Allgemeines

Rezension – Jean Kwok ~ Wenn die Liebe tanzen lernt

Jean Kwok – Wenn die Liebe tanzen lernt

ISBN: 978-3-442-48272-6

Preis: 8,99 Euro Taschenbuch

Preis: 7,99 Euro Ebook

Originaltitel: „Mambo in Chinatown“ (2014, Riverhead Book)

Deutsche Erstausgabe erschienen im September 2015 bei Goldmann

Kurzbeschreibung:

Die 22-jährige Charlie Wong lebt mit ihrem Vater und ihrer Schwester Lisa in New Yorks Chinatown. Ihr Job als Tellerwäscherin ist keine große Erfüllung – doch in der kleinen Welt der traditionellen chinesischen Einwanderer sind die Möglichkeiten begrenzt. Bis Lisa Charlie überredet, sich auf eine Annonce in der Zeitung zu melden: Das berühmteste New Yorker Tanzstudio sucht eine neue Rezeptionistin. Schnell wird klar: Die tollpatschige Charlie ist eine schreckliche Rezeptionistin, aber ein begnadetes Tanztalent. Und als Charlie sich vom unscheinbaren Entlein zum Schwan tanzt, fällt sie einem besonderen Mann auf …

Angesprochen von Klapptext und Cover, etwas skeptisch, wegen der beinhalteten Kultur wagte ich mich an diesen Roman von Jean Kwok.

Ziemlich schnell konnte ich mich mit der Hauptprotagonistin Charlie anfreunden, welche ein so mir ganz fremdes Leben lebt. Aber die Hoffnungen auf mehr, was sie erwartet, dass vereint die meisten Menschen

Die Autorin lässt sich Zeit mit der Entwicklung ihrer Geschichte, lässt den einzelnen Protagonisten Platz sich zu entfalten und in vielen (manchmal etwas zu vielen) Details lässt sie die Unterschiede zwischen chinesischer und westlicher Kultur aufleben.

Obwohl im Titel die Liebe drin steht, ist es nicht die Liebe zwischen Mann und Frau, welche hier im Mittelpunkt steht. Nein, diese hat ihren kleine Platz, aber eher findet man Charlies Liebe zum Tanz, genauso wie zu ihrer Familie. Genau dieses macht es ihr manchmal schwer sich zu entfallten und den richtigen Weg zu finden.

Doch nicht nur diese Entwicklung findet sich in diesem Roman, sondern es baut sich so nach und nach das Schicksal von Charlies Schwester mit auf. Schnell gibt es einen Verdacht, der wieder verworfen wird beim lesen, wieder aufkocht usw. Gerade mit Lisa habe ich viel mit gebangt.

Die Geschichte ist so aufgebaut, dass es hier einen Spannungsbogen gibt, auf dessen Ende man mit großer Erwartung wartet.

Er wird auch aufgelöst, doch genau hier ist es für mich ein Manko. Nicht das Ergebnis, sondern die wenigen Seiten, die es kostete ihn zu schreiben. Zudem hat mir noch ein anderer Aspekt gefehlt am Ende, den ich hier allerdings nicht schreiben möchte, um nicht Verwirrung zu stiften

Insgesamt ist es jedoch ein sehr gefühlvoller Roman, der die östliche und westliche Traditionen aufruft, Schicksal, sowie die Leidenschaft des Tanzen beinhaltet.

Wenn man die Informationen über die Autorin liest, kann man hier einige Parallelen zu ihrem eigenen Leben und ihrem Roman feststellen. Ich denke dies hat die Authentizität vieler Beschriebenen Szenen noch verstärkt.

Autoreninformation:

Jean Kwok wurde als jüngstes von sieben Kindern in Hongkong geboren. Ihre Familie emigrierte nach Brooklyn, wo Jean lange Zeit in einem Swatshop in Chinatown arbeitete. Sie wurde frühzeitig an der Harvard Universität aufgenommen und war als Turniertänzerin tätig, bevor sie ihren Master an der Columbia-Universität abschloss. Heute lebt Jean Kwok mit ihrem Mann und zwei Söhnen in den Niederlanden

©Tine Schweizer

Quelle für Cover, Klapptext und Autoreninfo: Goldmann

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