Rezensionen 2014

Rezension – Monica McInerney – Das Haus am Hyde Park

Monica McInerney –  Das Haus am Hyde Park

ISBN: 978-3-442-47997-9

Preis: 9,99 Euro

Ebook: 8,99 Euro

Originaltitel: The House of Memories (Macmillan)

Deutsche Erstausgabe veröffentlicht im Dezember 2013 bei Goldmann

Kurzbeschreibung:

Ein schrecklicher Unfall zerstört das Leben der jungen Australierin Ella O’Hanlon. Bei Nacht und Nebel verlässt sie daraufhin ihre große Liebe Aidan, den sie für die Tragödie verantwortlich macht. Ihr liebenswerter, weiser Onkel Lucas Fox überredet sie schließlich, zu ihm nach London zu kommen. Der Professor lebt in einer alten Villa am Hyde Park, die voller Bücher und wundervoller Erinnerungen steckt. Was Ella nicht weiß, gemeinsam mit dem Rest der kunterbunten Fox-Familie schmiedet Lucas einen Plan, um seiner Nichte die Freude am Leben zurück- und sie wieder mit der Liebe ihres Lebens zusammenzubringen.

Emotionen hoch drei, dass ist es was mir zu diesem Roman wirklich nur einfällt.

Ich möchte heute mit dem Cover anfangen.

Dieses finde ich wirklich wunderschön. Es verspricht gemütliche Teestunden in London, im Gespräch mit dem Onkel. Leichte Lektüre mit sympathischen Protagonisten. Dazu suggeriert der Titel, welcher im Grunde nichts weiter verrät, wo es steht, dass auch ein Haus mit Charakter eine Rolle spielt.

Die Charaktere

Hauptprotagonistin ist Ella! Sie ist der Mittelpunkt um den sich es dreht. Die schon im Klapptext angegebene Tragödie nimmt sehr viel Raum ein. Ella kämpft mit starker Trauer, Wut, Selbsthass.
Sie lässt niemanden wirklich an sich heran.

Ihre Gefühle sind absolut nachvollziehbar und mehr als einmal musste das Taschentuch gezückt werden.

Aidan

Ella´s Mann hat auch einen eigenen Part, kurz aber Prägnant wird seine Sicht geschildert, viel in Briefform.

Obwohl er nur wenig zur Wort kommt, ist er immer präsent.

Charlie

Seine Welt wird aus der Sicht von Emails erlebt. Diese lockern oft das Geschehen auf, geben dazu auch noch einen Einblick, was im Hintergrund so abläuft

Jess

Ich habe lange mit ihr gehadert. Ihre Tagebuchaufzeichnungen waren so voller jugendlicher Naivität. Sie trägt eine große Last auf ihren Schultern. Dennoch habe ich bis zum Schluss mit ihr nicht richtig warm werden können.

Lucas

ein Onkel wie ihn jedes Kind braucht. Auch wenn es schon Erwachsen ist, oder eben gerade dann.

Alle verbindet die große Trauer, und auch teilweise die Schuldgefühle die jeder für sich auf seine Art und Weise verarbeitet.

Im Haus am Hyde Park habe ich eine dramatische Familiengeschichte gefunden, bei denen es massenweise Emotionen gibt, die mich oft zum weinen gebracht hatte, aber auch hin und wieder zum lachen. Die Autorin hat es verstanden dieses schwere Thema so zu beschreiben, dass es ernsthaft, aber doch nicht nur die schweren Zeiten zeigt, sondern auch den Familienzusammenhalt.

Ich gebe dennoch zu, dass ich am Anfang echt überlegt hatte dieses Buch zur Seite zulegen, gerade wegen diesem Schicksalsschlag, den ich so gut nachvollziehen konnte. Es ist eine meiner größten Ängste und daher fand ich es stellenweise wirklich schwer weiter zu lesen.

Fazit: Das Cover und der Inhalt dieses Buches sind in meinen Augen nicht wirklich passend zueinander. Allerdings ist das Gesamtpaket sehr empfehlenswert. Jedoch würde ich gleich eine Packung Taschentücher dazu legen.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Kurzbeschreibung: Goldmann

2 Kommentare zu „Rezension – Monica McInerney – Das Haus am Hyde Park

Wenn du willst, dann schreib doch was dazu

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s