Rezensionen 2014

Rezension – Anna Levin ~ Das Korallenhaus

Anna Levin – Das Korallenhaus

ISBN: 978-3-442-38096-1 Preis: 9,99 Euro

Ebook: 8,99 Euro

Ersterscheinung veröffentlicht im Januar 2014 bei Blanvalet

Kurzbeschreibung:

Als die Meeresbiologin Nina in einem Haus bei Tazacorte ein altes Tagebuch und eine Kette aus schwarzen Korallen findet, ahnt sie nicht, dass dieser Fund ihr Leben für immer verändern wird. Sie kam nach La Palma, um bedrohte Korallenarten zu studieren, doch die Geschichte der Korallentaucherin Serena, die den Freitod im Meer suchte und von dem Hirten Mateo gerettet wurde, schlägt sie in ihren Bann. Denn sie erzählt von einer Liebe, wie Nina selbst sie sich immer erträumt hat. Woher aber kommen die Parallelen im Leben beider Frauen? Und wem ist Ninas Forscherteam ein Dorn im Auge?

Das Korallenhaus, ein Roman voller Beschreibungen, Erzählungen gepaart mit Gefühl. Interssiert begann ich diesen Roman zu lesen. Die Autorin Anna Levin, war mir bisher nicht bekannt. Auch ihre Historischen Romane kenne ich nicht.

Ihr Schreibstil hat mich einerseits fasziniert, aber auch abgeschreckt. Sehr detailliert, farbenfroh und bis fast ins kleinste Detail beschreibt sie die Natur, die Umgebung, die Tauchvorgänge, sowie die Korallen. Außerdem erfährt man einiges über den Naturschutz und wie die Menschen diese besondere Welt unter dem Wasser schaden. Gerade dieser Teil hatte einen Reiz auf mich, aber lies mich auch ermüden, da ich eher auf einen schönen Roman mit Liebe und Spannung eingestellt war.

Was mich wirklich richtig immer wieder störte, ist die Personenanrede: „der Palermo“ „der Isländer“, das kam sooft vor, dass ich irgendwann am liebsten geschrien hätte.

Während eben diese Passagen in allen Facetten beschrieben wurde, waren die Protagonisten dagegen eher oberflächlich gehalten. Nur wenig und erst nach und nach erfährt man mehr über sie. Gerade bei der Hauptprotagonistin Nina hätte ich mir mehr erwartet. Sie war eine sympathische Figur. Der kriminalistische Teil des Romanes ist interessant, aber eher ein nettes Beiwerk. Auf den „Täter“ konnte man leicht erraten, wenn man zwischen den Zeilen genau hin“las“

Waren viele Seiten für mich eher wie ein Reisebericht oder wie eine Erzählung von Naturschützern, so entführte die Autorin dann doch immer wieder mit viel Herz in die tiefe der Vergangenheit und verbindet sie mit der Gegenwart.

Durch das ganze für und wider ist es mir richtig schwer gefallen mich in dieses Buch hineinzuversetzen. Erst die letzten ca. 50 Seiten haben es dann geschafft mich so zu fesseln, dass ich diese in einem Zug dann durchgelesen hatte.

Sehr berührt hat mich die Briefgeschichte aus der Vergangenheit, worin ich vieles fand, was mir in der Gegenwart des Romanes gefehlt hat

Die Autorin hat sich so weit es ging bei vielen Schilderungen der Natur auf Tatsachen berufen. Dies macht wiederum auch einen besonderen Reiz.

Insgesamt also eine interessante Geschichte mit der ich leider einige Schwierigkeiten hatte.

Über die Autorin:

Anna Levin schreibt Geschichten, seit sie denken kann. Bevor sie ihre Leidenschaft zum Beruf machte, war sie im medizinischen Bereich tätig. Seit vielen Jahren treibt sie ihre Neugier und Sehnsucht immer wieder in ferne Länder, wo sie sich besonders für andere Kulturen und deren prähistorische Vergangenheit interessiert. Außerdem schreibt sie unter einem anderen Pseudonym erfolgreich historische Romane. Sie lebt mit ihrer Familie im Norden Deutschlands

©Tine Schweizer

Quelle für Cover, Klapptext, Autoreninfo: Blanvalet

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