Rezension 2016

[Rezension] Christoph Marzi – Die uralte Metropole 5: LONDON

Christoph Marzi – London

351_31665_172657_xxlChristoph Marzi – ein Name, der mich seit Jahren begleitet. Immer wieder stolpere ich über seine Fantastikromane, ohne – wie ich zugeben muss – je einen gelesen zu haben. Vor kurzem entdeckte ich, dass es einen neuen Roman aus seiner Feder gab und so nahm ich allen Mut zusammen und fing diesen an zu lesen.

LONDON

Ja, den Mut brauchte ich, denn wie ich noch herausfand, ist dies eine Fortsetzung -wenn auch Jahre später – von „Die uralte Metropole“. Allerdings hoffte ich, gerade nach dieser langen Pause, dass es mir trotzdem gelingen würde hinein in die Geschichte zu kommen.

Am Anfang viel es mir schwer, da mir die Namen teilweise seltsam anmuteten, und es scheinbar viele Hinweise auf die vergangenen Bände gab. Zudem schreibt der Autor sehr verschnörkelt und detailliert, dass ich eine Weile brauchte um mich wirklich im Roman fallen lassen zu können.

Nach einer Weile jedoch ist ein Wandel geschehen. Ich tauchte ein in diese eigene Welt, mit ihren besonderen Protagonisten, die Reihenweise auf den Plan traten. Erst im Laufe der Geschehnisse wurde offenbart, welche Rolle sie im ganzen spielten. Die Spannung hat sich immer mehr aufgebaut, so dass ich manchmal wirklich nur atemlos weiterlesen konnte. Teilweise war es etwas verwirrend, und auch etwas beängstigend.

Die Hauptprotagonistin Emily wirkt auf mich widersprüchlich. Einerseits ist sie etwas desillusioniert vom Leben, andererseits geht sie manchmal recht naiv vor. Einer ihrer Begleiter ist Wittgenstein, der Emily wohl schon lange kennt und auf eine seltsame Art sympathisch ist.

London ist ein Roman voller Widersprüche… Nicht wegen dem was passiert, sondern wie es dargestellt ist. Einerseits locker leicht, harmonisch, dann der dramatische Szenenwechsel und es geht ums nackte Überleben. Es ist ein Auf- und ab der Gefühle, welches den Leser hier erwartet.

Christoph Marzi hat eine Welt erschaffen, die für mich fast einzigartig erscheint. Ob diese Geschichte mit den ersten Bänden mithalten kann, kann ich nicht beurteilen. Jedoch ist dieser Roman für sich ein fantastisches Werk voller Überraschungen und Emotionen.


 

[Autor]

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copyright Christoph Marzi

Christoph Marzi, Jahrgang 1970, wuchs in Obermendig nahe der Eifel auf, studierte in Mainz und lebt heute mit seiner Familie im Saarland. Seit dem großen Erfolg seiner Saga um die Uralte Metropole (Lycidas, Lilith, Lumen und Somnia) ist er einer der erfolgreichsten deutschen Phantastik-Autoren.

 

[Kurzbeschreibung]

Schwere Schneeflocken tanzen in der Dämmerung, als Emily Laing das erste Mal London nicht mehr findet. Doch wie kann das sein? Eine ganze Stadt verschwindet doch nicht einfach so. Mitsamt all ihren Schornsteinen, Bewohnern und Geheimnissen. Hat das vielleicht etwas mit den beiden seltsamen alten Damen zu tun, die Emily entführen? Oder hängt es mit dem Waisenmädchen zusammen, das plötzlich auf den Stufen einer U-Bahn-Rolltreppe auftaucht? Noch einmal müssen Emily und ihre Gefährten, der Alchemist Wittgenstein, Maurice Micklewhite und die kluge Ratte Minna, in die Tiefen der Uralten Metropole hinabsteigen. Denn hier, in der magischen Stadt unter der Stadt, liegt die Antwort. Und die Gefahr …

[Infos zum Buch]

ISBN: 978-3-453-31665-2

Preis: 14,99 Euro

Ebook: 11,99 Euro

Erstveröffentlichung im September 2016 bei HEYNE

Reihenfolge von „Die uralte Metropole“

  • Lycidas (2004)
  • Lilith (2005)
  • Lumen (2006)
  • Scarlet und Vardoulacha (Kurzgeschichte 2007)
  • Somnia (2008)

[Quelle]

für Cover, Kurzbeschreibung, Autorenfoto, Autoreninfo: Heyne

3 Kommentare zu „[Rezension] Christoph Marzi – Die uralte Metropole 5: LONDON

  1. Ave,
    aufgrund des Titels bin ich in Buchhandlungen schon häufiger darüber gestolpert – allerdings war mir bislang noch gar nicht bewusst, dass es Teil einer Reihe ist. Kann man die Bände denn unabhängig voneinander lesen, oder sollte man lieber mit Lycidas starten?

    Mit freundlichen Grüßen,
    Seitenfetzer

    1. Huhu, also ich denke das es vielleicht die Hintergründe mehr erläutert, aber insgesamt ist dieser Roman meiner Meinung nach auch alleine lesbar

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