Kurzrezension – Nora Roberts – Nie mehr allein

Nora Roberts – Nie mehr allein

Originaltitel: Home for Christmas (1986)

eBook
ISBN: 978-3-641-12096-2

Preis: 3,99 Euro

2013 als Ebook veröffentlicht bei Heyne

Nach zehn langen Jahren kehrt Jason kurz vor Weihnachten zurück in die Heimat. In die kleine Stadt, die er damals verließ, um die Welt kennenzulernen. Zugleich ließ er seine große Liebe Leonie zurück. Er kam nie wieder, weil Leonie einen anderen geheiratet hat. Nun muss er sich der Vergangenheit stellen. Denn seit ihrer ersten Leibesnacht war keine Frau wie Leonie. Als er der alleinstehenden Mutter nun gegenübersteht, ist die Anziehung wieder da: Können die beiden ihre Verletzungen vergessen und einen Neubeginn wagen

Nie mehr allein ist ein leichter unterhaltsamer Roman, welcher nicht nur in der Weihnachtszeit gut unterhält. Nachdem es eher ein Kurzroman ist, kann man natürlich nicht die große Tiefe erwarten und dennoch schaffte es Nora Roberts schon damals, die Charaktere gut anzulegen und der Geschichte was warmes einzuhauchen. Der Zwiespalt zwischen der Vergangenheit und Gegenwart wird gut ausgearbeitet und aufgelöst.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Kurzbeschreibung: Heyne.de

Rezension – J. C. Isabella – Zurück zu McCree

J.C. Isabella – Zurück zu McCree

ASIN: B00O4J511G

Preis: 4,99 Euro

Veröffentlicht bei: AmazonCrossing (25. November 2014)

ausgeliehen über Kindle Leihbibliothek

Kurzbeschreibung:

Briar Thompson hat einfach alles. Die richtigen Klamotten, die richtigen Freunde, das richtige Auto. Beliebt zu sein ist ihr das Wichtigste. Ihre Eltern sind reich und sozial hoch angesehen. Briar denkt, ihr vorletztes Schuljahr liefe perfekt – zumindest bis zu jenem Abend, an dem ihre sogenannten Freunde ihr bei einer Party Alkohol ins Getränk mischen.

Das ist die Nacht, in der sie Chase McCree kennenlernt.

Chase will zurück nach Montana. Zurück zu seiner Ranch und dem wilden, weiten blauen Himmel, der kein Ende zu haben scheint. Er hat kein Interesse an schicken Autos oder verwöhnten reichen Gören. Aber er verknallt sich kopfüber in diese sonderbare Cheerleaderin, die für ihn ihre gesellschaftliche Stellung aufgibt. Sie freundet sich als Einzige an der High School mit ihm an.

Gemieden und zutiefst verletzt von denen, die einmal ihre Freunde gewesen sind, flieht Briar mit Chase auf dessen Familienranch in Montana. Dort entdeckt sie eine andere Welt und eine Seite an sich, die ihr bis dahin unbekannt war.

Auch Chase, dieser Cowboy, ist so ganz anders als alle, die sie bisher kannte. Und diese Cheerleaderin ist ganz anders als alle, die er bisher kannte. Getrennt schien ihr Leben keinen Sinn zu haben, aber gemeinsam gehört ihnen die Zukunft.

Obwohl mir klar war, dass man hier keine Erwachsenen Geschichte lesen kann, da in der Beschreibung von der HighSchool geschrieben wurde, war ich doch etwas überrascht über die Naivität der Hauptprotagonistin. Es hat fast 1/3 des Romans gedauert bis ich mit ihr warm geworden bin. Mehr als einmal habe ich überlegt, das Buch abzubrechen.

Letztendlich hab ich durchgehalten, und wurde dafür belohnt, aber das ist schon etwas, was die Freude getrübt hatte.

Der Schreibstil ist gerade am Anfang der Geschichte sehr schlicht und einfach gehalten. Immer im Wechsel werden die Sichtweisen von Chase (selbstbewusster junger Mann, der genau weiß wo er im Leben steht) und Briar (jung, reich, naiv, lässt sich von anderen Lenken) geschildert.

Die beiden sind absolut gegensätzlich. Im Laufe der Geschichte entwickelt sich gerade Briar am meisten. Vieles wird nur angedeutet und oberflächlich behandelt und manches ist für mich persönlich nicht wirklich nachvollziehbar.

Zum Ende hin wird es noch spannender, was mir persönlich gut gefallen hat und auch ohne das manches namentlich genannt wurde, ist die Entwicklung stark gewesen.

Dieser Roman ist für zwischendurch für jeden geeignet, der sich mal einfach berieseln lassen möchte, ohne große Ansprüche. Am ehesten denke ich auch an junge Mädchen, denen diese Liebesgeschichte wohl gefallen könnte.

Autoreninfo:

J. C. Isabella, die Autorin von »Zurück zu McCree«, ist gewissermaßen süchtig nach Liebesromanen. Seit sie in der High School dieses Genre für sich entdeckte, ist sie selbst ernannter Fan. Aus diesem Grund schrieb sie auch ihren ersten Jugendroman »Der inoffizielle Zack Warren Fanclub«. Seitdem wurden mehr als 100.000 ihrer Bücher verkauft. Sie lebt mit ihrem Freund und ihren beiden vierbeinigen »Kindern« in Florida

©Tine Schweizer

Quelle für Kurzbeschreibung und Autoreninfo: Amazon.de

Rezension – Nora Roberts – Ein dunkles Geschenk

Nora Roberts – Ein dunkles Geschäft

ISBN: 978-3-8371-3010-2

Preis HC: 19,99 Euro 608 Seiten

Preis ebook: 15,99 Euro

Audio CD: 19,99 Euro (auch als Download verfügbar)

Originaltitel: The Collector (Putnam, New York 2014)

Deutsche Erstveröffentlichung im April 2015 bei blanvalet

Kurzbeschreibung:

Lila Emerson liebt ihren Job als Housesitterin über alles. Doch als sie eines Tages vom Fenster ihres aktuellen Apartments einen Mord mit anschließendem Suizid beobachtet, verändert sich ihr Leben auf einen Schlag, denn Ashton Archer, der Bruder des potenziellen Mörders, bittet sie um Hilfe. Lila fühlt sich von dem attraktiven Künstler mehr als angezogen, und auch Ash weiß sofort: Die Frau mit den dunklen, tiefen Augen muss er zeichnen! Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach der Wahrheit, und bald wird klar: unschätzbar teure Kunstgegenstände scheinen im Zentrum dieses Verbrechens zu stehen – und ein Sammler, der für seine Obsession über Leichen geht …

Kann man in der größten Gefahr den Menschen treffen, dem man bedingungslos vertraut und ihm alles anvertraut?

