Literatur trifft Kochtopf

Literatur trifft Kochtopf mit Aveleen Avide

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Aveleen Avide

Ich gehöre zu den Menschen, denen fast alles schmeckt, solange es Hauptspeisen und keine Nachspeisen sind und wenn es kein Fertigfutter ist oder aus den berühmten Fresstempeln kommt. Außerdem bin ich ein Schleckermäulchen, eine Genusswurz’n, wie’s in Bayern so schön heißt.

Ich musste also lange überlegen, was zu meinen Leibgerichten gehört und da haben sich 5-6 Gerichte herauskristallisiert, von denen einige ganz einfache Gerichte sind.

Mein Lieblingsgericht aus der Kindheit

 war: Brathering mit Bratkartoffeln.

Mein jetziges Erwachsenen-Lieblingsrezept ist ein Armerleute-Essen. Und es ist deshalb mein Leibgericht, weil ich es nur äußerst selten bekomme und weil ich es so sehr liebe. Es schmeckt nämlich nur, wenn man einen Holzherd zum Zubereiten hat. Ich habe es mal im Elektroherd probiert, aber das schmeckte bei Weitem nicht so und meine Mutter hat die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen – im übertragenen Sinn – und hat gesagt: „Das braucht doch viel zu viel Strom.“

Da ich keine Ahnung habe, wie man das Kartoffelgericht bezeichnet, kann ich auch keine Quellangabe machen. Es ist jedenfalls ein sogenanntes Armerleute-Essen bei meinen Eltern in der Nähe Neumarkt/Opf.

Was ich auch unglaublich liebe:

Lende in Pfeffersoße, mit Kartoffelplätzchen und dazu Bohnen im Speckmantel. Mache ich selbst.

Oder: rosa gebratene Entenbrust mit Kartoffelrösti oder Kroketten (selbst gemacht).

Oder: Thai Curry (klar selbstgemacht)

Oder: Butternudeln mit Trüffel, Penne Arrabiata, generell italienische Nudelgerichte und Eintöpfe, Schweinebraten mit Klößen, Sauerbraten mit Klößen – mache ich übrigens alles selbst (außer die Nudeln kaufe ich).

Mein Lieblingsgericht (inkl. Rezept) ist für 1 Person und ich sage dazu immer Ofenkartoffeln mit Brotsuppe:

4 mittelgroße Jungkartoffeln

Salz und Butter (nach Belieben)

Für die Suppe:

1/2 Liter Wasser

1/8 Liter Milch

3-6 große Brotscheiben (Bauernbrot oder Roggenmischbrot ohne Kümmel; altes Brot)

Salz

Ca. 4 mittelgroße, gleich große Jungkartoffeln unter fließendem Wasser abbürsten und dann als Ganzes in die Röhre des Holzofens geben. Die Tür ein wenig offen lassen. Nach ca. 45 Min. sind die Kartoffeln fertig. Mit der Faust oben auf die Kartoffeln hauen, damit sie sich öffnen und schon etwas Hitze entweichen kann. Zur Probe eine Kartoffel aufdrücken, um nachzusehen, ob sie schon ganz durch ist. Sollte dies nicht der Fall sein, einfach noch 5-10 Min. im Ofen lassen.

1) Kartoffeln aus der Schale lösen, salzen, Butterflocken hinzufügen und alles mit einer Gabel zerdrücken. Nach Belieben nachsalzen bzw. noch Butter hinzufügen. Die Konsistenz sollte wie bei einem groben Kartoffelbrei sein.

Dazu liebe ich Brotsuppe mit Milch:

1/2 Liter Wasser aufkochen, salzen, altes Brot mit der Hand mundgerecht reißen und ins kochende Wasser geben. Zum Schluss 1/8 Liter Milch dazugießen und kurz mit aufkochen lassen.

Man könnte das Rezept statt mit Wasser auch mit Schlachtsuppe machen. Mir ist das jedoch zu intensiv.

Ich gebe immer auch etwas von den mit Salz und Butter zerdrückten Kartoffeln in die Brotsuppe.

Mein Lieblingskochbuch

Generell alle „GU“-Kochbücher, denn um etwas Neues auszuprobieren stimmen hier die Mengenangaben perfekt. Wobei ich nur Kuchen nach Rezept koche oder ganz ausgefallene Gerichte. Alle Speisen, bei denen ich weiß, wie sie schmecken (das sind viele) nehme ich das Rezept nur als Anregung, ansonsten improvisiere ich.

Ich habe auch ein handsigniertes Kochbuch von Alfons Schuhbeck und ein handsigniertes von Senta Berger. aus denen ich Rezepte koche.

Ach, wenn meine Küche größer wäre, dann hätte ich auch von Starköchen Kochbücher, denn ich probiere gerne aus. Aber was nutzen mir die tollsten, ausfefallendsten Rezepte, wenn ich dazu eine Nudelmaschine und dergleichen andere Maschinen benötige, die wiederum Platz benötigen, den ich nicht habe. Aber im Rahmen meiner vorhandenen Gewürze und Gerätschaften ist eh schon sehr viel möglich. Ich koche auch gerne, weil ich gerne gut esse und frische Produkte verarbeite.

Kochen/Backen bedeutet für mich

Dass ich danach ein leckeres Essen habe.

Mein Lieblingsgericht aus der Kindheit

 (für 1 Person):

1 Brathering

4 mittelgroße Kartoffeln

1 mittelgroße Zwiebel

30g Butter

Salz

Pfeffer

Rosenpaprika

Kümmel (wer mag)

Bratheringe mit Bratkartoffeln:

Ca. 4 mittelgroße Kartoffeln unter fließendrm Wasser abwaschen, in der Schale kochen (gerne am Vortag), schälen, in Scheiben schneiden und in ca. 30g Butter goldbraun backen. Salz, Pfeffer, etwas Rosenpaprika und Kümmel nach Belieben hinzufügen. 1 mittelgroße Zwiebel hinzugeben und mitbraten und unterheben, bis sie glasig ist.

Tipp, damit die Bratkartoffeln richtig goldbraun werden und trotzdem nicht an der Pfanne anlegen:

Eine Pfanne nehmen, in der man keine Spiegeleier mehr braten kann, weil sie sonst anlegen und zerreißen. Für Bratkartoffeln ist diese Pfanne dann wie geschaffen. Genügend Butter nehmen. Und sollten sich die Kartoffeln anlegen wollen, noch mal Butter nachgeben, dann legen sie sich nicht an, werden aber wunderschön goldbraun.

Dazu den gekauften Brathering servieren. Gerne mit etwas von der Bratheringbrühe, dann schmeckt es richtig lecker.

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