Rezension 2015

Rezension – Kimberley Wilkins ~ Das Sternenhaus

Kimberley Wilkins – Das Sternenhaus

ISBN: 978-3-426-65354-8

Preis Hardcover: 19,99 Euro

Preis Ebook: 17,99 Euro

Originaltitel: Ember Island (2013)

Deutsche Erstveröffentlichung im September 2014 bei Knaur HC

Kurzbeschreibung:

1891: Die ungestüme Nell wächst auf der Gefängnisinsel Ember Island auf, wo ihr Vater die Strafanstalt leitet. Als ihre Mutter mit nur 36 Jahren stirbt, stellt er die Gouvernante Tilly ein. Die junge Frau, die selbst bereits schwere Schicksalsschläge erleiden musste, erobert das Herz des Mädchens im Sturm – und nicht nur seines … Mehr als 100 Jahre später reist die Bestsellerautorin Nina auf die abgelegene Insel vor der Küste Australiens. Hier, im Haus ihrer Urgroßmutter Nell, dem »Sternenhaus«, hofft sie, umgeben von beeindruckender Landschaft und bewegender Stille, ihre tiefe Schreibkrise überwinden zu können, in die der Betrug ihres langjährigen Lebensgefährten sie gestürzt hat.

Immer wieder stolpere ich über Romane, welche mir bewusst machen, wie die Entscheidung, welche ich heute treffe, sich auch in Zukunft bemerkbar machen können. Genauso Entscheidungen, welche vor vielen Jahren getroffen wurden von irgend jemand aus meiner Familie, sich auch auf das heutige Leben auswirkt. In den meisten Punkten wissen wir gar nichts von diesem Ereignis, sei groß oder klein.

Gerade erst wieder bin ich wieder in die Vergangenheit eingetaucht. In Kimberley Wilkins Roman „Das Sternenhaus“

Schon in „Wind der Erinnerung“ hatte sie mich begeistert, durch ihren besonderen Schreibstil die Welten und Zeiten zu verschmelzen. (Es sei angemerkt, dass jeder Roman für sich steht, es sich also nicht um eine Serie handelt)

Auch diesmal finden wir wieder drei Erzählstränge, welche durch den Roman führen.

Wir haben die Gegenwart mit der Autorin Nina, welche sich auf die auf die Insel zurück zieht um ihr Buch zu beenden.dabei stößt sie auf alte Aufzeichnungen ihrer Großmutter, wo wir gleich beim zweiten Zeitstrang sind.: Im vergangenen Jahrhundert, bei einem Kind, welches auf dieser besonderen Insel lebt und ihre Gedanken und Gefühle in einem Tagebuch festhält. Dies ist das Bindeglied zwischen der Gegenwart von Nina und der Vergangenheit von Nell und Tilly.

Der größte und für mich eindeutig wichtigste teil ging über die junge Frau Tilly, Ende des19. Jhd welche nach dem Tode ihres Großvaters in einer Ehe landet die anders verläuft, als sie es sich vorgestellt hatte. Im Laufe der Jahre allerdings kommt sie auf die Gefängnisinsel, wo sie als Gouvernante arbeitete. Ihre Erlebnisse prägen das Buch am meisten.

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der mich wieder immer mitgerissen hatte. Im Vergleich zu ihrem anderen Roman hat es mich aber nicht ganz so verzaubert. Gerade die Gegenwart hätte dieses mal fast gestrichen werden können. Sie war eher nebensächlich und mit der Protagonistin wurde ich überhaupt nicht warm. Ihre Geschichte war nicht ausschlaggebend und am Ende wurde ein Geheimnis aufgelöst, bei dem ich nicht wirklich mitbekommen hatte, dass es überhaupt da war.

Tilly dagegen hat mich angesprochen und als Ergänzung und Abrundung zu den damaligen Ereignissen, waren die Tagebuch Eintragungen sehr passen. Diese hätten noch häufiger auftauchen können.

Insgesamt empfand ich es eine gute Unterhaltung, wenn es auch im direktem Vergleich zum ersten Werk nicht dessen Niveau erreichte.

Zwischen diesen beiden Romanen ist noch ein dritter der Autorin veröffentlicht worden „Das Haus am Leuchtturm“ welches ich bei Gelegenheit auch lesen werde. Bin jetzt schon sehr gespannt, in welche Richtung es damit gehen wird.

Zum Cover kann ich nur sagen, dass es sehr passend zu den anderen Romanen gestaltet wurde und mich auch sehr anspricht.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Klapptext: Droemer Knaur

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