Lila Emerson, ist die neue Hauptprotagonistin von Nora Roberts jüngsten Roman „Ein dunkles Geschenk“, ist eine interessante und vielschichtige Persönlichkeit. Nicht nur, dass wir Einblicke in ihren Charakter, und ihren Beruf als Autorin erhalten – was mich persönlich sehr angesprochen hatte – sondern sie hat auch noch einen großen Verdienst als Homesitterin. Lebendig beschreibt Nora Roberts, das Gefühl von Wohnung zu Wohnung zu Gondeln und sich in die verschiedensten Lebenssituationen der eigentlichen Bewohner einzufühlen.

Als absolutes fast einzigartiges Hobby betreibt Lila das „Fernglasschauen“. Dadurch erlebt sie andere Menschen und denkt sich Geschichten zu ihnen aus. Was mich eigentlich abstoßen sollte, finde ich hier auf eine Art und Weise, die nicht voyeuristisch, sondern eher unterhaltsam und mit dem angemessenen Respekt beschrieben wurde.

Ashton, ein bekannter Künstler ist dabei der ergänzenden Part im Laufe der Zeit. Mit seinen Bildern erzählt er die Geschichten, welche Autoren mit Worten beschreiben. Somit ist er eine ideale Ergänzung zu Lila, auch wenn es eine Weile dauert, bis die selbständige freiheitsliebende Frau, sich dem dominanten und Sich-um-alles-kümmernden Mann wirklich öffnen kann.

Mit diesen beiden Charakteren hat Nora Roberts hier einen Krimi geschaffen, der einerseits mit Gewalt, Mord, Totschlag, aber im gleichen Zuge auch eine Liebesgeschichte, mit einer viel zahl von Gefühlen, Zweifeln, Hoffnung. Romantik ist natürlich auch ein Bestandteil, aber ohne das es Zuviel wird. Diese explosive und Gegensätzliche Mischung macht es aus, dass ich hier eines der besten Bücher in letzter Zeit von ihr gelesen habe. Wer bisher nur ihre Serien kennt, oder sie vielleicht noch gar nicht, dem kann ich eindeutig empfehlen dieses Buch zu lesen.

Was in meinen Augen hier das ganze Abrundet, dass ihre eindeutige Gegenspielerin auch nichts gewöhnliches ist, sondern eine beeindruckende Person (auch wenn ich sie lieber nicht kennenlernen würde). Zudem erfährt man auch einiges Kulturelles, was aber so eingearbeitet ist, dass es nicht langweilig wird.

Zum Cover möchte ich auch noch kurz was schreiben: Mein erster Eindruck war, düster und gefährlich. Doch beim näheren Hinsehen erkenne ich auch mehr dahinter, wie eben Romantisches und geheimnisvolleres. Somit hat es genau ins schwarze getroffen.

Nichts an diesem Roman ist durchschnittlich und so würde ich 6 von 5 Sternen geben :-)

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Kurzbeschreibung: blanvalet

Rezension – Christopher Nuttall ~ Die Bibliothek der schwarzen Magie 01: Die Wissende

Christopher Nuttall – Die Bibliothek der schwarzen Magie

ISBN: 978-3-442-26405-6

Preis: 9,99 Euro

Originaltitel Bookworm (Elsewhen Press, Dartford Kent 2013)

Deutsche Erstveröffentlichung erschienen im Dezember 2014 bei Blanvalet

Kurzbeschreibung:

Elaines magische Gabe ist bestenfalls durchschnittlich und reicht gerade aus, um ihr eine Stellung in der Großen Bibliothek der Goldenen Stadt zu verschaffen. Aus Versehen löst sie dort einen uralten Zauber aus, der das gesamte Wissen der Bibliothek in ihren Kopf überträgt. Obwohl Elaine die dazugehörige Magie fehlt, lenkt ihre Kenntnis der stärksten Zaubersprüche die Aufmerksamkeit der Mächtigen auf sie. Doch noch während sie darum ringt, mehr als eine Trophäe des Adels zu sein, kommt ihr ein schrecklicher Verdacht. War der Vorfall von langer Hand geplant?

Es wurde mal wieder Zeit in die magische Welt einzutauchen und dafür kam mir Christopher Nuttalls „Die Bibliothek der schwarzen Magie Band 1: Die Wissende“ gerade recht.

Mit Elaine finden wir eine junge, leicht naiv und jünger erscheinende Hauptprotagonistin wieder, bei der es leicht fällt sie sympathisch zu finden. Ihre Entwicklung im Laufe der Zeit ist nachvollziehbar.

Als Bibliothekarin arbeitet sie als leicht magisch Begabte in der großen Bibliothek, welche durch die Beschreibungen des Autors auch als eine eigene Nebenfigur wahrgenommen werden konnte.

Weitere Charaktere sind Daria und auch Inquestor Zorn (alleine der Name ist ungewöhnlich, wie auch die Person, die dahintersteckt).

Der Autor hat es wunderbar fertig gebracht die goldene Stadt sowie die anderen Landschaften so ausführlich zu erklären, dass man sich zurecht findet, aber nicht von Details überflutet wurde. Ebenso in den diversen Szenen, sei es eine Reise oder ein Kampf.

Im großen und ganzen war der Schreibstil klar und strukturiert, die wörtliche Rede oft etwas altertümlich anmutend. Ab und zu wich das ganze aber von dieser Linie ab.

Genauso wie es die eine oder andere Szene gab, die mir eher unpassend für diesen Roman schienen. So als ob ein Jugendroman zum Erwachseneroman hochgehoben werden sollte. Oder als ob bestimmte Szenen von jemand anderes geschrieben und unbedingt mit Gewalt eingefügt werden sollten. Dies hinderte den Lesefluss und das Vergnügen doch immer mal wieder

Der Grundplot mit dem Wissen der Magie, den Büchern, den Handlungen und vorallem den Charakteren hat sehr viel Potenzial in sich, welches aber noch ausgebaut werden kann. Es gab überrraschende Wendungen, gemischt mit vorhersehbaren. Fing alles eher leicht und harmlos an, wurde es nach und nach intensiver, spannender und gewaltätiger.

Manch eines ist mir zwar nicht wirklich klar geworden, doch insgesamt war es ein interessantes und lebendiges Buch, mit der einen oder anderen Schwäche. Nachdem es sich um den ersten Band einer Reihe handelt, gehe ich davon aus, dass sich auch hier einiges tut und bin daher gespannt wie es mit Elaine und ihren neuen und alten Freunden weitergeht.

Zum Cover möchte ich nur soviel sagen, dass es mich angesprochen hatte und die Neugierde geweckt.

Autoreninfo:

Christopher Nuttall wuchs in Edinburgh auf, wo er auch Geschichte studierte. Bereits während er noch an der Universität war, verdiente er sein Geld mit Schreiben. Chris lebt derzeit in Borneo mit seiner Frau, Muse und Kritikerin Aisha.

