Rezensionen 2014

Rezension – Richard Fasten – Moin

Richard Fasten – Ein Fastostsee-Küstenroman: Moin

ISBN: 9783548285696

Preis: 9,99 Euro

Ebook: 8,99 Euro

Deutsche Erstveröffentlichung im April 2014 bei Ullstein Buchverlag

 

 

 

Kurzbeschreibung:

Provinz-Polizist Boris Kröger hat es nicht leicht. Kaum geschieht im beschaulichen Altwarp am Oderhaff mal ein Mord, schon steht das Dorf Kopf! Von wegen Sonne, Strand und glasklare Beweisketten: In Altwarp herrscht Anarchie! Oma Machentut terrorisiert mit ihrem Rollator die Straßen, der einzige Fischer im Dorf stammt aus den Bergen Anatoliens, eine Krimi-Autorin sucht Inspiration und stachelt die Dorfbewohner auf. Dabei hat Boris mit dem Mord an seinem ehemaligen Schulkameraden genug zu tun. Hier an der Fast-Ostseeküste ist die Welt wirklich nicht mehr in Ordnung. Aber die stolzen »Hinterküstler« haben noch immer jedem Wetter getrotzt!

Mit „Moin – Ein Fastostseeküstenroman“, habe ich ein Buch beendet, welches mich sehr zwiespältigen Gefühl zurückgelassen hat. Einerseits war der Anfang sehr vielversprechend. Mit viel Selbstironie dem Hauptprotagonisten, dem Polizisten Kröger betreffend, ging es stark los. Der erste mysteriöse Vorfall ereignet sich auch sehr zügig.

Erwartet hatte ich einen Humorvollen Kriminalroman, der trotz Witz sich gut und leicht spannend lesen lässt. Von der Gesamtart war es leider nur teilweise so.

Der Anfang und das Ende die beiden zusammen genommen sind gut. Die Grundidee ist stimmig, die Umsetzung allerdings hat mich nicht überzeugt.

Humor und Witz, ja der darf auch mal schwarz sein, ist gut und schön. Aber er sollte nicht auf Dauer Platt und wie gewollt wirken. Leider hatte aber dieser Roman oft diesen Eindruck auf mich hinterlassen. Es wurde anstrengend zu lesen, daher blieben bei mir auch immer mehr Lachanfälle aus. Allein die Hoffnung, dass sich noch was tut, hat mich dazu bewegt weiter zu lesen. Das Ende hat sich dann nochmal gelohnt.

Die Protagonisten sind allesamt schrullig und seltsam. Oma Machentut voran, welche mit extrem vereinfachten Deutsch sich durch das Leben schlägt. Begleitet von ihrem Rollatoren freund, welcher mit Zitaten nur um sich schlägt. Unser Hauptprotagonist Kröger kommt so gut wie gar nicht gut weg. Weder durch sein eigenes Verhalten, noch durch die Art und Weise wie die anderen mit ihm Umgegangen sind. Gerade am Anfang habe ich mir auch wegen der Ausdrucksweise, wie Kröger (es nennt ihn dort jeder nur mit Nachnamen) beschrieben wird eher schwer getan, ihn als Mann zu identifizieren.

Wer auf extrem skurillen,  schwarzen, und trockenen Humor steht, welcher auf Kosten anderer ausgetragen wird, der ist hier genau richtig; Kriminalliebhaber sind hier dagegen nicht.

Tine Schweizer

Quelle für Cover und Klapptext: Ullstein Buchverlag

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