ein paar interessante Ereignisse gegeben hat. Die Persönlichkeiten sind eher farblos und unsympathisch.

Ab Teil 2: nach über 100 Seiten, wurde es ein wenig besser und die Figur des Bruno mit seinem berlinerischem Dialekt hat das ganze ein wenig aufgefrischt. Im Grunde war er der Grund, warum ich doch bis zum Ende durchgehalten habe.

Einer bestimmten Kategorie könnte ich dieses Buch nicht zuordnen.

Der Autor besitzt eine sprachliche Gewandtheit, die jedoch in diesem Falle nicht am richtigen Ort eingesetzt wurde.Interessant wäre, unter welchen Pseudonymen der Autor ansonsten schreibt.

Autoreninfo:

Maximilian Olaf Duncker, von seinen Freunden „Maximo“ genannt, wurde 1970 in Berlin-Zehlendorf geboren. Nach dem Studium der Literaturwissenschaften und Philosophie arbeitete er zwei Jahre als Lektor und Korrektor. Seit 2005 lebt er im ländlichen Teil Berlin-Pankows als freier Software-Berater und hat endlich wieder die Zeit, sich verstärkt seiner wirklichen Leidenschaft zu widmen: dem Schreiben. Wer hier stirbt, ist wirklich tot ist der erste Roman, den er nicht unter einem seiner zahlreichen Pseudonyme veröffentlicht.

Quelle für Autoreninfo, Kurzbeschreibung und Foto: blanvalet

©Tine Schweizer

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