©Tine Schweizer

Quelle für Autoreninfo, Kurzbeschreibung und Cover: Blanvalet

Rezension – Nora Roberts ~ Liebesglück auf der Blumeninsel

Nora Roberts – Liebesglück auf der Blumeninsel

ebookISBN: 978-3-641-12103-7

Preis: 5,99 Euro

Originaltitel: Island of Flowers (erstmals erschienen 1982)

Kurzbeschreibung:

Laine sucht nach dem Tod der Mutter ihren Vater auf Hawaii auf. Fünfzehn Jahre schien er kein Interesse an seiner Tochter gehabt zu haben. Keinen ihrer Briefe hat er beantwortet. Trotzdem muss sie ihn sehen. Sie ist überrascht, dass der Freund und äußerst attraktive Geschäftspartner des Vaters ihr mit unverhohlenem Misstrauen begegnet. Dabei will Dillon den Freund nur schützen vor der Tochter, die immer nur gierig das Geld von ihrem Vater einzustreichen schien, sich aber nie bei ihm gemeldet hat. Das ist sein Bild der Tochter. Wie kann diese hübsche, nette und sexy Frau, die er wider Willen anziehend findet, nur so kalt gewesen sein?

Mit dieser Neuauflage dieses eher kurzen Romanes von Nora Roberts, fliegt die Zeit nur so dahin.

1982 ist die Geschichte erstmals veröffentlicht worden, und seitdem mehrmals abgedruckt.

Nun ist sie auch in Deutschland als Ebook erhältlich.

Wir finden hier in leichtem Ton eine Liebesgeschichte im Urlaubsparadies, mit netten Protagonisten und wunderschöner romantischer Umgebung. Tiefgang sollte man nicht erwarten, doch wer sich einfach nur unterhalten lassen will, und zum Träumen bereit, ist hier genau richtig.

Mit ihren neuesten Romanen lässt sich natürlich der Schreibstil nicht vergleichen, allerdings heißt es nicht, dass es schlecht er ist, sondern nur anders und die Erwartungshaltung sollte daher auch reduziert sein.

Dennoch finde ich die Protagonisten sympathisch beschrieben, die Gegend traumhaft dargestellt, so dass man sich es direkt vorstellen konnte dort zu sein. Trotz der wenigen Seiten, sind die Geschehnisse nachvollziehbar.

Ich freue mich, dass nun auch die älteren Titel von Nora Roberts als Ebook erscheinen, da viele als Taschenbuch kaum bis gar nicht erhältlich mehr sind.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Kurzbeschreibung: Randomhouse.de

Rezension – Gabriella Engelmann ~ Apfelblütenzauber

Gabriella Engelmann – Apfelblütenzauber

ISBN:978-3-426-51577-8

Preis: 9,99 Euro

Ebook: 9,99 Euro

Erstveröffentlichung im April 2015 bei Droemer Knaur

Kurzbeschreibung:

Ein Meer von rosa-weißen Blüten, pittoreske Fachwerkhäuser und romantische Flusslandschaften – nach sechs Jahren in Hamburg hat Leonie fast vergessen, wie schön das Alte Land ist. Da ihre Mitbewohnerinnen eigene Wege gehen und sie ihren Job verloren hat, muss sie sich neu orientieren und hofft, in der alten Heimat zur Ruhe zu kommen. Doch die will sich einfach nicht einstellen, da ihre Eltern Hilfe brauchen und ein Mann in ihr Leben tritt. Ein Glück, dass sie sich auf ihre beiden Freundinnen Nina und Stella verlassen kann!

Fast genau vor 5 Jahren habe ich angefangen Gabriella Engelmann für mich zu entdecken. Seitdem habe ich mich durch die gesamte Palette ihrer vielschichtigen Romane gelesen.

Im April 2010 hatte ich die „Villa zum verlieben“ mit den drei Freundinnen Stella, Leonie und Nina gelesen und nun konnte ich wieder teilnehmen an ihrem Leben. Auch bei den dreien hat das Leben nicht aufgehört fortzuschreiten und so konnten jeder, der sie kennt sich schon darauf freuen zu erfahren, wie es dem Trio so ergangen ist und natürlich, was die Zukunft mit ihnen vorhat.

Allerdings will ich auch gleich dazu sagen, das es keineswegs vorausgesetzt wird, dass „Eine Villa zum verlieben“ vorher gelesen wurde. „Apfelblütenzauber“ steht seine Frau auch ohne, dass man die Vorgeschichte kennt.

Gabriella Engelmann hat es geschafft mich von der ersten Seite an wieder in das Geschehen einzubinden. Sehr gut konnte ich mir die ungewöhnliche Wohnkonstellation vorstellen, genauso wie die bildhafte lebendige Sprache dazu beigetragen hat, sich eingeladen zu fühlen.

Die Protagonisten sind herzlichst und natürlich und absolut unterschiedlich. Aus allen drei Leben bekommt der Leser einiges mit, vor allem natürlich von Leonie, welche hier im Mittelpunkt des Geschehens steht. Ein wenig hatte ich meine Probleme mit ihr,da sie schon ein wenig Weltfremd wirkte.

War ihre Welt gerade noch in Ordnung, überschlagen sich die Ereignisse. Manchmal echt schnell und heftig, aber wie ich mittlerweile aus dem eigenen Leben immer wieder erfahre, gar nicht so ungewöhnlich. Ok, vielleicht sind es nicht immer so drastische Lösungen, die sich so offenbaren, wie bei ihr, aber möglich ist alles.

Die Autorin baut mit ihrer erfrischenden Art und Weise viele kleine Überraschungen ein und diverse Wendungen. Mir war bisher das „Alte Land“ nur ein Begriff über Facebook, wo ich der Autorin auch folge. Durch ihren Roman hat sie mir das noch näher gebracht und die Neugierde auf die Apfelblütenzeit geweckt. Genauso auf die gesamte Gegend, die verschiedenen regionalen Besonderheiten in Kultur und Landschaft.

Dieser Roman verbindet realistische Handlungen mit leicht vorhersehbaren. Leider hat meiner Meinung nach der Klapptext schon viel zu viel vorgegriffen, so dass keine wirkliche Spannung mehr aufkommen konnte.

Diesen Roman kann ich eindeutig empfehlen für Urlaubsstimmung auf Balkon, Terrasse oder unterwegs. Er ist unterhaltsam und sehr bildhaft gestaltet. Mit ihrer klaren Linie, ohne sich in Firlefanz zu Verbuddeln, hat Gabriella Engelmann genau den richtigen Ton für ihren Roman gefunden.

Ein größeres persönliches Manko habe ich allerdings schon gefunden (dafür kann die Autorin allerdings nichts): Meine Ausgabe von die „Villa zum verlieben“ ist mit einem wunderschönen Samtbezug. Leider gibt es diese Art nicht mehr und so passen die beiden äußerlich nicht wirklich zusammen.

