Rezensionen 2014

Rezension – Sabine Neuffer – Eine Liebe zwischen den Zeiten

ISBN: eBook 978-3-95520-419-8

Preis: 5,99 Euro

ca. 442 Seiten

Erscheinungsdatum: Februar 2014

Veröffentlicht bei dotbooks.de

Kurzbeschreibung:

Ihr Blick schweifte erneut über sein Gesicht, bis er, magisch angezogen, wieder in seine Augen tauchte. Warum war ihr dieser Mann so vertraut? Er war ein Fremder und schien so nah.

Eine Erbschaft führt die Journalistin Lea nach Jahren in London in ihre deutsche Heimat zurück. Als sie das Haus, das ihr hinterlassen wurde, genauer unter die Lupe nimmt, entdeckt sie einen kleinen Verschlag unter der Treppe. Neugierig betritt sie ihn – und hört plötzlich ein gewaltiges Poltern und Klirren. Beunruhigt verlässt sie die Kammer und findet sich mit einem Mal in einem Treppenhaus wieder, das sich vollkommen verändert hat. Nach und nach begreift Lea, dass sie ins Jahr 1938 gereist ist. Eigentlich will sie so schnell wie möglich in ihre Zeit zurückkehren, doch dann lernt sie den geheimnisvollen Arzt Daniel kennen. Zwischen den beiden entwickelt sich eine Romanze. Aber wie eine dunkle Wolke schwebt die Gefahr über ihnen, denn Daniel ist Jude …

Gleich beim ersten mal, dass ich mich über „Blogg dein Buch“ beworben hatte, hatte ich auch Glück. Nicht nur, dass ich diesen Roman lesen durfte, sondern auch einen erwischt hatte, der mir wirklich gefällt.

„Eine Liebe zwischen den Zeiten“ stellt mich nun vor die Herausforderung die Beschreibung so zu formulieren, dass die Gefühle transportiert werden, ohne dass ich zuviel verrate. Das ist gar nicht so einfach.

Es ist eine Mischung aus authentisch wirkenden Begebenheiten, kombiniert mit übernatürlichen, wie die Zeitreise. Gerade diese Kombination aus der Gegenwart und die NS Zeit hat es in sich.

Sabine Neuffer hat es geschafft diesen Sprung in die Deutsche Vergangenheit so zu meistern, dass man vieles gut nachvollziehen und mitfühlen kann, ohne das es pathetisch wirkte.

Sehr gut hat mir gefallen, dass die Autorin die Stimmung, auch zwischen dem Liebespaar mehr mit Hinweisen als mit ausgeschriebenen Szenen einfangen konnte. Anders hätte es nicht wirklich gepasst.

Obwohl manches natürlich eher abenteuerlich war, wie eben die Art und Weise der Zeitreise wurde dies jedoch so gut ausgearbeitet, dass es in die Gesichte einfügte.

Zum Ende hin wurde es nochmal sehr interessant und obwohl ich einen Verdacht zwischen drin bekam, wie die verschiedenen Familien zusammenpassten, war es ein Ende, wie man nicht häufig erlebt.

Den verschiedenen Charakteren wurde eine bestimmte Rolle zugeteilt, die sie auch ausfüllten.

Mir hat gefallen wie die Begebenheiten der Vergangenheit aufgearbeitet wurden, ohne sie zu Beschönigen. Sei es von der Deutschen, wie auch jüdischen Seite aus. Eigentlich lese ich ungern Romane aus der NS-Zeit, doch dieser hat mich fasziniert und interessiert. Insgesamt hat mich dieser Roman berührt, aber auch nachdenklich zurück gelassen.

Teilweise wirkte – gerade die Liebe zwischen Lea und Daniel, wie unter einer Glaskuppel. Fernab der Realität. Aber dies passte genau so rein. Der Schreibstil ist eher nüchtern, nicht zu gefühlsduselig.

Die Kombination aus alles machte es aus, dass hier ein schöner Liebesroman mit geschichtlichen Hintergründen und übernatürlichen Begebenheiten entstanden ist. Ich kann ihn gut weiter empfehlen.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Kurzbeschreibung: Dotbooks.de

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