Rezension 2015

Rezension – Jo Baker ~ Im Hause Longbourn

Jo Baker – Im Hause Longbourn

ISBN: 978-3-8135-0616-7

Preis: HC 19,99 Euro

Ebook:  15,99 Euro

Originaltitel: Longbourn

Deutsche Erstveröffentlichung im September 2014 bei KNAUS

 

Kurzbeschreibung:

Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, ihren berühmten Roman über die Sorgen der Familie Bennet, für die fünf Töchter geeignete Ehemänner zu finden. Doch niemand weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah über Wäschebottichen und Töpfen ab. Aber sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Hausdieners James ein Zeichen? Während Elizabeth Bennet und Mr Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt im Hause Longbourn noch ein ganz anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein Geheimnis von großer Sprengkraft.

Was ist immer das schwierigste an einer Rezension? Genau: das Begründen, wenn einem etwas nicht gefällt. Ist man Begeistert fliegen die Worte nur so dahin. Jedoch beim Gegenteil fällt es mir oft schwer dies richtig auszudrücken.

So sitze ich nun schon eine Weile davor und überlege, wie ich meine Zwiespältigkeit dem Roman von Jo Baker „Im Hause Longbourn“ den richtigen Ton gebe.

Zuerst habe ich mich wirklich darauf gefreut, die Geschichte, welche zur selben Zeit spielt wie „Stolz und Vorurteil“ von einer anderen Perspektive zu lesen. Nämlich, was sich im Hintergrund abspielt, bei den Hausangestellten, die selten näher Beleuchtet werden.

Im Mittelpunkt des Geschehen steht die Junge Sarah, welche als Waise im Hause aufgenommen wurde von der Haushälterin und dort nun ihre Dienste verrichtet. Mit ihr habe ich wirklich mein Probleme gehabt überhaupt warm zu werden. Bis zum Ende hin war ich ihr gegenüber eher distanziert.

Dagegen die Haushälterin Mrs. Hill, die ihre ganz eigene Verknüpfung zum Hause der Bennetts hat, wurde mir im Laufe der Zeit wirklich sympathischer und ich habe mit ihr mitgefühlt.

Abgerundet wird die Dienerschaft mit Mr. Hill, der immer eher im Hintergrund auftaucht, der jungen Polly, und James, der aus dem nichts auftauchte und ziemlich viel Unruhe im Hause verbreitete.

Warum bin ich nicht mit der Geschichte warm geworden? Insgesamt war es mir zu langatmig und vieles einfach unnötig. Insgesamt plätscherte die Geschichte nur ruhig vor sich hin, ohne einen wirklichen Höhepunkt zu erreichen. Die Tatsachen wurden aneinandergereiht, sei es dass ein Brief entgegen genommen wurde, oder die Küche eingeheizt etc. Das Alltägliche wurde in den minikleinsten Details erzählt und immer und immer wiederholt. Es gab wirklich viel Potenzial in allem und doch wurde dies in meinen Augen nicht richtig ausgeschöpft. Die verschiedenen Protagonisten blieben bis zum Ende (bis auf Mrs. Hill) eher Gesichtslose Schemen. Ich hatte Mühe überhaupt bis zum Ende zu lesen. Letztendlich hoffte ich immer wieder, dass es irgendwann noch zu einem Highlight kommen würde. Kurz vor dem Ende wurde es schon sehr abenteuerlich und nicht mehr alles nachvollziehbar. Die letzten Seiten dagegen haben mir wiederum zugesagt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich, die Bennetts etwas ins schlechtere Richt gerückt wurden.

Das Gesamtbild jedoch war für mich nicht stimmi

Für alle, die Jane Austen´s Roman noch im Kopf haben, gibt es als kleines Highlight immer wieder Zitate aus „Stolz und Vorurteil“ so dass der Parallele zeitlichen Ablauf gut nachvollzogen werden konnte.

 

Tine Schweizer

Quelle für Kurzbeschreibung und Cover:

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