Wer eine neue Ausgabe der Villa hat, hat in dieser Hinsicht schon eher das Vergnügen. Nichtsdestotrotz ist das Cover sehr ansprechend und doch schlicht gestaltet.

Besondere Highlight in dem Buch sind die Rezepte zwischendurch und am Ende des Buches.

Autoreninfo:

Gabriella Engelmann, 1966 geboren in München, ist gelernte Buchhändlerin. Nach Stationen als Lektorin und als Verlagsleiterin eines Kinderbuchverlages arbeitet sie heute freiberuflich als Literaturscout und Autorin von Romanen für Erwachsene sowie von Kinder- und Jugendbüchern. Gabriella Engelmann lebt und arbeitet in Hamburg.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Kurzbeschreibung: Droemer Knaur

Quelle für Video: Youtube

 

Rezension – Nora Roberts ~ O´Dwyer 3: Wege der Liebe

Nora Roberts – Wege der Liebe

ISBN:978-3-453-41794-6

Preis TB 9,99 Euro

Preis Ebook: 8,99 Euro

auch als Hörbuch erhältlich

Originaltitel: Blood Magick – Cousins O’Dwyer, Book 3 (Writers House)

Deutsche Erstveröffentlichung im April 2015 bei HEYNE

Kurzbeschreibung:

Im Mittelpunkt des dritten Romans stehen Branna und Fin, die bereits mit 17 Jahren eine Liebesbeziehung hatten, die jedoch zerbrochen ist. Branna liebt Fin noch immer, misstraut ihm aber seither. Welche Rolle spielt Fin eigentlich im Kampf gegen Cabhan? Ist er in die Machtspiele Cabhans verwickelt, oder steht er auf Seiten von Iona, Connor und Branna?

Am Ende einer Trilogie heißt es nicht nur Abschied nehmen von ein paar Liebgewonnenen Charakteren, sondern auch Resümee halten über, den letzten Band genauso wie über das Gesamtbild.

Fangen wir an zuerst mal an,über den 3. und damit abschließenden Band über die Familie O´Dwyer zu sprechen.Zaubersprüche und Alltagsgeschehen im Wechsel mit den Aufregungen, sowie Romantik der Liebe und natürlich der Kampf gegen Cabhan vermischen sich zu einem ruhigeren, und etwas vorausberechenbaren Roman Das lag auch daran, dass sehr viele Tätigkeiten mit denen sich Branna, unsere Hauptprotagonistin beschäftigt hat, eher ruhig waren. Zu ihr passte es, und spiegelt sie gut wieder.

Erst zum Ende hin kam mehr Action auf, wobei dies fast schon zu schnell wieder vorbei war.

Ich würde ihn jetzt nicht unbedingt schwächer beschreiben, als die ersten beiden, sondern anders, mehr auf die Hintergründe, statt auf den Kampf bezogen.

Damit sind wir auch schon bei der Beurteilung der gesamten Trilogie, wir haben alles dabei gehabt: von Liebe, Romantik, Angst, Kampf, Blut, Zaubersprüche vereint in einer wunderschönen Landschaft und vieles mehr. Die Hauptcharaktere hatten Zeit sich zu entfalten. Eine durchaus lesenswerte Trilogie aus der Feder von Nora Roberts.

Rezension zum 1. Band: Spuren der Hoffnung

2. Band: Pfade der Sehnsucht

3. Band: Wege der Liebe

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Kurzbeschreibung: Heyne

Rezension – Catherine Fisher ~ Die vergessene Kammer

Catherine Fisher – Die vergessene Kammer

ISBN: 978-3-442-26406-3

Preis Taschenbuch: 9,99 Euro

Preis Ebook: 8,99 Euro

Originaltitel: Crown of Acorns (erschien 2010 bei Hodder Children’s Books, London)

Deutsche Erstausgabe im Januar 2015 bei Blanvalet

Kurzbeschreibung:

Zac ist Lehrling bei dem berühmten Baumeister Jonathan Forrest. Einem Mann, der ebenso besessen ist von den Mysterien der Druiden wie von seiner kühnen architektonischen Vision. Doch Forrests Vorhaben, eine gigantische spiralförmige Straße namens King’s Circus zu bauen, scheitert. Und da erkennt Zac, dass die wahre Leidenschaft seines Meisters gar nicht der Straße gilt, sondern einer Kammer, die Forrest im Herzen des King’s Circus einbauen will – um darin ein Geheimnis zu verbergen. Doch welches Geheimnis könnte einen solchen Aufwand wert sein?

Ein Klapptest und ein Cover, welches in Richtung Fantasie denken lässt, und mich anspricht. Das war der Grund warum ich das Buch von Catherine Fisher „Die vergessene Kammer“ angefangen habe zu lesen. Schnell jedoch merkte ich, dass ich meine Erwartungen neu ordnen musste. Der ganze Roman war anders als ich es mir vorgestellt hatte. Hier zeigte sich mal wieder, dass ein Klapptext manchmal zu viel, oder wie in diesem Fall im Grunde das falsche suggerien kann.

Sobald ich umgedacht hatte, konnte ich mich auch schnell auf die Geschichte, bzw.auf die unterschiedlichen Handlungsstränge einlassen. Obwohl sie alle eines verbindet, sind es drei Ebenen die erzählt werden.

Einerseits haben wir hier Bladud einen Druidenkönig, dann wieder der Baumeister Jonathan Forrest, dessen Geschichte zusammen mit seinem Lehrling Zac erzählt wird. Zu guter Letzt Sulis, ein Mädchen, was eigentlich nur ein ganz normales Leben für sich wünscht.

Bladud, bleibt eher ein Fragment der Vergangenheit. Sein Leben war schon viele Jahrhunderte vor Christie zu Ende.Mitte des 18. Jhd war der junge Zac als Lehrling angestellt und fühlt sich in seiner Rolle unterfordert. Er macht im laufe der Geschichte eine interessante Wandlung durch. Meine Sympathie lag trotz allem immer bei ihm, selbst wenn er eher ein Antiheld ist. Angekommen in der Gegenwart finden wir Sulis, mit der es mir schwer viel, die entsprechende Verbundenheit zu entwickeln

Die Figuren haben alle Zeit um sich zu entfallten, und ihre Stärken und Schwächen zu offenbaren

Insgesamt hat mich die (mir bisher unbekannte) Autorin jedoch mit ihrem interessanten, aber schlichtem Schreibstil gepackt, der eher langsam Fahrt aufnimmt, aber nach und nach rasanter wurde. Die Bildhafte Sprache lädt dazu ein, die eigene Fantasie spielen zu lassen und die Gebäude und Geschehnisse vor dem innerem Auge zu erleben. Es ist eine Mischung aus realem und viel fiktivem. Über die drei Zeit- und Handlungsebenen führt ein roter Faden, der aber nicht von Anfang an ersichtlich ist. Am Ende blieb die eine oder andere kleine Frage noch offen.

