Rezensionen 2013

Rezension – Eric Berg ~ Das Nebelhaus

Eric Berg – Das Nebelhaus

Limes Verlag – Das Nebelhaus von Eric Berg

ISBN: 978-3-8090-2615-0 Preis: 14,99 Euro 416 Seiten

ebook ISBN: 978-3-641-09228-3 Preis: 11,99 Euro

Deutsche Erstveröffentlichung im März 2013 bei LIMES

Kurzbeschreibung:

Seit Jahren haben sich die Studienfreunde Timo, Philipp, Yasmin und Leonie aus den Augen verloren. Als sie sich im Internet wiederbegegnen, verabreden sie sich für ein Wiedersehen auf Hiddensee. Doch das Treffen endet mit einem grauenvollen Verbrechen: In einer stürmischen Septembernacht werden drei Menschen erschossen, eine Frau wird schwer verletzt und fällt ins Koma.

Zwei Jahre nach dem Massaker beginnt die Journalistin Doro Kagel, den Fall neu aufzurollen. Nach und nach kommt sie den tatsächlichen Geschehnissen jener Nacht auf die Spur, und bald keimt in ihr ein schrecklicher Verdacht auf …

Bei einem Mord gibt es immer mehr Menschen, die daran beteiligt sind. Zumindest an den Folgen. Natürlich gibt es den Mörder, aber auch das Opfer und was viele vergessen: Die Hinterbliebenen. Sowohl von den Opfern, wie auch von den Mördern.

Eric Berg hat sich in diesem Krimi genau dieser Thematik angenommen. Er schickt seine Hauptprotagonistin Doro, ihres Zeichens Journalistin auf den Weg um über die „Blutnacht vom Hiddensee“ zu berichten, welche mittlerweile zwei Jahre zurück liegt. Durch die Form der Ich-Perspektive erleben wir mit, wie sie sich diesem Fall nähert, sich mit ihm auseinandersetzt und ihn erlebt. Sehr realistisch und nachdenklich kann man ihre Gedanken und Handlungen nachvollziehen und ihr folgen. Sie ist keine Super-Frau, sondern jemand Mitten im Leben, mit seinen Freuden und Schattenseiten. Durch diesen Fall, setzt sie sich auch mit ihrer eigenen Vergangenheit wieder auseinander.

Bei der Suche nach den Hinterbliebenen der Opfer (welche bis zum Schluss lange nicht klar waren) und deren Geschichte begegnet sie auch dem Kambotschaner Yim. Dieser ist größtenteils in Deutschland aufgewachsen, aber auch er und seine Eltern haben eine Bewegende Geschichte zu erzählen.

Nicht nur die Gegenwart bekommt einen Raum zu gestanden. Sondern auch die Vergangenheit. Kapitel für Kapitel wechseln die Zeiten. Sämtliche Menschen aus der Zeit dieses Amoklaufes werden vorgestellt, und sehr realitätsnah beschrieben. Wie im Leben so oft, haben sie sich alle in den letzten Jahren verändert, und nichts scheint sie alle mehr zu verbinden.

Eric Berg spannt den Faden so dicht und erschütternd, direkt und realistisch immer fester um die ganze Geschichte. Zahlreiche Facetten werden ins Spiel gebracht, unterschiedliche Persönlichkeiten, unterschiedliche Lebenswege. Während des lesens kann man die unterschiedlichsten Gefühlsregungen erleben. Freude und Liebe, aber auch Trauer und Hass.

Natürlich macht man sich als Leser seine eigenen Gedanken, wer wie wo und vor allem wegen dem großen WARUM. Bis zum Schluss muss man jedoch warten, bis die überraschende Auflösung kommt.

Im Grunde bin ich kein großer Freund von Thrillern, aber dieser hat mit seiner dichten, düsteren Atmosphäre, mich immer tiefer in den Bann gezogen. Dieser Roman beruht auf mehr als nur das Morden. Es ist die Psyche der Menschen und ihre Beweggründe, wie sie ihr Leben gestalten.

Autoreninfo:

Eric Berg ist das Pseudonym eines höchst erfolgreichen deutschen Autors, der sich mit historischen Romanen einen Namen gemacht hat. Mit Das Nebelhaus verwirklicht er einen langgehegten schriftstellerischen Traum: das Schreiben eines Kriminalromans. Vor der stimmungsvollen Kulisse der sturmumtosten Ostseeinsel Hiddensee entfaltet Eric Berg eine spannungsgeladene Geschichte, die den Leser mitten hinein führt in die Abgründe menschlichen Handelns.

©Tine Schweizer

Quelle: Kurzbechreibung, Autoreninfo und Coverfoto: LIMES Verlag

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