Fazit: ein lesenswertes, kurzweiliges Werk, nicht nur für junge Erwachsene.

Autoreninfo:

Catherine Fisher ist die Autorin vieler fantastischer Kinder- und Jugendbücher sowie zweier preisgekrönter Gedichtbände. Mit Incarceron gelang ihr der große internationale Durchbruch. Catherine Fisher lebt und schreibt in Wales.

©Tine Schweizer

Quelle für Kurzbeschreibung, Cover und Autoreninfo: Blanvalet

Rezension – Jo Baker ~ Im Hause Longbourn

Jo Baker – Im Hause Longbourn

ISBN: 978-3-8135-0616-7

Preis: HC 19,99 Euro

Ebook:  15,99 Euro

Originaltitel: Longbourn

Deutsche Erstveröffentlichung im September 2014 bei KNAUS

 

Kurzbeschreibung:

Ein Millionenpublikum liebt Jane Austens „Stolz und Vorurteil“, ihren berühmten Roman über die Sorgen der Familie Bennet, für die fünf Töchter geeignete Ehemänner zu finden. Doch niemand weiß, was sich in Küche und Stall des Hauses Longbourn abspielt: Hier müht sich die junge Sarah über Wäschebottichen und Töpfen ab. Aber sie hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass das Leben mehr für sie bereithält. Ist die Ankunft des neuen Hausdieners James ein Zeichen? Während Elizabeth Bennet und Mr Darcy von einem Missverständnis ins nächste stolpern, nimmt im Hause Longbourn noch ein ganz anderes Liebesdrama seinen Lauf – denn James hütet ein Geheimnis von großer Sprengkraft.

Was ist immer das schwierigste an einer Rezension? Genau: das Begründen, wenn einem etwas nicht gefällt. Ist man Begeistert fliegen die Worte nur so dahin. Jedoch beim Gegenteil fällt es mir oft schwer dies richtig auszudrücken.

So sitze ich nun schon eine Weile davor und überlege, wie ich meine Zwiespältigkeit dem Roman von Jo Baker „Im Hause Longbourn“ den richtigen Ton gebe.

Zuerst habe ich mich wirklich darauf gefreut, die Geschichte, welche zur selben Zeit spielt wie „Stolz und Vorurteil“ von einer anderen Perspektive zu lesen. Nämlich, was sich im Hintergrund abspielt, bei den Hausangestellten, die selten näher Beleuchtet werden.

Im Mittelpunkt des Geschehen steht die Junge Sarah, welche als Waise im Hause aufgenommen wurde von der Haushälterin und dort nun ihre Dienste verrichtet. Mit ihr habe ich wirklich mein Probleme gehabt überhaupt warm zu werden. Bis zum Ende hin war ich ihr gegenüber eher distanziert.

Dagegen die Haushälterin Mrs. Hill, die ihre ganz eigene Verknüpfung zum Hause der Bennetts hat, wurde mir im Laufe der Zeit wirklich sympathischer und ich habe mit ihr mitgefühlt.

Abgerundet wird die Dienerschaft mit Mr. Hill, der immer eher im Hintergrund auftaucht, der jungen Polly, und James, der aus dem nichts auftauchte und ziemlich viel Unruhe im Hause verbreitete.

Warum bin ich nicht mit der Geschichte warm geworden? Insgesamt war es mir zu langatmig und vieles einfach unnötig. Insgesamt plätscherte die Geschichte nur ruhig vor sich hin, ohne einen wirklichen Höhepunkt zu erreichen. Die Tatsachen wurden aneinandergereiht, sei es dass ein Brief entgegen genommen wurde, oder die Küche eingeheizt etc. Das Alltägliche wurde in den minikleinsten Details erzählt und immer und immer wiederholt. Es gab wirklich viel Potenzial in allem und doch wurde dies in meinen Augen nicht richtig ausgeschöpft. Die verschiedenen Protagonisten blieben bis zum Ende (bis auf Mrs. Hill) eher Gesichtslose Schemen. Ich hatte Mühe überhaupt bis zum Ende zu lesen. Letztendlich hoffte ich immer wieder, dass es irgendwann noch zu einem Highlight kommen würde. Kurz vor dem Ende wurde es schon sehr abenteuerlich und nicht mehr alles nachvollziehbar. Die letzten Seiten dagegen haben mir wiederum zugesagt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist für mich, die Bennetts etwas ins schlechtere Richt gerückt wurden.

Das Gesamtbild jedoch war für mich nicht stimmi

Für alle, die Jane Austen´s Roman noch im Kopf haben, gibt es als kleines Highlight immer wieder Zitate aus „Stolz und Vorurteil“ so dass der Parallele zeitlichen Ablauf gut nachvollzogen werden konnte.

 

Tine Schweizer

Quelle für Kurzbeschreibung und Cover:

Rezension – Bella Andre ~ Wie wärs mit Liebe

Bella Andre – Wie wärs mit Liebe

ISBN: 978-3956490781

Preis: 9,99 Euro

Originaltitel: The Look of Love

Deutsche Erstveröffentlichung erschienen im Oktobere 2014 bei Mira Taschenbuch

 

Kurzbeschreibung:

Als Fotograf hat Chase Sullivan einen Blick für Details – deshalb tritt er sofort auf die Bremse, als er im strömenden Regen eine junge Frau neben ihrem Wagen stehen sieht. Er erkennt gleich, dass Chloe mit mehr zu kämpfen hat als mit einem kaputten Auto. Hilfsbereit nimmt er sie mit auf das Familienweingut in Napa Valley. Zwischen beiden knistert es, aber zu seiner großen Verblüffung stellt Womanizer Chase fest, dass er von Chloe mehr will als ein paar heiße Nächte. Noch gibt sie sich zurückhaltend, wird der berühmt-berüchtigte Sullivan-Charme mal wieder Wunder wirken? Oder hat ihr Trauma der Vergangenheit für immer Chloes Glauben an die Liebe zerstört – selbst bei einem Mann wie Chase?

Vor einiger Zeit hatte ich die HotShot Trilogie aus der Feder Bella Andre gelesen und nachdem diese mir gut gefallen hatte, war ich begeistert, nun wieder was neues auf dem Markt zu finden.

Diesmal hat sich die Autorin eine große Familie ausgesucht, welche sie in den Mittelpunkt der Geschichte stellt. Die Sullivans, eine Familie mit lauter gutaussehenden Kerlen und Mädels, geführt von ihrer Mutter, sind ungewöhnliche Menschen. Jeder hat seine eigene Begabung, die er im Leben einsetzt.

So lernen wir als erstes Chase kennen, der als Fotograf arbeitet. Ihm gegenüber wird Chloe gestellt, welche sich auf der Flucht vor ihrem Exmann befindet. So haben wir den Ausgangspunkt einer romantischen Liebesgeschichte. Doch Bella Andre hat es hier nicht beim platonischen gelassen, sondern lässt Erotik pur über die Seiten wandern. Dabei schafft sie es jedoch das Niveu nicht sinken zu lassen.

Trotz der wirklich Reihenweise intimen Szenen haben die beiden Hauptcharaktere immer noch Zeit sich zu entwickeln und der Leser kann diese gut kennenlernen.

Das Cover ist wunderschön und sehr romantisch angehaucht führt aber ein wenig in die Irre, da es wenig wiedergibt, dass es wirklich sehr Erotiklastik ist. Und hätte ich die Autorin nicht gekannt, wäre ich wohl mehr als Irritiert darüber.

Autoreninfo:

Bella Andre hat bereits über zwei Millionen Bücher verkauft, die immer wieder auf den Bestsellerlisten der New York Times, USA Today und Publishers Weekly landen. Die Washington Post nennt sie „eine der erfolgreichsten amerikanischen E-Book-Autorinnen.“ Zusammen mit ihrem Mann und ihren Kindern lebt Bella Andre abwechselnd auf einem Weingut in Nordkalifornien und einer rustikal-romantischen Blockhütte in den Adirondack Mountains.

Bisher erschienen ist

  1. Wie wärs mit Liebe
  2. Nicht verlieben ist auch keine Lösung
  3. Ein unmöglicher Mann (erscheint im Mai 2015)

Tine Schweizer

Quelle für Cover, Autoreninfo und Kurzbeschreibung: Mira Taschenbuch

 

Rezension zur HotshotTrilogie:

1. Gefährliche Begegnung

2. Schatten der Vergangenheit

3. Verhängnisvolle Wahrheit

Rezension – Julie Kagawa ~ Plötzlich Prinz 01: Das Erbe der Feen

Julie Kagawa – Das Erbe der Feen

ISBN: 978-3453268661

Preis Hardcover 16,99 Euro (516 Seiten)

Preis Ebook: 13,99 Euro

Originaltitel:  The Iron Fey – The Lost Prince

Deutsche Erstveröffentlichung im Januar 2014 bei Heyne fliegt

Kurzbeschreibung:

Der achtzehnjährige Ethan Chase wäre gern so wie alle anderen an seiner Highschool. Doch seit er denken kann, ist sein Leben alles andere als normal. Denn als Kind wurde er von den Feen nach Nimmernie verschleppt. Und wen die Feen einmal in ihrer Gewalt hatten, den lassen sie nicht mehr los. Ihre Macht reicht bis in den hintersten Winkel der Menschenwelt hinein. Ethan muss erkennen, dass es sinnlos ist, sich vor ihnen zu verstecken. Und so nimmt er sein Schicksal an und kehrt nach Nimmernie zurück.

Im letzten Jahr hatte mich die „Plötzlich Fee“ Reihe richtig erwischt und ich habe die verschiedenen Bände hintereinander verschlungen.

Nach dem Abschied von der neuen Feenkönigin Meghan heißt es aber nicht dauerhaft Adieu. Mit „Plötzlich Prinz“ kehrt die Autorin Julie Kagawa wieder zurück in die Welt der Feen.

Meghans kleiner Bruder ist nun fast erwachsen und im Grunde würde er nichts lieber, als sich von der Feenwelt fernhalten. Jedoch kann er das Geschehen in seiner Welt bald nicht mehr ignorieren und so landet Ethan in Begleitung einer Schulkameradin dort, wo er nie wieder hinwollte…

Am Anfang war ich sehr kritisch, ob die neue Reihe dem Erfolg der ersten standhalten kann, oder ob es nur ein kläglicher versuch ist, am vorrigen Erfolg anzuschließen. Bald jedoch war ich wieder voll im Geschehen drinnen. Keineswegs ist es Voraussetzung die Plötzlich Fee Reihe zu kennen (sinnvoll um den Hintergrund besser zu verstehen ja, aber kein Muss) Es ist ein eigenständiger Roman, in dem die Figuren von Anfang an aufgebaut werden und auch die Hintergründe erläutert werden.

Nachdem ich die verschiedenen Höfe und die Umgebung schon etwas kenne, war der neue Reiz nicht mehr ganz so vorhanden, aber dennoch faszinierend, wie die Autorin es schafft, unsere Realität und Fantasie zu vereinen. Und damit die Geschichte nicht langweilig wird, kommt es zu Wendungen, die es in sich haben.

Im Auftakt dieser „Plötzlich Prinz“ Reihe finden wir viel Humor, Spitzfindigkeit, alte Bekannte, neue Feinde und Spannung, kombiniert mit überraschenden Wendungen. Die verschiedensten Protagonisten werden mit eigenen Charakterzügen ausgestattet, so dass man schnell Sympathie, aber auch Abneigung empfinden kann. Mit Ethan hatte ich am Anfang etwas Probleme, wobei ich ihn schon verstehen konnte, aber seine Art und Weise nicht direkt zur Sympathie beiträgt Allerdings lernte man ihn während seiner Abenteuer besser kennen, und daher war es irgendwann auch klar, warum er so handelt, wie er es tat.

Ein durchaus lesenswertes Buch voller Fantasie. Mittlerweile ist der zweite Teil „Das Schicksal der Feen“ erschienen.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Kurzbeschreibung: Heyne

Rezension – Susan Mallery ~ Drum küsse, wer sich ewig bindet

Susan Mallery – Drum küsse, wer sich ewig bindet

ISBN: 978-3-95649-103-0

Preis:  9,99 Euro

Preis Ebook: 9,99 Euro

Originaltitel: Just One Kiss

Deutsche Erstveröffentlichung im bei Mira Taschenbuch

Kurzbeschreibung:

Patience’ Gefühle fahren Achterbahn. Justice Garrett ist zurück in Fool’s Gold! Nie hat sie den Jungen, der einst ihr Herz eroberte, vergessen. Spurlos ist er vor Jahren verschwunden. Jetzt, als erwachsener Mann und erfolgreicher Bodyguard, ist er noch attraktiver als in ihrer Erinnerung! Doch er verliert kein Wort über seine geheimnisvolle Vergangenheit. Deshalb wird Patience sich hüten, ihm wieder rettungslos zu verfallen. Aber ein kleiner Kuss wird ja wohl erlaubt sein. Oder auch zwei. Oder eine gemeinsame Nacht – aber ist Justice wirklich noch der Mensch, nach dem sie sich all die Jahre gesehnt hat?

Ein typisches Mallery Buch findet man, wenn man „Drum küsse, wer sich ewig bindet“ aufschlägt und liest. Dieser Roman ist voller sympathischer Personen, in dem kleinen idyllischen Örtchen Fool´s Gold, die ihr Leben leben und den Höhen und Tiefen dessen ausgesetzt sind.

Als bekennende Leserin ihrer Romane, habe ich schon die verschiedensten Konstellationen begleitet. Sei es neu zugezogene, alteingesessene, Drillinge, oder Freundinnen. Alle hatten eines gemeinsam: ihre ganz eigene Liebesgeschichte, umrahmt von Traumhafter Kulisse und immer begleitet von guten Freundinnen. So auch diesmal, ein auf und ab der Gefühle, die sich schon in der frühsten Jugend von Patience für Justice eingestellt hatten. Nun viele Jahre später sind sie aktueller den je. Aber was ist schon einfach an der Liebe?

Susan Mallery hat mich auch diesmal mit ihrem leichten Schreibstil, der einen so wunderbar träumen lässt, gefangen genommen. Die kurzweilige Unterhaltung, die jedoch soviel Sympathie für die Protagonisten entwickeln lässt, war von Anfang an da. Damit es nicht langweilig wird, kommen neue Personen in das kleine Örtchen und teilweise kann man schon vorausschauen, wer bald dran ist seine große Liebe zu finden. Keineswegs werden jedoch die altbekannten Gesichter vergessen und so erleben wir eine Geburt, wie auch den Hinweis, dass sich bei jemanden was ändern wird.

Was mich beim lesen etwas durcheinander gebracht hatte, waren die Namen Justice und Patience, die zwar schön und ungewöhnlich sind, jedoch durch die selbe Endung mich verwirrten.

©Tine Schweizer

Quelle für Klapptext und Cover: Mira Taschenbuchverlag

Rezension – Susan Wiggs ~ Bella Vista 2: Der Geschmack von wildem Honig

Susan Wiggs – Der Geschmack von wildem Honig

ISBN 978-3-95649-101-6

Preis: 9,99 Euro

Ebook: 9,99 Euro

Originaltitel: The Beekeeper’s Ball (2014, Mira Books, Toronto)

Deutsche Erstausgabe ist im Januar 2015 bei Mira Taschenbuch erschienen

Kurzbeschreibung

Der Duft von frischen Kräutern, köchelnden Soßen und frisch gebackenem Brot gehört zu Bella Vista wie die Apfelhaine und Lavendelfelder. Kein Ort ist Isabel lieber als dieser. Früher träumte sie davon, die Welt zu entdecken und sich kulinarisch inspirieren zu lassen. Doch irgendwo auf dem Weg hat sie ihre Abenteuerlust verloren. Ganz im Gegensatz zu Cormac O`Neill. Der Reporter hat die ganze Welt bereist und ist nun nach Bella Vista gekommen, um für ein Buch über Isabels Großvater zu recherchieren. Er spürt eine beinahe greifbare Sehnsucht in Isabel, die sie sich bemüht zu verbergen. Ein zehn Jahre altes Video von ihr, das er im Internet gefunden hat, soll sie daran erinnern, welche Träume sie einst hatte. Damit öffnet er eine Tür in ihre Vergangenheit, die besser für immer geschlossen geblieben wäre.

Gefühle pur – dies findet sich auf 443 Seiten, zwischen zwei Buchdeckeln eingebettet, mit einem Cover welches Sonne pur verspricht. Doch sind es nicht nur die Sonnenseiten, welche diesen Roman ausmachen, sondern auch die Schattenseiten.

Die Autorin beherrscht die Kunst zwischen einer leichten Liebesgeschichte, soviel Ernsthaftigkeit und schweres rein zupacken und zu kombinieren, wie ich bisher nur selten gefunden habe. Sie setzt die verschiedensten Emotionen ein von Liebe, Hoffnung, Verlust, Angst und viel mehr. Es gibt auch die verschiedensten Zwischentöne, die selten so eindeutig zu erleben sind. Zudem sind es die Geheimnisse, welche ans Tageslicht kommen, die mir beim lesen die unterschiedlichsten Reaktionen ausgelöst haben.

Mit einfühlsamen Worten erzählt sie die Geschichte des 2. Weltkrieges, der Verfolgung der Juden, dem Verbrechen an jungen Frauen und auch von dem Dänischen Widerstand damals. Verbunden durch die Gegenwart, ist es eine interessante, tiefgehende, aber auch wiederum leichte Geschichte.

Nicht nur ihre Protagonisten leben durch die lebendige Beschreibung auf, sondern auch die Natur, Landschaft, die Kochschule, alles lässt sich bildhaft vorstellen und es ist, als ob man selbst dort wäre. Beim lesen erhält man ein intensives Gefühl von Familie und Verbundenheit.

Abgerundet wird der Roman durch die kurzen Extras, welche vor den Kapiteln stehen, in denen jeder interessierte mehr über Bienen und Honig (dem roten Faden dieses Romans) erfahren kann, genauso wie die passenden Rezepte zum nach kochen und backen.

Der Geschmack vom wilden Honig ist ein sehr empfehlenswertes Buch mit einer Tiefe, die man kaum vorher erwartet, aber nicht so schwer, dass es den Tag verdunkelt. Am Ende bleibt man gelöst, aber nachdenklich zurück.

Mit „Der Duft von Apfelblüten“ hat die Reihe von Bella Vista gestartet und mit diesem Roman weiterentwickelt. Beide Bücher können jedoch für sich gelesen werden. Um natürlich die Personen und deren Geschichte besser zu verstehen, kann ich nur empfehlen es in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

Ich hoffe, dass es bald mehr von Bella Vista zu lesen gibt, das Potenzial dafür ist eindeutig da.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Klapptext: Mira Taschenbuch

Reihenfolge der Bücher von Susan Wiggs

Rezension – Kimberley Wilkins ~ Das Sternenhaus

Kimberley Wilkins – Das Sternenhaus

ISBN: 978-3-426-65354-8

Preis Hardcover: 19,99 Euro

Preis Ebook: 17,99 Euro

Originaltitel: Ember Island (2013)

Deutsche Erstveröffentlichung im September 2014 bei Knaur HC

Kurzbeschreibung:

1891: Die ungestüme Nell wächst auf der Gefängnisinsel Ember Island auf, wo ihr Vater die Strafanstalt leitet. Als ihre Mutter mit nur 36 Jahren stirbt, stellt er die Gouvernante Tilly ein. Die junge Frau, die selbst bereits schwere Schicksalsschläge erleiden musste, erobert das Herz des Mädchens im Sturm – und nicht nur seines … Mehr als 100 Jahre später reist die Bestsellerautorin Nina auf die abgelegene Insel vor der Küste Australiens. Hier, im Haus ihrer Urgroßmutter Nell, dem »Sternenhaus«, hofft sie, umgeben von beeindruckender Landschaft und bewegender Stille, ihre tiefe Schreibkrise überwinden zu können, in die der Betrug ihres langjährigen Lebensgefährten sie gestürzt hat.

Immer wieder stolpere ich über Romane, welche mir bewusst machen, wie die Entscheidung, welche ich heute treffe, sich auch in Zukunft bemerkbar machen können. Genauso Entscheidungen, welche vor vielen Jahren getroffen wurden von irgend jemand aus meiner Familie, sich auch auf das heutige Leben auswirkt. In den meisten Punkten wissen wir gar nichts von diesem Ereignis, sei groß oder klein.

Gerade erst wieder bin ich wieder in die Vergangenheit eingetaucht. In Kimberley Wilkins Roman „Das Sternenhaus“

Schon in „Wind der Erinnerung“ hatte sie mich begeistert, durch ihren besonderen Schreibstil die Welten und Zeiten zu verschmelzen. (Es sei angemerkt, dass jeder Roman für sich steht, es sich also nicht um eine Serie handelt)

Auch diesmal finden wir wieder drei Erzählstränge, welche durch den Roman führen.

Wir haben die Gegenwart mit der Autorin Nina, welche sich auf die auf die Insel zurück zieht um ihr Buch zu beenden.dabei stößt sie auf alte Aufzeichnungen ihrer Großmutter, wo wir gleich beim zweiten Zeitstrang sind.: Im vergangenen Jahrhundert, bei einem Kind, welches auf dieser besonderen Insel lebt und ihre Gedanken und Gefühle in einem Tagebuch festhält. Dies ist das Bindeglied zwischen der Gegenwart von Nina und der Vergangenheit von Nell und Tilly.

Der größte und für mich eindeutig wichtigste teil ging über die junge Frau Tilly, Ende des19. Jhd welche nach dem Tode ihres Großvaters in einer Ehe landet die anders verläuft, als sie es sich vorgestellt hatte. Im Laufe der Jahre allerdings kommt sie auf die Gefängnisinsel, wo sie als Gouvernante arbeitete. Ihre Erlebnisse prägen das Buch am meisten.

Die Autorin hat einen angenehmen Schreibstil, der mich wieder immer mitgerissen hatte. Im Vergleich zu ihrem anderen Roman hat es mich aber nicht ganz so verzaubert. Gerade die Gegenwart hätte dieses mal fast gestrichen werden können. Sie war eher nebensächlich und mit der Protagonistin wurde ich überhaupt nicht warm. Ihre Geschichte war nicht ausschlaggebend und am Ende wurde ein Geheimnis aufgelöst, bei dem ich nicht wirklich mitbekommen hatte, dass es überhaupt da war.

Tilly dagegen hat mich angesprochen und als Ergänzung und Abrundung zu den damaligen Ereignissen, waren die Tagebuch Eintragungen sehr passen. Diese hätten noch häufiger auftauchen können.

Insgesamt empfand ich es eine gute Unterhaltung, wenn es auch im direktem Vergleich zum ersten Werk nicht dessen Niveau erreichte.

Zwischen diesen beiden Romanen ist noch ein dritter der Autorin veröffentlicht worden „Das Haus am Leuchtturm“ welches ich bei Gelegenheit auch lesen werde. Bin jetzt schon sehr gespannt, in welche Richtung es damit gehen wird.

Zum Cover kann ich nur sagen, dass es sehr passend zu den anderen Romanen gestaltet wurde und mich auch sehr anspricht.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Klapptext: Droemer Knaur

Rezension – Dana S. Eliott ~ Taberna Libraria 2: Das Geheimnis von Pamunar

Dana S. Eliott – Das Geheimnis von Pamunar

ISBN:978-3-426-51544-0

Preis TB: 9,99 Euro

Preis Ebook: 9,99 Euro

Deutsche Erstveröffentlichung im Dezember 2014 bei Knaur

Kurzbeschreibung:

Eine fremde Welt, ein dunkler Magier und ein verbotenes Buch – Die fantastische Geschichte um Corrie und Silvana geht weiter!

Corrie und Silvana konnten dem dunklen Magier Lamassar einen herben Rückschlag zufügen. Doch beide wissen, dass dieser nicht so schnell aufgeben wird. Also müssen sie das nächste Puzzlestück des Buches von Angwil so schnell wie möglich finden. Die Suche führt die beiden Frauen auf die abgelegene Insel Panumar. Aber Lamassar erwartet sie schon …

Zwei Freundinnen, welche gemeinsam eine Buchhandlung eröffnen, das war der Grundstein des Debütromans vom Autorenduo Dana S. Eliott, in Taberna Libraria – Die Magische Schriftrolle.

Wie der Titel schon verrät, ging es aber nicht nur um eine einfache Buchhandlung, sonder es steckt viel mehr Fantasie, Magie, Gefahr und unbekanntes dahinter, als auf dem ersten Blick ersichtlich.

Nun endlich ist der zweite Teil dieser abenteuerlichen Reise der beiden Freundinnen Corrie und Silvana erschienen. Unter dem Titel: Das Geheimnis von Pamunar“ begeben sich die beiden, mit ihren neuen Weggefährten, ins nächste um die Bücher von Angwil zu finden.

Schnell war ich trotz der etwas längeren Pause zwischen den beiden Bänden wieder ins Geschehen eingetaucht. Die Spannung stieg gleich direkt an und Spannungsbogen wurde stetig aufgebaut und führte durch ein Wechselbad der Gefühle. Zweifel über neue Bekanntschaften, wer ist gut wer ist böse, überraschende Wendungen,, neue Bekanntschaften, genauso wie das treffen alter Bekannter, und mittendrin die jungen Frauen. Beide lernt man immer besser kennen, sie sind und bleiben sympathisch und authentisch. Der Schreibstil ist auch hier wieder sehr bildhaft und keineswegs mit einfachen Sätzen bestückt. Sehr detailliert werden die Landschaften, aber auch die einzelnen Szenen beschrieben, was dem ganzen ein intensives Lesevergnügen verleiht.

Insgesamt kann dieser zweite Teil absolut mit dem ersten mithalten und hält die Spannung weiter, wie es weitergeht in der Einmondwelt, genauso wie in der Zweimondwelt.

Obwohl ich denke, dass die Romane auch unabhängig gelesen werden können, würde ich dennoch empfehlen mit der „Magischen Schriftrolle“ anzufangen. Alleine schon um die Protagonisten und die vielfältigen Magische Geschöpfte und deren Fähigkeiten besser kennenzulernen. Andererseits aber auch um den komplexen Gesamtzusammenhang besser nachvollziehen zu können.

Voraussichtlicher Erscheinungstermin des dritten Teiles als Ebook ist der Winter 2015 vorgesehen.. Der Abschließende vierte Teil ist für den Winter 2016 geplant.

©Tine Schweizer

Quelle für Cover und Klapptext: Droemer Knaur

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